Hochbahn legt XXL-Busse still

Kurz vor Präsentation des umfangreichen Bus-Ausbauprogramms in Hamburg verabschiedet sich die Hochbahn überraschend von ihren größten Fahrzeugen. Das Unternehmen will sich von den extralangen XXL-Bussen trennen. Grund ist die hohe Pannenanfälligkeit.
Von Christian Hinkelmann
XXL-Bus der Hochbahn in der Universität / Staatsbibliothek in Hamburg
Ein Doppelgelenkbus der Hochbahn (Hersteller: Van Hool) auf der Metrobuslinie M5 an der Universität / Staatsbibliothek in Hamburg. Diese Haltestelle wurde im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms 2013 komplett neu gebaut

Zufrieden war die Hamburger Hochbahn schon lange nicht mit ihnen – jetzt zieht das Unternehmen die Notbremse und trennt sich von den extralangen XXL-Bussen der belgischen Firma Van Hool, die auf der Metrobuslinie 5 fahren.

Grund sei die hohe Pannenanfälligkeit, erklärte Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum im Hamburger Abendblatt.

Demnach stehen im Schnitt täglich vier der insgesamt 26 Riesen-Busse in der Werkstatt. Damit liegt die Ausfallquote bei 15 Prozent. Bei herkömmlichen Bussen seien es nur 10 Prozent, so Kreienbaum in dem Bericht weiter.

Außerdem sei die Lebensdauer der Doppelgelenkbusse mit zehn Jahren deutlich niedriger als bei normalen Bussen, die bis zu 13 Jahre fahren können.

Bis zum Jahr 2016 sollen alle 25 Meter langen XXL-Busse durch neue Modelle ersetzt werden. Zurzeit würden Gespräche mit mehreren Hersteller geführt. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Möglich wäre dem Bericht nach der Einsatz von XXL-Bussen anderer Hersteller oder der Kauf von extralangen Einfach-Gelenkbussen mit rund 20 Metern Länge.

Mit einer entsprechenden Sitzaufteilung würde man auch mit 20 Meter langen Bussen an die Kapazität der XXL-Busse (140 Plätze) herankommen, so Kreienbaum.

Die Ho…

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