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Wochenrückblick: Vorverkauf für 9-Euro-Ticket startet bald und Auslaufmodell Bettelampel

Arme Menschen dürfen HVV bald gratis nutzen, Corona-Maßnahme in Bussen läuft aus, Hamburg hat die meisten ÖPNV-Fans und die Thadenstraße ist jetzt Fahrradstraße. Das war diese Woche im Hamburger Mobilitätssektor los.
Thomas Röbke
Metrobus am Abend am Bahnhof Dammtor in Hamburg
Ein Metrobus der Linie M4 am Abend am Bahnhof Dammtor in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Jeden Freitag fassen wir Ihnen hier alle wichtigen Mobilitäts-News der Woche für Hamburg zusammen – kurz, knapp und kompetent.

9-Euro-Ticket: Details und Vorverkauf

Der HVV gab gestern Details zur Einführung des 9-Euro-Tickets bekannt. Der Vorverkauf startet am 20. Mai über die HVV-App, den HVV-Onlineshop, „viele“ HVV-Servicestellen sowie „in vielen Bussen im Hamburger Umland“. Ab 1. Juni ist das 9-Euro-Ticket dann auch in der HVV-Switch-App, in allen Bussen und an den Fahrkartenautomaten erhältlich.

Wer ein HVV-Abo hat, muss sich um nichts kümmern: Die Preise für alle Abo-Produkte (somit beispielsweise auch Profitickets, Schüler- und Semestertickets sowie Bonustickets für Azubis) werden für Juni, Juli und August auf je neun Euro abgesenkt, gleichzeitig gelten die Karten dann bundesweit. Abonnentinnen und Abonnenten, die Anspruch auf den Sozialrabatt der Stadt Hamburg haben, werden diese Kosten erstattet, so dass sie im Aktionszeitraum kostenlos fahren.

Das 9-Euro-Ticket gilt jeweils für einen Kalendermonat bundesweit in allen Verkehrsmitteln des öffentlichen Nah- und Regionalve…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Thomas Röbke ist freier Redakteur in Hamburg und schaut bei der Arbeit direkt auf den ZOB. Nach Aussage seiner Mutter war sein erstes Wort „Bus”. Vorm Einschlafen schaut er gerne bei Youtube Videos mit Hamburger Straßenbahnen. Wenn er wach ist, schreibt er über alles außer Sport.

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Letzte regulärer Betriebstag der Hamburger Straßenbahn: Am 30. September 1978 kommt vom Gäsenmarkt ein ganzer Konvoi an Zügen zum Dammtorbahnhof gefahren. Zur Orientierung: Hinter der Brücke links steht jetzt das Cinemaxx-Kino.

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Die erst im Jahr 2004 neu gebaute AKN-Station Eidelstedt Zentrum ist ein großer Knackpunkt in der S-Bahn-Planung. Obwohl ein S-Bahn-Betrieb damals schon intensiv diskutiert wurde, plante die AKN die Haltestelle ohne spätere Upgrade-Möglichkeit. Die Folge: Die Bahnsteige sind zu kurz für S-Bahnen und die Brücken zu niedrig für eine Oberleitung. Diese Kurzsichtigkeit muss jetzt teuer bezahlt werden. Die Gleise müssen im Bereich der gesamten Station um 20 Zentimeter abgesenkt werden, damit dort eine hängende Stromschiene installiert werden kann (benötigt weniger Platz als eine herkömmliche Oberleitung). Eines der beiden Gleise ist dafür schon entfernt. Außerdem ist eine Verlängerung der Bahnsteige am Nordende der Station nötig.

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9 Antworten auf „Wochenrückblick: Vorverkauf für 9-Euro-Ticket startet bald und Auslaufmodell Bettelampel“

Lieber Thomas Röbke,
nur ein kleiner, spießiger Hinweis: Barken fahren auf Alster und Elbe, Baken leiten den Verkehr.
Inzwischen werden Baken leider so oft zu Barken gemacht, dass bald die Mehrheit glaubt, das gehört so. Ich meine, als Fachmagazin solltet Ihr zu den letzten gehören, die es noch richtig wissen.
Beste Grüße!

Was bedeutet hier eigentlich ‚Auslaufmodell Bettelampel‘? Es sollte doch nicht so schwer sein alle Fußgängerampeln mit Knopf so umzuprogrammieren dass Fußgänger sofort grün bekommen (zumindest außerhalb der HVZ). Sowas gibt es in genug Städten, dass sollte doch auch in Hamburg gehen?

das „Umprogrammieren“ ist, wenn man keine SaaS Lösung hat, extrem kompliziert und da HH halt im digitalen Neandertal lebt, ist das eben nicht so mal eben neu einzustellen.

Ist es nirgends in Deutschland. Ohne neue VTU und einer Anpassungen aller verkehrstechnischen Anlagen (inkl. VA-Steuerung, RSU, Vorrangschaltungen etc.) wird das nichts. Ganz zu schweigen von der eigenwilligen Abstimmung mit der StVB respektive VD. Die Materie ist etwas komplexer, auch wenn manch einer glaubt, es ginge nur um drei Lampen. Zudem lohnt es sich nicht, Knoten anzufassen, wenn sie bspw. in zwei, drei Jahren aus baulichen Gründen eh neu signalisiert werden müssen. Dafür ist der ganze Prozess zu teuer und zeitaufwendig, zumal es Verkehrsingenieure, die mit den unterschiedlichen Steuergeräten vertraut sind, nicht wie Sand am Meer gibt.

„Demnach richten 18 Prozent die Auswahl ihres Verkehrsmittels danach aus, einen Stau zu vermeiden. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 14, in Schleswig-Holstein sogar nur 9 Prozent.“

Interessante Untersuchung, die sich mit persönlichen Beobachtungen überschneidet. Eine Aufschlüsselung nach Bezirken wäre schön, aber vermutlich reicht dafür die Stichprobe nicht. In den holsteinisch geprägten Bezirken Altona und Wandsbek tut man sich mit Bus und Bahn ja auch schwer.

Da gebe ich Ihnen eingeschränkt recht. Und bezüglich Wandsbek sogar mit 100 Prozent. Woran liegt’s? Aber bei Altona muss ich Ihnen widersprechen: Die bekommen dort doch die S-Bahn hinterher geworfen und sind dann immer noch unzufrieden. ?

Mal sehen, ob in meinem Bettelampelstadtteil die Bettelampeln auch abgeschafft werden, oder nur in Eilbek?

Das ist es ja gerade: Eilbek ist doch gefühlt so etwas wie Altona oder Superbüttel.
Aber ja, die Tonndorfer Bettelampeln stehen mit auf der Liste.

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