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Wochenrückblick: Schweigeminute im HVV und Busverkehr soll in der Mö bleiben

Außerdem: Busverband in Niedersachsen droht mit Nicht-Anerkennung des Deutschlandtickets, S-Bahn nach Osdorf verzögert sich wohl weiter, zusätzliche Hafenfähre soll ab Sommer den Betrieb zuverlässiger machen und die AKN stellt auf ihrem gesamten Streckennetz den Verkehr ein. Das war diese Woche im Hamburger Mobilitätssektor wichtig.
Christian Hinkelmann
Weitgehend autofrei und mit viel Platz für Busse und Fahrräder: So könnte die Steinstraße in Hamburg in Zukunft aussehen.
Weitgehend autofrei und mit viel Platz für Busse und Fahrräder: So könnte die Steinstraße in Hamburg in Zukunft aussehen.
Foto: www.moka-studio.com

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg zusammen – kurz, knapp und kompetent. Außerdem finden Sie hier die wichtigsten neuen Baustellen und Fahrplaneinschränkungen für die kommenden Tage im HVV.

Schweigeminute für Kriegsopfer: HVV stand am Freitag still

Genau ein Jahr nach Kriegsbeginn in der Ukraine gab es am Freitagmittag eine Schweigeminute, an der sich unter anderem auch der HVV beteiligt hatte. Um Punkt 12 Uhr standen Bahnen und Busse von Hochbahn, S-Bahn und VHH – sofern es betrieblich möglich ist – eine Minute lang still, erklärte der Verbund auf seiner Facebook-Seite.

Buslinien in Mö und Steinstraße sollen bleiben

Nachdem in den vergangenen Jahren viel mit der Buslinienführung in der Hamburger Innenstadt experimentiert wurde – teilweise mit einer komplett busfreien Mönckebergstraße – sieht jetzt alles danach aus, dass die aktuelle Aufteilung der Linien sowohl in der Mö als auch in der parallelen Steinstraße dauerhaft so bleiben soll. Außerdem soll die Steinstraße neugestaltet werden. Die provisorischen Bus- und Fahrradspuren sollen bleiben und ein Teil der Straße soll für den normalen Autoverkehr komplett gesperrt werden. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) stellte die Pläne am Montag vor. Sie waren in den vergangenen Monaten in unterschiedlichen Gremien mit allen Behörden, Dienststellen, Verkehrsunternehmen und Innenstadt-Akteuren beraten, sowie in der Stadtwerkstatt vorgestellt worden. Bis zum Baubeginn da…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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12 Antworten auf „Wochenrückblick: Schweigeminute im HVV und Busverkehr soll in der Mö bleiben“

Es ist echt traurig. Keiner der Verantwortlichen traut sich offen zu sagen, was eigentlich schon seit Jahren klar ist: Es wird weder U- noch S-Bahn nach Lurup und zum Osdorfer Born geben. Man hat wohl gemerkt, dass die U5 in den tiefen Westen nie förderfähig wäre und hat die mögliche S32 aus dem Hut gezaubert. Um jetzt nicht mit leeren Händen dazustehen, soll es das super „Hochleistungsbussystem“ geben. Und zum tausendsten Mal: warum nicht gleich eine Straßenbahn?

Prinzipiell komme ich ja an die Entscheidung S32 statt U5 (unabhängig von der Förderfähigkeit) ran, wenn man die Erschließung der Science City als Ziel ins Auge fasst.

Was die Stadtbahn in diesem Bereich betrifft: irgendwo habe ich mal gelesen, dass das fürs DESY auch nicht ohne wäre. Zumindest wohl auch wieder ein Gutachten notwendig…

Und auch zum hundertsten Mal die Frage: Wo wäre in dem Bereich Platz für einen Betriebshof? Und viel wichtiger, wo soll sie enden? Wer einmal mit der 2 von Altona nach Bornkampsweg (und zurück) fährt, möge sich mal vorstellen, dass wäre kein Bus sondern da müsste Platz für eine Flexity sein. Da fehlt mir leider die Vorstellungskraft.

das stimmt von A bis Z nicht. Das Problem ist, was soll man in Lurup und Osdorf in 10 Jahren haben. Und als Zwischenloesung wird halt jetzt ein Schnellbus angedacht. (Uebrigens werden in Adelaide und Brisbane entsprechende Systeme entweder gerade gebaut bzw. sind seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz. In Japan gibt es die auch). Warum allerdings die S Bahn nicht wenigstens bis von Sauer Strasse angefangen wird, erschließt sich mir nicht. Denn in Diebsteich wird die S-Bahn doch sowieso ausgefädelt und mit dem VT Tunnel muß dort ja was gemacht werden.
Eine Stadtbahn hat übrigens die gleichen Probleme mit Daisy wie eine U oder S Bahn.

Also, die U5 frisst unglaublich viele Ressourcen. Man hat daneben die vergleichbar kleine U4 in die Horner Geest, die aber auch realisiert werden will. Zusätzlich denkt man laut über eine Verlängerung der U4 nach Wilhelmsburg nach. Die Deutsche Bahn ist gut beschäftigt mit der Verlegung vom Bahnhof Altona, dem „Verbindungbahnentlastungtunnel“ und der S4. Glauben denn hier alle man kann beliebig noch neue Projekt draufsatteln, vor allem, wenn Sie schwieriger werden als vorher angenommen? Eine kilometerlange Tunnelstrecke für die S-Bahn ist mit das teuerste und aufwändigste, was man sich im ÖPNV vorstellen kann. Ich glaube einfach nicht, dass so ein Projekt einfach zu finanzieren ist, bald umgesetzt werden kann und weit oben in der Prioritätenliste steht. Die Frage ist da eher, wollen die Leute die nächste 30 Jahre einen Schnellbus und vielleicht irgendwann nach 2050 eine S-Bahn, sofern sie jemals kommt oder gibt es Alternativen? Wenn die Stadt ernsthaft einen BRT konzipiert und alleine finanziert, da nicht vom Bund förderfähig, dann wird das sicherlich keine Zwischenlösung! Für mich steht die Straßenbahn als gute finanzierbare und effiziente Alternative bereit, die deutlich früher kommen könnte als eine S-Bahn und deutlich mehr Leistung aufweist als jeder Bus. Und Fragen zu der genauen Strecke, Lage von Betriebshöfen etc. müssen dann natürlich geklärt werden. Aber auf der anderen Seite ist auch nichts bei einer S-Bahn klar. „Warum allerdings die S-Bahn nicht wenigstens bis von Sauer Strasse angefangen wird?“ Ja, von wo aus soll denn gebaut werden? Vielleicht fährt in 20 Jahren schon keine S-Bahn mehr auf der Verbindungsbahn!

Der Wochenrückblick zeigt eins: im öffentlichen nahverkehr in Hamburg hakt es gewaltig un die Deutsche Bahn tut und lässt, was sie will, ohne Rücksicht auf Fahrgäste und Pendler. Noch unverfrorener ist die Informationspoltiik. Jetzt rückt sie erst häppchenweise damit heraus, was alles gesperrt wird. Prellbock Altona hat schon vor 14 Tagen die Öffentlcihkeit darüber informiert! Und noch immer hängen am Bahnhof Altona Fahrpläne mit Gültigkeit bis 31.3.2023 aus, in denen mit keinem Wort auf die Betriebsstillegung des Bahnhofs Altona vom 4.-19.3. hingeweisen wird. Davon sind Reisende während der Hamburger Schulferien und die Pendler aus Schleswig-Holstein geanz besodners betroffen.
Die Nichtakzeptanz des 49 Euro-Tickets du rch die neidersächsischen Busunternehmen ist schlicht der Hammer. Da die ja Auftragsverkehre betreiben, ist es Pflicht der Aufgabenträger dafür zu sorgen, dass die das Angebot bereitstellen und die Busunternehmen ggfs. dafür finanziell entschädigt werden. Hier scheinen einige Disponenten und Geschäftsführer um ihren Job zu fürchten, und torpedieren daher das 49Euro Ticket. Natürlich wird durch das Flatrate-Ticket ein (überfälliger) Konzentrationsschub bei den Anbieter des ÖPNV ausgelöst. Aber die Kleinstaaterei im deutschen ÖPNV darf nicht zu Lasten der Fahrgäste gehen.

Das mit den Aushangfahrplänen war schon immer so…

Aber gut, dass Prellbock mal wieder völlige Ahnungslosigkeit, bezüglich des Aufgabenbereichs eines Disponenten offenbart.

Trauriger Höhepunkt des Postings von Herrn Jung ist aber die Uhrzeit, zu der es geschrieben wurde.

„Reisende während der Hamburger Schulferien“

Da ist man einer ganz großen Sache auf der Spur. Welche Gründe könnte es bloß geben, dass geplante Baumaßnahmen so oft in die Ferienzeit gelegt werden? Haben die Fachleute sowas nicht auf dem Schirm, während man es selbst ja sowieso immer besser weiß? Oder machen sie das absichtlich, um die Fahrgäste zu schikanieren? Eine andere Erklärung kann es ja schlichtweg nicht geben, ne?

persönlich steige ich bei meinen 4 Fernfahrten im Jahr ex Hamburg gern in Altona ein (und ich wohne in Fuhlsbüttel). Vor allem, weil ich es noch nie erlebt habe, das in Altona die Züge bereits voll sind – in der Tat steigen die Allermeisten am HBF ein. Ein weiteres ja in der Tat subjektives Indiz, daß es außer für Herrn Jung mit der Beliebtheit des alten Altonaer Fernbahnhofs nicht soweit her sein kann.

Die Weigerung der Busunternehmen auf dem Land das Ticket anzuerkennen ist der einzig richtige Weg!!

Auf dem Land ist nun mal so, dass die Unternehmen sich direkt aus den Ticketeinnahmen finanzieren oder finanziell nicht mehr weiter machen können. Da Busleistungen ausgeschrieben werden und nur der billigste den Auftrag gewinnt, ist da wirklich alles weggespart. Häufig sitzen die Eigentümer sogar selbst mit am Steuer. Wer da von Geschäftsführer fabuliert, die um ihren Job fürchten, hat keine Ahnung. Die Busunternehmen und alle Busfahrer fürchten völlig berechtigt um ihre Existenz. Die kleinen Betriebe haben ab Mai keine Einnahmen mehr!!!

Denn das D-Ticket wird bei denen gekauft, die google ganz vorne listet. Also beim HVV oder bei transdev und der (bei Herrn Jung besonders kritisierten) Deutschen Bahn. Die kleine Unternehmen hatten nie das Geld einen Online-Shop für das D-Ticket aufzusetzen, denn die Land-Kommunen haben den ÖPNV seit Jahrzehnten tot-gespart.

Nur mit dem öffentlichen Druck dadurch gibt es eine Chance die Finanzierung des ÖPNV auf dem Land endlich zu verbessern.

Gelingt dies nicht, muss eine dreistellige Zahl an Busunternehmen ihren Betrieb einstellen. Dann bricht auf dem Land alles zusammen, weil ohne deren Schulbusse kein Schulbetrieb mehr läuft. Aber vielleicht braucht es erst so einen GAU.

Hat man eigentlich noch die Anbindung von Lurup und dem Osdorfer Born über die U5 auf dem Schirm?
Klar, dauert auch noch Jahrzehnte bis die U5 an den Arenen ist, aber man könnte sie ja wie ursprünglich geplant verlängern.
Ob und wie man dann Bahrenfeld, Desy und alles weiter südlich anbindet, kann man dann ja noch in Ruhe überlegen. Allerdings halte ich die S-Bahn eh für eine schlechte Idee, weil das Ausfädelungsgewürge in Altona sehr fragwürdig ist, die Baukosten durch größere Tunnel und längere Stationen höher als für U-Bahnen sein dürften und man kaum mehr als einen 10min Takt erreichen kann, was für so eine wichtige Strecke in der HVZ sehr unkomfortabel ist.

… oder wie einstens versprochen, von beiden Seiten anfangen zu bauen. Dann könnte in relativ zeitnaher Zukunft wenigstens vom Osdorfer Born bis Stellingen, vielleicht auch bis Hagenbecks Tierpark gefahren werden. (Letzteres hätte den Vorteil, dass die Hochbahn den Fahrzeugaustausch der dann z.B. U51 über ihr eigenes Netz durchführen könnte, statt mit irgendwelchen Tiefladern auf der Straße.)

Jetzt gibt’s erst mal ein „Hochleistungsbussystem“. 😂 (Warum nicht gleich ein Höchstleistungsbussystem? Achso, die Steigerung muss für später noch möglich sein. 🤣 )
Es wird vermutlich wie bei Jenfeld werden…

Schönes Wochenende!

Ja, das wäre eine Idee.
Was so ein „Hochleistungsbussystem“ ist, kann man prima an der S-Bahn Holstenstraße sehen, wo sich auf engstem Raum bus- bzw. bahnladungsweise Fahrgäste an der Bushaltestelle, der Ampel oder auf dem Fuß- und Radweg stapeln. Währenddessen kann man den Busfahrplan in der Pfeife rauchen, weil die Dinger ja eh im Stau auf der Bahrenfelder Chaussee hängen.

Richtig wild wäre natürlich eine neue U-Bahn, die den Westen anbindet und gleich das Loch stopft, was entsteht, wenn man den VET weiter im Norden baut ^^

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