Wochenrückblick: So viele Millionen kosten die autonomen Tests bei Hochbahn und VHH

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche für Hamburg und Umland: Die Tests mit selbstfahrenden Shuttles in der Hansestadt verschlingen Rekord-Millionenbeträge, die AKN öffnet nach einem Jahr eine wichtige Strecke und auf diesen U-Bahnlinien müssen Fahrgäste in Zukunft öfter stehen.
Christian Hinkelmann
Prototyp eines selbstfahrenden Kleinbusses bei der Hochbahn. (Foto: Hochbahn)
Prototyp eines selbstfahrenden Kleinbusses bei der Hochbahn. (Foto: Hochbahn)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir Ihnen die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

So viele Millionen kosten die autonomen Tests bei Hochbahn und VHH

Fast 90 Millionen Euro geben Hochbahn, VHH und Moia bis Ende kommenden Jahres für ihre Tests mit selbstfahrenden Shuttles und Kleinbussen aus. Das geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens PwC Deutschland hervor. Ungefähr die Hälfte davon finanziert der Bund. 52 Millionen Euro fließen insgesamt in das ALIKE-Projekt von Hochbahn und Moia, 37 in das AHOI-Projekt der VHH. Im deutschen Nahverkehr sind es laut PwC die teuersten Tests dieser Art. Aktuell gibt es 15 laufende Projekte für autonome Shuttles in der deutschen Nahverkehrsbranche.
Mehr hier: pwc.de

Nach einem Jahr: AKN-Strecke wird wieder geöffnet

Nach mehr als einem Jahr Vollsperrung wird die AKN-Hauptstrecke zwischen Hamburg Eidelstedt und Ulzburg Süd (A1) ab Samstag wieder geöffnet. Auf der Verbindung …

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein S-Bahn-Sonderzug der Linie S4 in Rahlstedt. Bis dieses Bild Alltag wird, dauert es wohl noch viele Jahre. (Foto: Christian Hinkelmann)

S4-Eröffnung rutscht möglicherweise um Jahre nach hinten

Neue Verzögerungen in zwei Planfestellungsverfahren machen die bisherige Zeitplanung für Hamburgs neue S-Bahnlinie endgültig zur Makulatur. NAHVERKEHR HAMBURG erklärt, wann die Strecke wohl öffnen wird und welche Beschleunigungsmöglichkeit es möglicherweise gäbe.

Ein zugeparkter Radfahrstreifen zwingt Radfahrende zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Solche Alltagssituationen sieht die Initiative als Beispiel dafür, dass Hamburg bei der Verkehrswende zu wenig Fortschritte macht. (Foto: Christian Hinkelmann)

„Die Zeit der Diplomatie ist vorbei“

Eine Initiative wirft dem Senat vor, die Verkehrswende auszubremsen und neue rechtliche Spielräume bewusst nicht zu nutzen. Ihre Vertreter:innen kündigen eine härtere Gangart an, erklären, welche Behörde aus ihrer Sicht blockiert und wollen kommende Woche mehr als 11.900 Unterschriften im Rathaus übergeben.

11 Antworten auf „Wochenrückblick: So viele Millionen kosten die autonomen Tests bei Hochbahn und VHH“

Die neuen Fahrzeuge werden wohl nur 58 Sitzplätze haben, statt der 95 im DT5 und der 182 im DT4. Der DT5 und DT6 werden in Dreifachtraktion fahren, der DT4 doppelt. Insgesamt haben DT4-Züge also 364 Plätze, DT5-Züge 285 Plätze (-80) und DT6-Züge 174 Plätze (-190).

Wer morgens z.B. an der Merkenstraße in die U2 steigt, weiß: in DT5-Zügen gibt es keinen freien Sitzplatz und man steht die 14-20 Minuten in die Innenstadt. In DT4-Zügen gibt es freie Plätze mindestens bis Horner Rennbahn. Die U2 soll ab irgendwann in den 2030er Jahren öfter fahren, aber nur ab/bis Billstedt. Ob das dann rechnerisch genau so viele Sitzplätze in 10 Minuten sind, weiß ich nicht.

Für uns in Kirchsteinbek, Öjendorf und Mümmelmannsberg ist das jedenfalls eindeutig eine massive Verschlechterung und asozial gegen körperlich arbeitende Menschen. Hier in Billstedt leben noch immer vor allem Arbeiter:innen. Ich z.B. stehe bei der Arbeit fast durchgehend. Andere schleppen Pakete, schieben Krankenhausbetten oder decken Dächer. Wir alle sind vor und nach der Arbeit müde und ausgelaugt und wollen auf unserem Arbeitsweg möglichst nicht auch noch belastet werden. Schon die Abschaffung der Polsterung in den Bahnen vor etwa 15 Jahren war ein solcher Arbeiterfeindlicher schritt.

“Auf drei U-Bahn-Linien müssen viele Fahrgäste künftig stehen”

Hmm, man könnte auch schreiben ‘auf 3 U-Bahn-Linien müssen viele Fahrgäste künftig sich nicht mehr so drängeln’

Ich bin mir nicht unbedingt so sicher dass die Verteilung zwischen Sitz- und Stehplätzen so gut sein wird. Aber ich denke es ist wichtig anzumerken dass die Hochbahn dass nicht aus Jux und Laune macht, dass es zur Zeit wenn es voller wird echt Probleme mit den Stehplätzen gibt?

Und ich hoffe, dass die bequemen und abwechslungsreichen DT4 bald ausschließlich auf unserer U1 fahren, wie das schon früher war, als ich nach Hamburg gezogen bin. Auf der U2 können ja auch jetzt schon im Vorlauf auf den halbautomatischen Betrieb ausschließlich die „DT5-Einerlei“ mit ihren Stehplätzen verkehren.

Ich hoffe, dass wir auch auf der am stärksten belasteten Linie, der U2 nach Osten, weiterhin viele Sitzplätze haben. Im Gegensatz zur oft oberirdischen U1 ist es bei der fast durchgehend im Tunnel verlaufenden U2 auch nicht so schlimm, wenn da DT4 ohne Klimaanlage fahren.

So schlimm ist das gar nicht ohne Klimaanlage. Während Corona habe ich das „Wind um die Nase wehen lassen“ bei geöffneten Klappfenstern im DT4 schätzen gelernt.

Mir geht es auch mehr um die deutlich höhere Sitzplatzanzahl.

Mir ist unverständlich, warum die beschriebenen Ziele nicht auch mit kleinen Umbauten an DT4 und 5 unter Erhaltung eines grosteils der Sitzplätze erreichbar sind. Insbesondere Rollstühle sind ja eh auf einige wenige Türen im „karierten Bereich“ beschränkt.

Weniger Sitzplätze in der U-Bahn bedeuten mehr Platz zum Stehen. Dann wird’s in den Türräumen nicht mehr so eng. Ich nutze die U-Bahn zwar nicht täglich, aber wenn ich mal damit fahre, setze ich mich grundsätzlich nicht hin.

Dass der Strom an vielen Ladesäulen erheblich teurer werden soll, erschreckt mich. Schon heute ist es doch so, dass man mit einem E-Auto pro Kilometer Kosten hat, die irgendwo zwischen einem Diesel und einem Benziner liegen. Nach der Preiserhöhung ist man dann wohl teurer als mit dem Benziner unterwegs. Warum sollte man da noch auf Elektroantrieb umsteigen? Kein Wunder, dass die Dinger nicht gekauft werden!

Wie lange fahren Sie denn, wenn Sie Mal die U-Bahn nehmen?

Es spricht auch nichts gegen etwas mehr Platz zum Stehen. Aber quasi gar keine Sitzplätze mehr? Uff.

Die Meldungen der Woche zeigen mal weider, was in der >hamburger Verkerhspoltiik falsch läuft. Warum werden neue U-Bahnfahrzeuge bestellt. Die bewährter DT5 Wagen erfüllen doch alle Ansprüche. Warum wird nicht einfach anchbestgellt um die ausscheidenden DT3 und 4 Fahrzeuge zu ersdetzen. Eine U-Bahn zum stehen, ja das sind Londoner Verhältnisse. Macht die U-Bahnnicht zwingend attraktiver.
Die 90 Mio. Euro für autonomes Fahren sind rausgeschmissenes Geld. Spätestens nach dem ersten Unfall mit diesen Verhikeln wird der ganze Zirkus eingestellt. Die Fahrgäste haben von den Ausgabenichts, lediglich die Konzerne die sie Soft- und Hardwäre für dieses Projekt herstellen!
Traurig ist, dass die Herstellung der Barrriefreiehit eienr einhigen U-Bahnstaton mehr als 3 Jahre dauert. Auch wenn damit Zusatzarbeiten verbinden sind, warum wird erst in 2028 mit de Bauarbieten begonnen. Feritgstellung dann 2030?

U-Bahn ohne Sitzplätze, perfekt für Eppendorfer, und teurer Strom an Ladestationen. Gute Zeit, um am Stadtrand zu wohnen und sich kaputt zu machen, um die Stadt für die Innenstädter und Volksdorfer mit dickem Portemonnaie am Laufen zu halten.

Wie stellen sich Leute, die das entscheiden, sich unsere Stadt eigentlich ohne uns „Geringverdiener“ mit kaputtem Rücken vor?

Ich finde eine Reduktion der Sitzplätze in diesem Ausmaß bei der U-Bahn vollkommen vermessen. Da merkt man, dass solche Entscheidungen von Leuten getroffen werden, die nicht körperlich arbeiten und in der Hamburger Innenstadt leben. Vor und nach acht Stunden harter Arbeit auch noch im Stehplatz-Bus und der Viehtransporter-Bahn stehen? Das macht nur, wer muss, weil man sich kein Auto leisten kann.

Von wegen „Soziale Politik für dich“, liebe SPD. Mehr Platz für Kinderwagen und Rollstuhl geht auch, ohne den Rest der Fahrgäste zum stehen zu zwingen. Spüren Sie eigentlich noch was, oder sind sie komplett entfernt von der arbeitenden Bevölkerung, die sich die Innenstadt nicht mehr leisten kann?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner