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Wochenrückblick: Hochbahn bestellt neue U-Bahnen und E-Scooter feiern 5. Geburtstag

Außerdem: Hafenfähren senden endlich Echtzeitdaten, Hamburg will viel Geld in Verkehrswende stecken, Schleswig-Holstein spart dagegen beim ÖPNV, der HVV kassiert viel Bußgeld von Bettlern und die AKN frustriert ihre Fahrgäste mit überraschender Ersatzbus-Änderung. Hier sind die wichtigsten Nachrichten der Woche zu Mobilität in Hamburg und Region.
Christian Hinkelmann
Visualisierung: So soll die neue U-Bahn-Generation in Hamburg vom Typ DT6 aussehen.
Visualisierung: So soll die neue U-Bahn-Generation in Hamburg vom Typ DT6 aussehen.
Foto: Hochbahn

Hier fassen wir Ihnen alle wichtigen Mobilitätsnews der Woche für Hamburg und Umland zusammen.

Hochbahn vergibt Auftrag für fahrerlose U-Bahnzüge

Lange wurde darauf gewartet, jetzt ist es passiert: Die Hochbahn hat den Auftrag für den Bau der neuen U-Bahnzug-Generation DT6 vergeben. Das gab das Unternehmen im EU-Ausschreibungsportal TED bekannt. An wen der Auftrag ging, ist noch unbekannt. Der Auftrag besteht aus zwei Teilen und hat eine Laufzeit bis Ende 2048 (!). Der erste Teil umfasst die Entwicklung und Installation eines neuen Betriebsführungssystems für die U-Bahnlinie U5, die ohne Fahrer auskommen soll. Dieses System steuert unter anderem die Züge, Bahnsteigtüren, Fahrgastinformation, Videoüberwachung und die Energieversorgung. Der erste Abschnitt der neuen U5-Strecke soll laut Ausschreibung erst Ende 2028 in den Testbetrieb gehen. Bisher sprach die Hochbahn immer von 2027. Der zweite Teil des Auftrags betrifft den Bau und die Lie…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „Wochenrückblick: Hochbahn bestellt neue U-Bahnen und E-Scooter feiern 5. Geburtstag“

Zum Abschnitt: „Schleswig-Holstein investiert Millionen in Radverkehr“
Wie sollen denn das die Kommunen und Kreise machen, dass sie bis Ende 2024 20 Millionen € für Radwege ausgeben. Entweder ist das eine Falschmeldung, oder eine perfide „Wir tun so, als fördern wir den Radverkehr, aber machen es so, dass es nicht funktioniert“-Masche.

Ich hätte kein Problem fürs D-Ticket mehr zu bezahlen wenn die Erhöhung nur die Inflation ausgleicht. Was schlecht wäre, wäre eine darüberhinausgehende reale Verteuerung. Der Verbraucherpresiindex war im Mai 2023 übrigens 116.5, und ist in Mai 2024 119.3, also ein Plus von 2,4%. Das entspräche einer Erhöhung des D-Ticket-Preises von 49€ auf 50,18€. Damit könnte ich jedenfalls leben.

Das Bild von DT6 finde ich sehr schön, ich würde gerne vorne rausschauen könne. Aber gibt es bei vollautomatischen U-Bahnen eigentlich Vorschriften was Knautschzonen usw angeht? Wie realistisch ist eine riesige Glasscheibe ganz vorne? Bei den Hafenfähren finde ich die auch sehr schön, aber die kommen ja jetzt leider wieder weg…

Ich finde es schade, dass die Hochbahn keine speziellen DT6 für die U3 bestellt hat, also durchgehende neunteiligen Züge, um die 90-m-Bahnsteige voll auszunutzen. Durch die höhere Kapazität (verglichen mit zwei gekoppelten Vierteilern mit insgesamt vier Führerständen, zudem bessere Verteilung der Fahrgäste im Fahrzeug) hätten manche Verstärkerfahrten entfallen können. Zudem steigern durchgängige Züge das Sicherheitsgefühl. Mir ist klar, dass die jetzigen Werkstätten und Prozesse nicht für so lange Züge ausgelegt sind und dort aufwendige Erweiterungen notwendig wären, was in Barmbek wohl nicht einfach werden würde, aber sicherlich deutlich billiger als der Ausbau der verbleibenden Stationen auf 120 m.

Und trotz der obigen Hindernisse: Wenn man noch etwas mehr Geld in die Hand genommen und die bestehenden 90-m-Station bei Signalen etc. angepasst hätte, wären vielleicht sogar 10-Wagen-Züge denkbar, mit Endwagen mit nur einer Tür. Oder braucht es eine separate Tür zum Führerstand am Bahnsteig?

Auch wenn die Einschnitte im Bahnvekehr durch fehlendes Geld nicht schön sind, finde ich die getroffene Auswahl angesichts der finanziellen Lage dennoch einigermaßen verkraftbar. Meiner eigenen Erfahrung nach fällt ein nennenswerter Teil der betroffenen Fahrten ohnehin regelmäßig baustellenbedingt aus. Wenn man nun tatsächlich freiwerdende Personalkapazitäten nutzt, um z.B. die angespannte Personalsituation auf der RB 85 zu stabilisieren, ist dem Bahnverkehr zumindest an anderer Stelle ein wenig geholfen.
In der Diskussion zu diesem Thema wird in meinen Augen sowieso häufig unterschlagen, dass Schleswig-Holstein für ein nicht allzu dicht besiedeltes Flächenland eigentlich über einen durchaus passablen SPNV verfügt. Sollten die Zahlen des Verkehrsministeriums stimmen, gab es in den letzten Jahren ja auch Bemühungen, das System Bahn mit eigenen Mitteln stärker zu finanzieren als vorher. Wenn ich mir die Nachbarn in Mecklenburg oder Niedersachsen so ansehe, haben wir es unter der Regie von NAH.SH nicht gerade schlechter.

Im letzten Absatz scheint sich ein kleiner Fehler beim Link eingeschlichen zu haben, jedenfalls behandelt der Abendblatt-Artikel eine Story über die HAW.

Die Hochbahn scheint trotz der hohen Verluste immer noch aus dem Vollen zu schöpfen. Genauso überflüssig wie die U5 ist die Bestellung der neuen Fahrerlosen U-Bahnzüge. War es bisher Merkmal der Hamburger u-bahn, dass die Züge freizügig im gesamten Netz einsetzbar waren, ist das mit der neuen DT6 Generation vorbei! Warum nicht die bewährte DT5 Serie nachbestellen, wenn man mehr Züge braucht? Sparen muss Hamburg erst noch lernen!
Hamburg feiert 5 Jahre E-Scooter, die das Stadtbild verschandeln und ein Hindernis für Radler, Fußgänger und mobilitatseingeschraenkte Personen sind! Gratulation für die (Rück-)Fortschritt! Andere Großstädte wie Paris und Valencia sowie andere Städte verbieten konsequent den Unsinn der amerikanischen Click-economy! Aber vielleicht löst sich das Problem von alleine, wenn nach dem anhaltenden China-bashing durch unsere Politik die Chinesen einfach diese Dinger nicht mehr nach Deutschland liefern! Dann werden plötzlich alle sehr schmallippig.

Als Bahnexperte wissen Sie, dass fahrerlose U-Bahnen 1. der aktuelle Stand der Technik sind, 2. für die angestrebten Zugfolgezeiten unabdingbar sind und 3. in Zeiten von extremer Personalknappheit auch sehr sinnvoll sind. Die Technik spart ja auch Personalkosten und man kann der Hochbahn wohl zutrauen ihre Flottenplanung so zu gestalten, dass immer genug Fahrzzeuge zur Verfügung stehen. Auch im Moment werden die Zugtypen ja relativ typenrein auf den Linien eingesetzt. Man sieht also: das funktioniert.

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