Als Grund nannte Horch, dass für die neue S-Bahnlinie zusätzliche Züge gekauft werden müssten, bei denen man mit einer Lieferzeit von bis zu fünf Jahren rechnen müsse. Außerdem läuft im Jahr 2017 der Verkehrsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der S-Bahn Hamburg GmbH aus. Vor einer Neuvergabe will Horch keine Entscheidung über die S32 treffen.
Die Diskussion um die neue S-Bahn-Linie wurde vor einigen Monaten von der GAL angeschoben. Hintergrund ist, dass die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Harburg der meistgenutzte Abschnitt im gesamten Hamburger S-Bahn-Netz ist. Obwohl die Züge der S3 und S31 dort bereits heute im 5-Minuten-Takt verkehren muss in den Stoßzeiten fast jeder zweite Fahrgast stehen. Der HVV rechnet damit, dass die Fahrgastzahlen auf dem Abschnitt noch weiter steigen werden.
Anfang Juni überwies die Hamburger Bürgerschaft einen GAL-Antrag zur Einführung der S32 an den Verkehrsausschuss.
Zudem hatte der Senat vor wenigen Tagen erklärt, dass die Einführung der S32 fahrplantechnisch möglich ist. In der Antwort auf eine kleine Anfrage des Harburger CDU-Politikers André Trepoll (Drucksache 20/1686) heißt es: Für die „Linie in Richtung Harburg, wurde die theoretische fahrplanmäßige Machbarkeit mit positivem Ergebnis untersucht“.
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