Zahl der Stadtbahn-Gegner nimmt ab

Die Zahl der Stadtbahn-Gegner in Hamburg nimmt offenbar leicht ab. Laut einer Onlineumfrage mehrerer Marktforschungsinstitute in Kooperation mit dem Abendblatt sind 57% der insgesamt 887 befragten Menschen gegen den Bau einer Stadtbahn.
Christian Hinkelmann
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn am U-Bahnhof Kellinghusenstraße in Hamburg
Visualisierung: Eine moderne Stadtbahn der Hochbahn am U-Bahnhof Kellinghusenstraße in Hamburg
Foto: Hochbahn

Das ist ein leichter Rückgang gegenüber der letzten Meinungsumfrage zur Hamburger Stadtbahn. Im Dezember 2010 hatten in einer Infratest Dimap-Umfrage (NDR) noch 60% der Befragten gegen eine Stadtbahn gestimmt.
Allerdings ist auch die Zahl der Stadtbahn-Befürworter gesunken. Waren Ende 2010 noch 30% der Hamburger für den Bau einer Stadtbahn, sind es in der aktuellen Umfrage nur noch magere 17%.

Die Befragung für die aktuelle Umfrage wurde zwischen dem 6. Und 11. Mai 2011 durchgeführt. Sie endete damit genau einen Tag vor Bekanntwerden eines brisanten Luftverschmutzungsgutachtens, wonach Hamburg geltende EU-Grenzwerte zur Luftreinhaltung überschreitet. Laut Abendblatt sollen die Gutachter als Lösungsmöglichkeit explizit den Bau einer elektrischen Stadtbahn vorgeschlagen haben.

Sicherheitsgefühl im HVV ist gut

Ein weiterer Punkt in der aktuellen Umfrage war das Sicherheitsgefühl der HVV-Fahrgäste an Haltestellen.

Demnach fühlen sich 45% der regelmäßigen HVV-Nutzer unter den Umfragekandidaten (546 Personen) “meist sicher”. 42% fühlen sich “überwiegend sicher” – haben aber hin und wieder Sicherheitsbedenken.
“Überwiegend unsicher” fühlen sich nur 6% und “völlig unsicher” fühlt sich offenbar niemand (0%).

Auffallend ist, dass die seit Dezember 2010 laufende Werbekampagne der Hochbahn zur Sicherheit an Haltestellen (“Ich drück für dich”) offenbar wenig am Sicherheitsempfinden der HVV-Fahrgäste geändert hat.
Die Kampagne besitzt zwar unter den befragten Personen einen hohen Bekanntheitsgrad (66%), allerdings geben 69% der befragten Pendler, die die Kampagne kennen (358), an, dass sich ihr Sicherheitsempfinden dadurch nicht verbessert hat. 24% fühlen sich “etwas sicherer” und nur 2% geb…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Blick Richtung Lisa-Niebank-Weg: Hier wird die Tunneldecke bereits wieder verfüllt.

Fotoreport: auf der Baustelle des U4-Ausbaus

Es geht voran mit dem U-Bahnausbau im Hamburger Osten: Hier an der Horner Rennbahn ist der Anfang des künftigen neuen Endes der U4 – die heute parallel zur U2 nach Billstedt führt.

„Geringverdiener brauchen mehr als ein günstiges HVV-Ticket“

Viele Menschen in Armut können sich Fahrten mit dem HVV nicht leisten – trotz Sozialrabatt. Das hat eine neue Studie der TU Hamburg ergeben. Interview mit Projektleiter Prof. Carsten Gertz über Lösungsmöglichkeiten und in welchen Stadtteilen Geringverdiener mit einer unterdurchschnittlichen HVV-Anbindung leben.

Die Baustelle am künftigen S-Bahnhof Ottensen. Bis zur Eröffnung im Dezember ist hier noch eine Menge zu tun.

S-Bahnhof Ottensen: Noch sechs Monate bis zur Eröffnung

So weit ist der Bau an der neuen S-Bahn-Haltestelle in Ottensen inzwischen, das muss bis Dezember noch erledigt werden und auf diese Sperrungen müssen sich Fahrgäste in den nächsten Monaten einstellen. Ein Fotobericht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.