Wochenrückblick: Bus-Ausfälle nehmen drastisch zu und Radverkehr nimmt ab

Außerdem: DB macht wenig Hoffnung auf pünktlichere Züge im Norden, Hamburger Senat rechnet nicht mehr mit vollständig fertigem neuen Bahnhof Altona bis 2027, umstrittenes Verkehrsmittel legt weiter zu, viel Geld für die Busbeschleunigung wurde nicht investiert und die geplanten Bahn-Kürzungen im Hamburger Umland sind vielleicht nur ein PR-Bluff? Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Region.
Christian Hinkelmann
Stau mit PKW und Bussen am Gänsemarkt in Hamburg
Stau mit PKW und Bussen am Gänsemarkt in Hamburg

Hier fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für Hamburg und Umland zusammen.

Hamburger Busse: Ausfälle nehmen dramatisch zu

Der Hamburger Busverkehr hat ein massives Zuverlässigkeitsproblem. Bei den Hochbahn-Bussen wurden im ersten Quartal dieses Jahres rund 51.800 Fahrten gestrichen, im Vorjahresquartal waren es noch rund 20.800, teilte der Hamburger Senat auf CDU-Nachfrage mit.

Das bedeutet einen Zuwachs von knapp 150 Prozent! Noch schlimmer war die Ausfallquote bei der VHH: Sie stieg im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um sagenhafte rund 1.200 Prozent – von rund 3.800 Ausfällen im ersten Quartal 2023 auf rund 50.300 Anfang 2024. Die Hamburger Verkehrsbehörde nennt als Grund vor allem die Streiks zu Jahresbeginn bei Hochbahn und VHH. Dazu dürften die akuten Personalprobleme sich ebenfalls in den Zahlen abbilden.
Mehr hier: Parlamentsdatenbank und Abendblatt (€)

Bahn macht wenig Hoffnung auf pünktlichere Züge im Norden

Obwohl die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahren immer wieder neue Qualitätsoffensiven und Verbesserungen bei der Zuverlässigkeit versprochen hat, läuft der DB-Reg…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Der Hamburger Hauptbahnhof: der meistgenutzte Bahnhof Deutschlands – und eine historische Fehlplanung. (Foto: Christian Hinkelmann)

Hamburgs Hauptbahnhof: Ein Konstruktionsfehler seit 1906

Der Hamburger Hauptbahnhof ist chronisch überlastet. Doch das Problem ist kein neues: Historische Dokumente zeigen, dass der Bahnhof schon bei seiner Eröffnung vor rund 120 Jahren zu klein war. Eine Analyse der Fehlplanungen, die bis heute für Verspätungen sorgen – und warum die Kunsthalle abgerissen werden sollte.

S-Bahn am Bahnhof Hamburg-Jungfernstieg. (Foto: Christian Hinkelmann)

Das ändert sich am 14. Dezember im HVV – die finale Übersicht

Besseres Nachtbussystem und mehr Regionalzüge zum Hauptbahnhof einerseits und weniger AKN-Züge und ein abgehängter Bahnhof Altona andererseits. Der neue HVV-Fahrplan bringt für Fahrgäste Licht und Schatten. Hier die vollständige Übersicht.

5 Antworten auf „Wochenrückblick: Bus-Ausfälle nehmen drastisch zu und Radverkehr nimmt ab“

Beim Anwohnerparken gibt es zwei Gewinnergruppen und eine Verlierergruppe.

Es gewinnen die Anwohner, welche viel leichter einen Parkplatz finden. Dies gilt auch für die Kurzparker (bspw. Arztbesucher), wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Die Verlierer sind die ortsfremden Dauerparker, also in der Regel Beschäftigte von ansässigen Unternehmen. Diese müssen mit Bus und Bahn fahren, was wohl auch politisch gewollt ist.

Ungerecht finde ich die Gebühr für die Anwohner. Die sollten ihren Parkausweis umsonst erhalten. Gerechtfertigt dagegen finde ich die Gebühr für die Kurzparker. Allerdings ufern diese Gebühren derzeit bundesweit beschleunigend aus.

Bei der Fahrgastbeteiligung zum nächsten Fahrplan war von Angebotskürzungen keine Rede. Wenn also wirklich in SH gekürzt werden soll müsste die Fahrgastbeteiligung neu eröffnet werden damit die Fahrgäste Stellung nehmen können!

Kleine Anfrage ans Nahverkehr Hamburg Team:

Macht ihr anlässlich der BV-Wahlen dieses Jahr wieder eine Umfrage an die Parteienvertreter*innen in den Bezirken bezüglich ihren Forderungen zur Verkehrspolitik?
Interessant fände ich z.B. auch die Darlegung von von den jeweiligen „zentralen Parteihaltungen und -präferenzen“ abweichende Meinungen und Forderungen von Bezirksvertreter*innen, gerade auch, wenn diesmal neue und jüngere Spitzenkandidat*innen aufgestellt wurden.

Danke schön und ein schönes Wochenende!

Hallo Herr Ruge, vielen Dank für Ihre Nachfrage. Aus Kapazitätsgründen schaffen wir das bei der anstehenden Bezirkswahl leider nicht, aber dafür dann wieder bei der nächsten Bürgerschaftswahl.

Herzliche Grüße

Christian Hinkelmann

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner