Züge auf S-Bahnlinien S2 und S3 werden ab 2018 verlängert

Die S-Bahnen der Linien S2 und S3 werden verlängert – allerdings erst ab Dezember 2018. Alle Kurzzüge der Verstärkerlinie S2 zwischen Altona und Bergedorf sollen auf sechs Wagen lange Vollzüge verstärkt werden. Auf der S3 zwischen Pinneberg und Neugraben sollen die teilweise noch verkehrenden Vollzüge zu Neun-Wagen-Langzügen aufgerüstet werden.
Von Christian Hinkelmann
Hamburger S-Bahn (S3) im Sommer (Bewegungsunschärfe)
Ein S-Bahnzug der Baureihe 474 im Sommer auf der Linie S3

Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Große Anfrage der Hamburger Grünen-Fraktion hervor, die NahverkehrHAMBURG vorliegt.

Demnach sollen die Kapazitäten mit diesem Schritt auf der Linie S2 um 15 Prozent gesteigert werden, auf der S3 um rund zehn Prozent.

Insgesamt werden für die Erweiterung fünf neue S-Bahnzüge benötigt – zwei für die S2 und drei für die S3. Die Züge werden im Rahmen der der aktuell laufenden Fahrzeugneubestellung gekauft und bis Ende 2018 in Hamburg erwartet.

Laut Senat ist die Erweiterung auf den beiden Linien im neuen und ab 2018 geltenden Verkehrsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der S-Bahn Hamburg GmbH vorgesehen und bereits kostenmäßig berücksichtigt.

Beide Linien gelten als stark belastet.

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15 Antworten auf „Züge auf S-Bahnlinien S2 und S3 werden ab 2018 verlängert“

Soll man da lachen oder weinen?- In erst drei Jahren wird es mehr Kapazitäten bei einem schon seit Jahren bekannten Engpass im S-Bahn-Netz geben. Und das Ganze ohne vorläufige provisorische Maßnahmen in den drei Jahren bis zu dem einsatz der bestellten neuen Fahrzeugen, etwa durch Verdichtungen oder Verstärkungen im Regionalverkehr von Hamburg Hbf nach HH-Bergedorf (S2) und HH-Harburg (S3).

Wie – was? Sollen nicht auf der S3 schon seit September 2013 nur noch Langzüge fahren? Seltsam, dass ich dort noch nicht einen einzigen Langzug feststellen konnte! Langzüge wären vereinbart, konnte ich hier mehrfach lesen, und nur “in seltenen Ausnahmefällen” könnte das nicht eingehalten werden. Also immer? Und jetzt 2018.
Nicht möglich! Die Verantwortlichen sollten sich mal zur Hauptverkehrszeit auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Harburg in den Zug stellen, vielleicht würde dann etwas geschehen. Da hilft eigentlich nur ein 5 Minuten-Takt mit Voll- oder Langzügen. Denn man bedenke auch die gefährlich großen Menschenmassen auf dem Bahnsteig am Hauptbahnhof – da ist es vorprogrammiert, dass mal ein schwerer Unfall passiert.

Und wann fährt eine S2 von der Elbgaustraße nach Bergedorf? Im aktuellen Fahrplan ist das immer noch Altona – Bergedorf! Logischer Fehler in diesem und einem vorangegangenen Text oder kommende Erweiterung?

@JH: Es gibt zumindest eine S2, welche um 7:40 startet und bis nach Elbgaustraße durchgebunden wird. Also nicht gaaaaanz falsch ^^

Und eigentlich sind Kurzzüge auf der S2 ja eine Seltenheit soweit ich’s sehe.

Und just a moment please!

@ifra:

Watt?! Du weißt schon, das sowas keine ernsthafte Lösung sein kann?! Regiozüge nur nach Harburg und nur nach Bergedorf führen?!

S-Bahn Hamburg, Regionalbahn Schleswig-Holstein und Metronom sind drei Paar Dchuhe. Man kann nicht erwarten, dass diese 3 Unternehmen sich verständigen und sowas anbieten! Das wäre eine Provinzposse sondergleichen…

Mit ungläubigen Grüßen

Jan-Christian…

Seit Wann Fahren die Züge der S2 ab Elbgaustraße Nie oder ehr gesagt einer und dann wollen sie uns noch die S21 weg nehmen von Elbgaustraße das man Ewig braucht zur City und wenn mann zum Beliner Tor will Bitte Umsteigen es muß eine Lösung Her aber Keine wo nur zur HVZ was Fährt wie so fährt nicht die S32 nach Kaltenkichen .

@ ischi
Natürlich funktioniert bei der U-Bahn alles besser als bei der S-Bahn, und das ist auch logisch, schließlich ist die Hochbahn ein städtisches Unternehmen, das im Sinne von der Stadt und Ihren Bürgern handelt und arbeitet. Die S-Bahn Hamburg GmbH ist dagegen ein Tochterunternehmen der DB AG, und bekanntlich interessiert diese sich nur für den Fernverkehr, ICEs und ICs. Regional- und Städtischer Verkehr sind der DB (schon zu Bundesbahnzeiten) immer ein Dorn im Auge gewesen und wurden immer nur sehr halbherzig behandelt. Schade daß der Verkauf der S-Bahn an die Hochbahn in den 90er Jahren nicht geklappt hat, dann würde heute sicher alles ganz anders laufen. Ein deutliches Zeichen für dieses Vorhaben war ja die Tatsache, daß die 7 ersten 474er in Hochbahnfarben geliefert wurden, und dann leider noch vor ihrem ersten Fahrgasteinsatz in das langweilige Regional-Rot der DB umgespritzt wurden.

@spm9153:

wohl wahr, aber das ist mir doch zu polemisch. Fakt ist, dass die S-Bahn Hamburg neben ihrem Berliner Kollegen die wohl stattnahste S-Bahn Deutschlands ist. Die Pünktlichkeit ist recht gut und ich kann mich nur in Ausnahmefällen beklagen. Deswegen sollte man es nicht so negativ sehen. Für mich ist die S-Bahn Hamburg genauso hamburgisch wie unsere Hochbahn.

Und hey. Die Berliner S-Bahn ist auch in DB-Hand. Und das DT4-Design wäre spätestens
mit dem DT5er nicht mehr zeitgemäß gewesen. Nur weil die Grafittisprayer auf rot anspringen wie wilde Bullen muss es nicht soo schlimm sein. Auch wenn die 472er mir schon überdrüssig sind…

Davon ab, die DB hat sehr wohl ein Händchen für den regio- und S-Bahnverkehr. Es ist polemisch zu behaupten, die DB würde die Regio am liebsten abschaffen…

@ ET171082: Sie haben wirklich Langzüge gesehen? War das in der Hauptverkehrszeit? Die bestehen aus 3 Kurzzügen, also insgesamt 9 Teil-Elementen.
Ein Kurzzug besteht aus einem Teil mit 3 Teil-Elementen und Fahrerkabine jeweils vorn und hinten, ein Vollzug aus zweien davon und ein Langzug aus 3. Bisher sind alle Bahnhöfe für Langzüge ausgelegt, auf der Kaltenkirchener und der Ahrensburger Strecke sollen wohl nur Vollzüge fahren können.

@ Jan-Christian
Hast ja recht, ich lieb sie auch, unsere S-Bahn und sie schafft es ja auch deutlich besser als ihre große Berliner Schwester. Und die Tatsache, daß die Bundesbahn sie jahrzehntelang so vernachläßigt hat, hat sie für die Bahnfreunde noch liebenswerter gemacht. So haben wir doch recht lange von den schönen ozeanblau-beigen 471ern profitieren können und können uns heute noch an schönen bunten Formsignalen auf der Blankeneser Bahn erfreuen.
Trotzdem bedauere ich, daß die Hamburger sich nicht durchgesetzt haben wie die Berliner, deren S-Bahn heute noch in den Traditionsfarben rot und gelb fahren darf, während wir dieses langweilige Regionalrot hinnehmen müssen.
Und ich bleibe auch davon überzeugt, daß die DB kein Interesse am Stadt- und Regionalverkehr hat, sonst würde der gesamte Regionalverkehr doch nicht an andere Gesellschaften gehen (Nordbahn, Erixx, Metronom, EVB, u.v.a.) während der Fernverkehr unermüdlich bei der DB bleibt.

Der Fernverkehr wird auch nicht ausgeschrieben. Die DB muss sich im Nahverkehr eben gegen die private Konkurrenz behaupten. Jene ist groß und international. Das hatte die DB früher eben nicht gehabt.

Trotzdem ist interessant, wer denn meist zu den Privaten gehört.

Die Nordbahn ist ein Tochterunternehmen von AKN und BeNEX.

AKN gehört den Ländern schleswig-Holstein und Hamburg. BeNEX ist ein Unternehmen der Hamburger Hochbahn.

Somit schlagen die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein indirekt die mehr oder weniger bundeseigene Deutsche Bahn.

Beim Metronom ist’s ja noch eindeutiger. Der gehört direkt Niedersachsen.

Schon komisch, wenn man sich das so überlegt.

Naja, trotzdem will ich betonen, dass die DB in Form
der Regionalbahn Schleswig-Holstein gute Arbeit leistet (auch wenn bei den Zugkompositionen hessische Verhältnisse herrschen. ^^)

Im Regioverkehr ist die DB meist noch nichtmal selber Schuld. Es sind die Bundesländer, die den Regioverkehr organisieren. Wenn der Hanse-Express nun einen Zweistundentakt hat und Mecklenburg-Vorpommern eine gelinde gesagt mittelmäßige ÖPNV-Planung hat, ist daran eben Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland schuld.

Also soll man die Schuld nicht auf die DB, sondern auf die Auftraggeber der Regionalleistugen schieben.

Und zur S-Bahn: Schon mal in Wien geguckt? Und die blauen s-Bahnen waren damals der Standardfarbton der Bundesbahn. Die Berliner S-Bahn hatte m.W.n. seit anno x ihren eigenen Farbtom ^^

@Jan-Christian
Ganz so einfach, alle Schuld auf den Besteller = Bundesland zu schieben, darf man es sich aber auch nicht machen.

Ein Land kann nur das bestellen, was die DB-Netz AG anbietet. Wenn Strecken still gelegt (und zurück gebaut) werden kann das Land dort auch keinen Verkehr mehr bestellen, so wünschnswert er aus Sicht des Landes und der Gemeinden auch sein mag.

@Jan-Christian:

Im Prinzip haben Sie Recht, dass der Staat dem Staat “Konkurrenz” macht. Dadurch wird die EU-Richtlinie zu Ausschreibungen im Öffentlichen Nahverkehr unterlaufen, indem schein-private Anbieter miteinander “konkurrieren”. Das Konzept, dass regionale Öffentliche Körperschaften (Staat) mit jeweils kleinprozentigen Anteilen die Bahnen bauen und betreiben, ist seit der Anfangszeit der Bahnen in Deutschland üblich gewesen.

Bei der Metronom Eisenbahn ist es aber nicht so, wie Sie es schildern, sondern vielmehr unheimlich kompliziert. Aus einer Wikipedia-Recherche habe ich herausgefunden:
69,9% NiedersachsenBahn, 25,1% BeNEX und 5,0% Bremer Straßenbahn.
Die NiedersachsenBahn gehört zu 60% der Osthannoverschen Eisenbahn AG und zu 40% der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH.
Die Osthannoverschen Eisenbahn AG gehört zu 85,1% der Netinera Bachstein und kleinprozentig je den Landkreisen Celle, Gifhorn, Lüneburg und den Orten Celle, Wittingen und Brome.
Die Netinera Bachstein gehört zu 95,3% der Netinera Deutschland und 4,7% den Verkehrsbetrieben Bachstein (privat?).
Die Netinera Deutschland gehört zu 51% italienischen Ferrovie dello Stato (Trenitalia) und dem 49% dem franz.-luxemb.Finanzinvestor Cube Infrastructure.
Andererseits gehört die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser zu 58% dem Land Niedersachsen und kleinprozentig den Landkreisen Rothenburg (Wümme), Stade, Osterholz, Cuxhaven, Harburg, sowie den Orten Zeven, Worpswede, Bremervörde und Rothenburg (Wümme).
🙂

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