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Wochenrückblick: S-Bahn testet neuen Bahnhof, Vay erprobt ferngesteuerte Autos

Außerdem: Geplante Bahnanbindung für Osdorf soll wohl verschoben werden, Studierende in SH bekommen Deutschland-Ticket-Upgrade, VHH macht E-Bus-Riesenbestellung und auf drei wichtigen Bahnstrecken im Hamburger Umland drohen in den nächsten Jahren monatelange Vollsperrungen. Diese Mobilitätsnews waren diese Woche in Hamburg wichtig.
Christian Hinkelmann
Die Bauarbeiten am S-Bahnhof Ottensen in Hamburg kommen nur langsam voran.
Die Bauarbeiten am S-Bahnhof Ottensen in Hamburg kommen nur langsam voran.
Foto: NAHVERKEHR HAMBURG

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg zusammen – kurz, knapp und kompetent. Außerdem finden Sie hier die wichtigsten neuen Baustellen und Fahrplaneinschränkungen für die kommenden Tage im HVV.

Erste Testfahrten am neuen S-Bahnhof Ottensen

Er ist ein Mobilitätswende-Running-Gag im Hamburger Westen: Der neue S-Bahnhof Ottensen. Eigentlich sollte die Haltestelle, an der seit 20 Jahren geplant und gebaut wird, Anfang 2020 in Betrieb gehen, doch wegen diverser Probleme verschob sich der Termin erst auf „Ende 2020“, dann „Ende 2021“, „August 2022“, „Dezember 2022“ und zuletzt „Frühjahr 2023“.

Jetzt spricht die Deutsche Bahn auf NAHVERKEHR HAMBURG-Nachfrage plötzlich vom „spätem Frühjahr 2023“, was ja laut Kalender bis zum 20. Juni dauert. Und: Die neue Station soll dann auch nur zu Hälfte eröffnet werden – mit nur einem statt zwei Zugängen. Der Westzugang wird erst später finalisiert – wann genau, ließ die Bahn offen. Übrigens: In der vergangenen Woche hat die DB schon mal erste Testfahrten am neuen Bahnhof gemacht, indem alle vorbeikommenden S-Bahnen der Linien S1 und S11 dort kurz stoppten. Dabei wurde unter anderem geprüft, ob Signaltechnik und Abfertigung richtig funktionieren. Die Tests liefen erfolgreich, wie ein Bahn-Sprecher gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG erklärte. Immerhin. Wenn die neue Station zwischen Atona und Bahrenfeld dann irgendwann mal fertig wird, sollen dort täglich 5.000 Menschen ein- und aussteigen.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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10 Antworten auf „Wochenrückblick: S-Bahn testet neuen Bahnhof, Vay erprobt ferngesteuerte Autos“

S-Bahn-Station Ottensen: nicht nur ewiges Warten und jetzt „Teilinbetriebnahme“, sondern, und das ist das Schlimmste, die Station ist nicht voll barrierefrei! Und das bei einem Neubau! Es gibt nur einen Aufzug und keine Rolltreppe zu dem Bahnsteig. Steht der Aufzug, und das ist bei DB-Aufzügen zu einem Drittel der Zeit der Fall, dann sind ankommende Rollifahrer aber auch Elternmit Kinderwagen, wenn nicht eine freundlcihe Person beim Tragen hilft, auf dem Bahnsteig gefangen! Und der Westzugang wird eine Kletterbühne mit Treppen nach oben dann über eine Gleisbrücke und wieder Treppen nach unten zum Bahnsteig sein. Das ist besodners Behindertrengercht! Dabei hätte man an dieser Station bei einer Auslegung mit Außenbahnsteigen von beiden Seiten her einen ebenerdigen bzw. Zugang über Rampen haben können, ohne störanfällige Rolltreppen und Aufzüge. In den Niederlanden hätte man eine solche Station mit den dort üblichen Fertigbauteilen für Bahnsteige für nicht mehr als 5 Mio. Euro gebaut. Aber die DB zieht der Stadt – die DB zahlt selber nichts, weil die Station auf Wunsch der Stadt errichtet wurde – für diese Station mehr als 40 Mio. Euro aus der Tasche. Für die Preisdifferenz hätte die Stadt 7 Straßenbahnzüge für einen Verkehr von Altona nach Osdorf kaufen können. Denn die S-Bahn dorthin kommt garantiert nicht, eine Straßenbahn könnte bei gutem Willen in 3-5 Jahren fahren!

in Reading Green park wurde gerade eine vergleichbare Station wie Sie Ihnen ja richtigerweise vorschwebt, also mit Seitenbahnsteige eingeweiht und da ist man auf 23 Mio GBP Baukosten gekommen. Ansonsten ist was die Bahn da in Ottensen da treibt ein einziger Skandal und die Verkehrsbebehoerde..
Sie schweigt wie immer.

Was soll denn eine S-Bahn durch den Volkspark, die dann irgendwann um 2050 fertig wird? Jetzt wäre es an der Zeit offen über Alternativen zu sprechen. Und ja, auch eine Straßenbahn sollte geprüft werden.

eine Stsdtbahn ist auf der Trasse aber eben auch nicht möglich, da sich die gleichen Probleme hervorruft. Man muß erst einmal genau sehen, wie weit die Verlegung der S-Bahntrasse tatsächlich sein muß.
Und wen man sich für eine Stadtbahn nach Lurup ausspräche: Ist das überhaupt ausreichend also eine Alternative oder nur eine rumpelige Ungetüm (kleiner Scherz) Zwischenösung? Und wie sollte Diebsteich angebunden werden? Wer eine 10km Insellösung überhaupt kostenmäßig hinnehmbar? Ich sage nicht, daß man das nicht machen kann, aber bitte etwas kritischer an das Thema angehen als mit ala „Zusammenlegung…äa. Stadtbahn jetzt“ (Für die Jüngeren: Das war Anfang der Neunziger ein ziemlich bekannter Spruch und betraf die Zusammenführung der RAF Häftinge.

Danke für die Zusammenfassung!
Die Bahn hat ja nicht nur Verzögerungs-Running-Gags im Hamburger Westen, sondern auch in der Hamburger Innenstadt:

Ihr habt in Euren Artikeln zu den neuen Treppen am HBF geschrieben, dass vrsl. Ende 2022 die zusätzliche Treppe auf dem S-Bahnsteig eingehoben werden könnte, passiert ist hier DB-typisch bisher aber nichts…

Und die Treppe zu Gleis 5/6 sollte im Sommer ’22 fertig werden. Auch hier: Nichts in Sicht.

Man möchte meinen, dass der Einbau einer Treppe (S-Bahnsteig) oder das Freigeben einer schon lange eingebauten Treppe (Gl. 5/6) keine Raketentechnologie ist. Für die Bahn aber dennoch wohl eine jahrelang andauernde Herausforderung.

Könnt Ihr da vielleicht mal nachhaken, ob da noch etwas passiert, oder ob man die Treppen nun bis zum Start des Generalumbaus von Hbf und Steintorbrücke komplett gestrichen hat und bis dahin nicht mehr fertigstellen will? Danke!

Hallo Dirk, vielen Dank für den Hinweis. Wir sind dran. Am Montagmorgen werden wir ausführlich darüber berichten.

Herzliche Grüße,

Christian Hinkelmann

Wieso bedeuten Streckensanierungen immer gleich monatelange Vollsperrung? Auf so wichtigen Strecken muss das doch eine andere Möglichkeit geben…

Ich glaube fast, das ist so gewollt. Man redet nur von Verkehrswende (Hamburg: „Mobilitätswende“) und Klimaschutz und stellt sich gut dar, aber will im Grunde gar nicht, dass die Menschen ÖPNV fahren. Und das geht am besten, wenn der so unattraktiv gemacht wird, wie nur möglich.
Mecklenburg-Vorpommern ist darin der „Meister“, und das schon immer. 2013 hatte es sich ergeben, dass ich damals Ende November kurzfristig zu der Präsentation eines restaurierten mittelalterlichen Leinentuchs nach Bergen eingeladen wurde. Das war damals im ersten langen Zeitraum von Streckensperrungen Richtung Rostock. Es gab keine vernünftige Möglichkeit irgendwie mit dem ÖPNV dorthin zu kommen, ohne dass es zu einer „Weltreise“ ausgeartet wäre. Ich musste also wegen der einen Übernachtung mit dem Auto fahren. Glücklicherweise war es zwar kalt, aber der Winter setzte erst einen Tag nach meiner Rückkehr ein. Das war damals die ewig lange Streckensperrung zwischen Schwerin und Bad Kleinen. Dann war vor kurzem die ewig lange Streckensperrung der Berliner Bahn. Und 2025 kommt auf der gleichen Strecke schon wieder eine ewig lange Vollsperrung.
Wie gut das die A20 meistens nicht voll ist…

Im Zuge der Lübecker Straßenbahnplanungen sollte die Bahnstrecke Lübeck-Neustadt in eine Überlandstraßenbahn umgewandelt werden und könnte im späteren Verlauf sukzessive in die Ortslagen verlegt werten. Bsp Küstentram in Belgien!

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