Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Zusätzliche S-Bahnlinie nach Harburg erst ab 2018

Eine dritte S-Bahn-Linie zwischen der Hamburger Innenstadt und Harburg(S32)  kommt frühestens ab 2018. Das erklärte Verkehrssenator Frank Horch im Hamburger Verkehrsausschuss und bestätigte damit entsprechende Berichte von NahverkehrHAMBURG aus dem vergangenen Sommer.
Christian Hinkelmann
Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 474 fährt aus dem Bahnhof Elbgaustraße heraus
Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 474 fährt aus dem Bahnhof Elbgaustraße heraus
Foto: Christian Hinkelmann

Als Grund nannte Horch, dass für die neue S-Bahnlinie zusätzliche Züge gekauft werden müssten, bei denen man mit einer Lieferzeit von bis zu fünf Jahren rechnen müsse. Außerdem läuft im Jahr 2017 der Verkehrsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der S-Bahn Hamburg GmbH aus. Vor einer Neuvergabe will Horch keine Entscheidung über die S32 treffen.

Die Diskussion um die neue S-Bahn-Linie wurde vor einigen Monaten von der GAL angeschoben. Hintergrund ist, dass die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Harburg der meistgenutzte Abschnitt im gesamten Hamburger S-Bahn-Netz ist. Obwohl die Züge der S3 und S31 dort bereits heute im 5-Minuten-Takt verkehren muss in den Stoßzeiten fast jeder zweite Fahrgast stehen. Der HVV rechnet damit, dass die Fahrgastzahlen auf dem Abschnitt noch weiter steigen werden.

Anfang Juni überwies die Hamburger Bürgerschaft einen GAL-Antrag zur Einführung der S32 an den Verkehrsausschuss.

Zudem hatte der Senat vor wenigen Tagen erklärt, dass die Einführung der S32 fahrplantechnisch möglich ist. In der Antwort auf eine kleine Anfrage des Harburger CDU-Politikers André Trepoll (Drucksache 20/1686) heißt es: Für die „Linie in Richtung Harburg, wurde die theoretische fahrplanmäßige Machbarkeit mit positivem Ergebnis untersucht“.

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein Wagen des Carsharing-Anbieters Miles in der Neuen Mitte Altona in Hamburg.

Carsharing-Anbieter in Hamburg haben zu wenig Elektroautos

Bis zum Jahreswechsel sollen die Carsharing-Flotten von Share Now, Miles und Sixt zu 80 Prozent aus E-Autos bestehen. Dazu haben sich die Unternehmen selbst verpflichtet. Doch davon sind sie noch meilenweit entfernt. Die Quote nimmt kaum zu, das Ziel droht zu kippen. Bei einem Anbieter nahm die Zahl der Stromer sogar ab.

Sieht deutliches Verbesserungspotenzial beim Hamburger Busverkehr: Verkehrsplaner Arne Witte.

Busverkehr in Hamburg: „Rote Ampeln verschärfen den Personalmangel“

Zu langsam, zu teuer, zu unattraktiv: Hamburg verschwendet mit seinem derzeitigen Bussystem viel Steuergeld und wertvolles Personal, meint der Verkehrsplaner Arne Witte im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview und glaubt, dass die vorhandenen Ressourcen viel effizienter für die Verkehrswende eingesetzt werden könnten. Das sind seine Ideen und Vorschläge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert