Wochenrückblick: Neue U-Bahn-Anzeiger und neuer Schub für S-Bahn nach Elmshorn

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche in Hamburg und Umland: Die Hamburger U-Bahnhöfe bekommen nach 30 Jahren modernere Fahrzielanzeiger, eine S-Bahn nach Elmshorn wird wieder wahrscheinlicher und die Bundesregierung versucht offenbar, die Eröffnung der Fehmarnbeltquerung zu verschieben.
Christian Hinkelmann
Im U-Bahnhof Horner Rennbahn hängen die ersten neuen Zugzielanzeiger einer neuen Generation. (Foto: Christian Hinkelmann)
Im U-Bahnhof Horner Rennbahn hängen die ersten neuen Zugzielanzeiger einer neuen Generation. (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir Ihnen die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Neue Anzeige-Displays für Hamburgs U-Bahnhöfe

Nach rund 30 Jahren Dauerbetrieb gönnt sich die Hochbahn endlich neue digitale Anzeiger in ihren U-Bahnstationen. Die ersten Vertreter der neuen Displays vom Hersteller Funkwerk hängen in der U2-Haltestelle Horner Rennbahn – rund 360 weitere sollen folgen, schreibt der Blog „DT5 Online“.

Demnach soll die flächendeckende Umrüstung aller U-Bahn-Stationen rund zwei Jahre lang dauern. So lange können die neuen Anzeiger dem Bericht zufolge nur die Informationen anzeigen, die auch die alten Displays anzeigen können, weil die Software dahinter in der Übergangsphase mit neuen und alten Anzeigern kompatibel bleiben muss.
Mehr hier: dt5-online.de

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Wochenrückblick: Neue U-Bahn-Anzeiger und neuer Schub für S-Bahn nach Elmshorn“

Zur S-Bahn von Elmshorn nach HH: es ist mehr als dringend erforderlich, zwischen Elmshorn und Pinneberg 2 neue Gleise zu bauen. Aber warum bitte für eine deutlich langsamere und unbequemere S-Bahn? Die Fahrzeit dauert jetzt bis Hbf ca 25 Minuten, mit einer S-Bahn mindestens 45 Minuten, das ist nicht sehr attraktiv. Toiletten gibt es nicht an Bord, über die Sitzqualität lässt sich sicherlich streiten, ich würde mir das nicht antun wollen.
Da entscheiden wieder Personen, die selbst nicht betroffen sind und wohl noch nie Zug gefahren sind. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich persönlich gewinne langsam den Eindruck, dass man kein Interesse an einem guten und funktionierenden ÖPNV hat.

Die Verschiebung der Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung auf Mitte der 30iger Jahre ist realistisch, weil vorher die DB die Hinterlandanbindung nicht fertigbekommt. Dies zeigt klar die Problem der überdimensionierten Großbauprojekte, ein reiner Eisenbahntunnel mit Autoverladung, so wie beim Eurotunnel nach England wäre nicht nur kostengünstiger sondern auch umweltfreundlicher. Die Zeitverschiebung gibt auch Raum, um eine neue Güterverkehrsstrecke entlang der A1 zu planen und nicht den ganzen Skandinavien-güterverkehr durchs Hamburger Stadtgebiet zu leiten. Dann ergeben sich auch weniger Probleme beim Projekt S4 jenseits von Rahlstedt. Nur bis dorthin macht der Ausbau Sinn, aber dann als Gleichstrom-Bahn.
Der Bau zweier zusätzlciher Gleise von Elmshorn nach Pinneberg macht überaus Sinn, aber für den schnellen Regionalverkehr. Mit S-Bahnzügen sind die Fahrzeiten zu lang. Dass NahSH den Einsatz von leichter zu beschaffenden RE/RB-Zügen ablehnt ist einzig dem Mantral von NahSH geschuldet: Alle Fahrgäste wollen zum Hauptbahnhof. Dem ist aber mitnichten so. Man könnte jeden zweiten RE/RB-Zug aus Richtung Elmshorn am jetzigen Altonaer Bahnhof enden lassen, denn dort wollen viele Schleswig-Holsteiner hin und bis in die Innenstadt ist bis einschließlich S-Bahnhaltestelle Stadthausbrücke der Weg über Altona schneller als über den (ohnehin überfüllten) Hbf. Die mangelnde Verfügbarkeit von S-Bahnzügen ist auch wieder eine Ausrede, um das Projekt auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben.

Als „Anwohnerin“ der A1 ärgere ich mich jedes Mal wieder über den Vorschlag, dort auch noch eine Güterbahnstrecke zu bauen. Schlimm genug, dass es unsere Mitmenschen im Kreis Ostholstein ertragen müssen, aber dort ist die A1 glücklicherweise nicht mehr so stark befahren wie im Raum Hamburg.

Ich empfinde es als zynisch zu glauben, dass es bei den ohnehin schon vom Autobahnlärm geplagten Menschen nicht mehr drauf ankommt.

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