Wochenrückblick: Neuer Streit um Deutschlandticket und Frust bei Fahrdiensten in Hamburg

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche für Hamburg und Umland: Der Preis für das Deutschlandticket könnte schon im kommenden Jahr weiter steigen, zwei Fahrdienste in Hamburg fühlen sich ausgebremst und der Hauptbahnhof-Ausbau wird frühestens 2040 fertig.
Christian Hinkelmann
Menschen laufen im Hamburger Hauptbahnhof vor einem Doppelstock-Zug der Deutschen Bahn
Menschen laufen im Hamburger Hauptbahnhof vor einem Doppelstock-Zug der Deutschen Bahn

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir Ihnen die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Wird das Deutschlandticket teurer?

Bund und Länder beraten heute in einer Sonder-Verkehrsministerkonferenz mal wieder über die Zukunft des Deutschlandtickets. Laut einer Beschlussvorlage der Länder sehen die Bundesländer keine Möglichkeit, mehr als die bisherigen 1,5 Milliarden Euro jährlich für das D-Ticket aufzubringen. Der Bund will aber auch auf keinen Fall mehr zahlen, sondern mittelfristig eher weniger. Somit bleiben nur zwei Möglichkeiten: Deutschlandticket abschaffen oder den Preis hochschrauben, obwohl die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag eigentlich in Aussicht gestellt hat, dass der Preis bis 2029 stabil bleiben soll.

Derweil fordert die ÖPNV-Branche vom Bund unabhängig vom Deutschlandticket deutlich mehr Zuschüsse. Der Lobbyverband der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV) hat errechnet, dass die öffentlichen Zuschüsse bis 2040 jedes Jahr um 1,44 Milliarden Euro steigen müssen – nur, um das heutige Verkehrsangebot zu sichern (mit kleinen Verbesser…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Wochenrückblick: Neuer Streit um Deutschlandticket und Frust bei Fahrdiensten in Hamburg“

SafeNow-App

Die Argumentation, dass die App wieder abgeschafft wird, weil diese zu wenig verwendet würde, kann ich nicht nachvollziehen. Es wird doch in allen Bereichen viel Geld für Sicherheitsmaßnahmen ausgegeben, die in der Regel nicht gebraucht werden, aber in wenigen Fällen sogar lebensrettend sein können. Ein spontan herausgegriffenes Beispiel: Die Sauerstoffmasken im Flugzeug, welche in vielen Flugzeugen bis zur Außerdienststellung wohl nie zum Einsatz kommen.

Ahrensburg-West

Das wird doch ein Millionengrab! Die Anwohner sind bereits mit der U-Bahnstation gut bedient. Ein Umstieg zwischen S4 und U1 dürfte dort nur in einem sehr geringen Maße erfolgen. Wer will schon von Bad Oldesloe nach Volksdorf oder Farmen bzw. von Großhansdorf nach Rahlstedt oder Tonndorf? Ich selbst, in Großhansdorf wohnend, könnte sogar davon profitieren. Aber es sind einfach zu wenige Leute.

„Stattdessen favorisiert Ahrensburg jetzt einen unterirdischen Fußgängertrog zwischen den beiden Stationen, die 170 Meter auseinanderliegen.“
Sehr zu empfehlen abends bei Dunkelheit.
Alternativ könnte ja auch ein autonomer Shuttle eingesetzt werden.

… Hbf-Ausbau frühestens 2040 fertig
… neue S-Bahn-Generation steht dann rum, weil die Strecken nicht fertig sind

HH und SH haben wirklich fertig, was den ÖPNV betrifft.

Anscheinend beschweren sich Uber und Bolt nur deshalb, weil es keine Gesetzeslücke gibt die sie auf dem Rücken des Fahrpersonals ausnutzen können. Beide Dienste sind verfügbar und das Taxengewerbe welches bewusst für den sicheren und fairen Personentransport reguliert ist hat nicht das nachsehen.
Ich interpretiere das also als gutes Zeichen, dass sich die Unternehmen beschweren.

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