Wochenrückblick: HVV-Abo gilt im September fast deutschlandweit, „Flop 10“ für Radfahrer und Bahnhof Steinstraße barrierefrei

Zur Fahrradstadt ist es noch ein weiter Radweg, die Zusatztreppen am Hauptbahnhof fliegen ein, ein weiterer U-Bahnhof ist barrierefrei und HVV-Abonnenten können im September durch fast ganz Deutschland fahren. Das war diese Woche im Hamburger Nahverkehr los.
Thomas Röbke
Eine Hamburger S-Bahn auf den Norderelbbrücken.
Eine Hamburger S-Bahn auf den Norderelbbrücken.

Sie sind regelmäßig mit dem HVV, dem Fahrrad oder mit einem der neuen Mobilitätsdienste in Hamburg und Umland unterwegs? Sie wollen für Ihre Fahrten immer auf dem Laufenden sein – über Fahrpreiserhöhungen, Streckensperrungen, Neuheiten und Verbesserungen? Sie haben zu wenig Zeit, sich jeden Tag alle News zusammenzusammeln und wollen trotzdem alles wissen, was für Ihre persönliche Mobilität relevant ist?

Dann sind Sie hier richtig!

Jeden Freitagmorgen fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg kurz, knapp und kompetent zusammen. Verschaffen Sie sich damit einen schnellen Überblick – und wenn Sie tiefer in die einzelnen Themen eintauchen wollen, finden Sie dort Links zu weiterführenden Informationen.

Außerdem geben wir Ihnen hier einen kurzen Ausblick auf die wichtigsten aktuellen Baustellen und Streckensperrungen im HVV für die kommenden sieben Tage. Damit wissen Sie immer rechtzeitig Bescheid, was Sie in der kommenden Woche auf Ihrem Arbeitsweg erwartet.

Und das war in dieser Woche im Hamburger Nahverkehr für Sie wichtig.

Hamburgs mieseste Radfahr-Strecken: ADFC veröffentlicht „Flop 10“

Der Fahrradclub ADFC beklagte sich diese Woche ausnahmsweise nicht über schlechte Radwege in der Hansestadt, sondern über gar keine Fahrradwege – auf wichtigen Verbindungsstraßen nämlich. In seinen „Flop 10“ benennt er die zehn schlimmsten Beispiele für wichtige Straßenabschnitte, auf denen es weder Radwege gibt noch die Stadt dort welche plant. ADFC-Experte Tom Jakobi: „Es sind dabei allesamt Straßen, die breit genug sind, um ohne aufwändige Umbauten Lösungen für sichere Bedingungen fürs Rad herzustellen – etwa durch sogenannte Pop-up-Radwege.“ Der Senat solle innerhalb von sechs Monaten Pläne für diese Straßen vorlegen. Jakobi: „Wir werden anhand dieser Liste messen, wie ernst es der Senat mit der von ihm versprochenen Fahrradfreundlichkeit meint.“ Die Reeperbahn führt die „Flop 10“ an, es folgen Herbert-Weichmann-Straße / Sierichstraße, Simon-von-Utrecht-Straße, St.-Pauli-Fischmarkt, Buxtehuder Straße / B 73, Lesserstraße, Nedderfeld, Ring 2 zwischen Barmbek und Wandsbek, Bei St. Annen…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Thomas Röbke ist freier Redakteur in Hamburg und schaut bei der Arbeit direkt auf den ZOB. Nach Aussage seiner Mutter war sein erstes Wort „Bus”. Vorm Einschlafen schaut er gerne bei Youtube Videos mit Hamburger Straßenbahnen. Wenn er wach ist, schreibt er über alles außer Sport.

Auch interessant

Heute kaum vorstellbar: Im Frühjahr 1976 wurde dieser Eisenbahnwaggon von einem Lastwagen auf einem schmalen Gleis über die Kreuzung Barnerstraße/Bahrenfelder Straße mitten in Ottensen (bei der FABRIK) gezogen. Das markante Eckgebäude steht immer noch und soll demnächst abgerissen werden. (Foto: Rainer Dodt)

Best-of: Die Geschichte von den Lastwagen-Güterzügen in Ottensen

Wer mit offenen Augen durch Ottensen und Bahrenfeld läuft, hat sie vielleicht schon mal gesehen: die vielen alten Gleisreste in Straßen und Industriehöfen. Was viele nicht wissen: Auf ihnen rollte noch bis 1981 eine Art Güterstraßenbahn. So sah der Betrieb damals aus.

Bis in die 1960er Jahren fuhren direkt neben dem heutigen Stadion des FC St. Pauli Güterzüge – nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Verkehrsinfrastruktur in Hamburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

Best-of: Als noch Züge zum Millerntor-Stadion fuhren

Neun Beispiele zeigen anhand von historischen Stadtplänen, wie stark sich die Verkehrswege in Hamburg seit den 1940er-Jahren verändert haben, wo Bahngleise und Straßen verschwunden sind und wo neue dazu kamen. Eine Zeitreise.

Ein Radweg in der finnischen Stadt Oulu. Der Winterdienst gilt dort gilt weltweit als Vorbild.

Schlechter Winterdienst auf Hamburger Radwegen? So geht es besser

Viele Hamburger Radwege sind im aktuellen Wintereinbruch schlecht geräumt. Dass das mit vertretbarem Aufwand auch deutlich besser laufen könnte, zeigt eine Großstadt in Finnland. Sie setzt auf strenge Vorgaben, hohe Strafen, ein innovatives Feedback-Modell und Schwarmintelligenz. So sieht ihr Erfolgsrezept im Detail aus.

2 Antworten auf „Wochenrückblick: HVV-Abo gilt im September fast deutschlandweit, „Flop 10“ für Radfahrer und Bahnhof Steinstraße barrierefrei“

Was bitte soll die Aufmacher-Überschrift „HVV-Abonnenten können im September durch fast ganz Deutschland fahren“?
Auf der HVV-Seite ist zumindest auf den 1. Blick nichts zu finden.

Nein, es steht dazu noch nichts auf der HVV-Website. Unsere zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten sind eben oft früher informiert. 😉

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner