Wochenrückblick: Automatik-S-Bahn im Fahrgasteinsatz und U5-Bau soll extrem Co2-arm werden

Seit gestern fahren „Digitale S-Bahnen“ im Regelbetrieb, die U5 soll die klimafreundlichste U-Bahn Deutschlands werden, in der Stadt verschwinden heute Parkplätze und die S-Bahn-Station Elbbrücken ist morgen noch einmal 24 Stunden voll gesperrt. Das war diese Woche im Hamburger Mobilitätssektor los.
NAHVERKEHR HAMBURG Redaktion
Eine Digital-S-Bahn im Oktober 2021 im Bahnhof Bergedorf.
Eine Digital-S-Bahn im Oktober 2021 im Bahnhof Bergedorf.
Foto: Christian Hinkelmann

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg zusammen – kurz, knapp und kompetent. Außerdem finden Sie hier die wichtigsten Baustellen und Fahrplaneinschränkungen für die kommenden Tage im HVV, damit Sie Ihre nächsten Fahrten besser vorplanen können.

Seit gestern fahren vier S-Bahnzüge automatisiert

Vor einem Jahr präsentierten S-Bahn und Siemens erfolgreiche Testfahrten beim ITS-Weltkongress in Hamburg, seit gestern sind sie im Regelbetrieb unterwegs: automatisiert fahrende S-Bahnen, bei denen ein Fahrer nur noch zur Überwachung an Bord ist.

Vier Züge, der Betreiber nennt sie „Digitale S-Bahn“, sind nun zwischen Berliner Tor und Bergedorf ständig unterwegs. S-Bahn Hamburg-Geschäftsführer Kay Arnecke sprach von „Epochenwechsel“. Die Ausstattung des S-Bahn-Kernnetzes ist bis Ende des Jahrzehnts geplant. 64 weitere Züge der neuesten Baureihe 490 mit digitaler Technik seien bestellt und würden ab 2025 eingeflottet. Hintergründe gibt es hier bei der S-Bahn. Der NDR berichtete so.

Elbbrücken-Brand: Ab Montag S3 und S31 wieder im 5-Minuten-Takt

Am Dienstag verkündete die S-Bahn Hamburg, dass die vorläufigen Reparaturen an der Station Elbbrücken (nach einem LKW-Brand Anfang August) kurz vor dem Abschluss stünden. Ab dem 19. September fahren wieder S-Bahnen der Linien S3 und S31 im Fünf-Minut…

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4 Antworten auf „Wochenrückblick: Automatik-S-Bahn im Fahrgasteinsatz und U5-Bau soll extrem Co2-arm werden“

zur U5:
Vorweg: ich finde es gut, daß man sich ernsthaft mit dem Thema Co2 Ausstoß während des Baus beschäftigt und auch versucht, eine Minimierung – das darf dann auch etwas mehr kosten – zu erreichen. Ob 70% realistisch wird sich zeigen. Allerdings wäre es schon absurd, wenn in Hamburg ein Tower baut und auch zahllose Straßenprojekte bei denen dieses Thema bisher keine Rolle spielt aber genau deswegen die U5 nicht baut. Und an die Stadtbahn only Befürworter gewandt: Die Vorstellung, daß es ein Individual Klagerecht für die Einhaltung der CO2 geben könnte würde die Grundlagen unseres Rechtsstaates ad absurdum führen. Dieter Doege (NVB) hat ja auch mittlerweile ein weiteres Steckenpferd – ich will die U5 nicht – gefunden:
Er meint, daß die U5 in Gänze nicht förderungsfähig sei obwohl gerade die entsprechenden Förderungsrichtlinien geändert wurden wodurch selbst der Ost Abschnitt – der ja von Hamburg vorfinanziert wird – eine Förderung erhalten kann. Oh ja und natürlich die Behauptung, das die Kassen “leer” seien. (Was nicht stimmt und auch zeigt, daß man bei den Stadtbahn only Befürwortern von öffentlicher Finanzwirtschaft keine Ahnung hat und auch nicht haben will. Auch “Dank” Dieter Doege (NVB) und CO wird es in Hamburg bis mindestens Ende der dreißiger Jahre keine Stadtbahn geben, da diese Leute die ganze PRO Stadtbahn Idee mit ihrem oft falschen und immer unwissenschaftlichen “Expertisen” in Verruf gebracht haben. Und leider meint die Linke, auf diesen Stadtbahngeisterzug aufspringen zu müssen.
(PS: ich bin für Stadtbahnstrecken und hielte Bsp. eine Strecke von Bramfeld (U5) über Farmsen Richtung Dulsberg, Denhaide und dann Kampnagel (u5) für eine sehr interessante erste Strecken alternative) aber “Dank” der Stadtbahn only Fans ist das zur Zeit nicht vermittelbar.
Ach ja und ich finde auch nicht alles an der U5 gut geplant. (Stephansplatz, Rübenkamp)

Die private Klima”studie” der U5-Gegner ist übrigens in den Gutachten (beispielsweise der Stuva) zerrissen worden:
“Aus diesem Grund sind die in der Privatstudie ermittelten THG-Emissionen um ein Vielfaches zu hoch. Anhand eigener Nachberechnungen kann beispielsweise für die Stahlbetonbauweise dargelegt werden, dass die ermittelten THG-Emissionen um knapp das
sechsfache überschätzt werden.”

Dazu habe ich aber bislang noch kein Wort von NVB & Co. gelesen. Das wird dann vermutlich ignoriert.

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