Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Zustand der Bahnhöfe in Schleswig-Holstein wird schlechter

Zersplitterte Scheiben, kaputte Beleuchtung und völlig zugeschneite Bahnsteige. Die Qualität der Bahnstationen in Schleswig-Holstein ist schlechter geworden. Das hat eine Kontrolle im Auftrag des Landes ergeben. Die meisten Mängel wurden bei der Deutschen Bahn im Raum Kiel gesichtet. Testsieger ist wieder einmal die AKN.
Christian Hinkelmann
Regionalzug im Bahnhof Dauenhof in Schleswig-Holstein
Regionalzug im Bahnhof Dauenhof in Schleswig-Holstein

Die Qualität der Bahnstationen in Schleswig-Holstein hat sich verschlechtert. Bei einem routinemäßigen Test im Auftrag des Landes haben die Prüfer fast überall mehr Mängel festgestellt als noch vor einem halben Jahr.

Demnach liegen die Bahnhöfe und Haltestellen zwar weiterhin im befriedigenden Bereich, die Tendenz geht aber erkennbar nach unten.

So bemängeln die Tester, die von Ende Oktober bis Mitte Dezember alle 172 Bahnstationen im Land bei Dunkelheit begutachtet hatten, vor allem den schlechten Winterdienst. So war zum Beispiel an den DB-Stationen Raisdorf, Lübeck Flughafen, Ascheberg und Preetz selbst mehrere Stunden nach einsetzendem Schneefall kein Räumdienst vor Ort – obwohl der Schnee zentimeterhoch lag. Punktabzug gab es auch für mehrere AKN-Bahnsteige, die nur teilweise geräumt waren.

Außerdem ist die Beleuchtung der Bahnstationen schlechter geworden. Die Zahl der defekten Lampen hat deutlich zugenommen. 68 Haltestellen wurden bemängelt – im vergangenen Winter waren es „nur“ 51. Damit liegt die Schadensquote bei knapp 40 Prozent.

Ähnlich sieht es bei den Bahnhofsuhren aus. An 23 Haltestellen waren sie kaputt, an acht Stationen fehlten sie ganz. Urteil der Qualitätstester: „Dieser Zustand ist unakzeptabel“.

Und auch die Zahl der Vandalismusschäden hat zugenommen – allerdings nur auf Bahnhöfen der Deut…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Der zweigleisige Ausbau der AKN-Strecke bei Quickborn kommt voran. Die ersten Schwellen für die künftige S-Bahn nach Kaltenkirchen liegen schon.

So weit sind die Bauarbeiten für die neue S-Bahn nach Kaltenkirchen

Fotoreport: So sieht es aktuell auf der S-Bahn-Baustelle zwischen Burgwedel und Ellerau aus, deswegen ist von der geplanten Elektrifizierung noch nichts zu sehen und das sind die aktuellen Zeitpläne für den Oberleitungsbau und die Freigabe eines zweiten Gleises bei Quickborn.

Sieht deutliches Verbesserungspotenzial beim Hamburger Busverkehr: Verkehrsplaner Arne Witte.

Busverkehr in Hamburg: „Rote Ampeln verschärfen den Personalmangel“

Zu langsam, zu teuer, zu unattraktiv: Hamburg verschwendet mit seinem derzeitigen Bussystem viel Steuergeld und wertvolles Personal, meint der Verkehrsplaner Arne Witte im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview und glaubt, dass die vorhandenen Ressourcen viel effizienter für die Verkehrswende eingesetzt werden könnten. Das sind seine Ideen und Vorschläge.

3 Antworten auf „Zustand der Bahnhöfe in Schleswig-Holstein wird schlechter“

Wie hat denn wohl diesmal die Haltestelle Haslohfurth abgeschnitten? Diese war vor einigen Jahren schlecht weggekommen, und die damaligen Mängel wurden bis heute nicht beseitigt: nicht mal ein Fahrplan (jede Bushaltestelle ist besser ausgerüstet) und keine Uhr (wegen Vandalismus). Es fehlen auch Hinweisschilder zu den AKN-Haltestellen, wie sie z.B. in Hamburg üblich sind.
Dass außerdem die Stadt Norderstedt beim Bau der Kohtla-Järve-Straße den Bewohnern von Quickborn-Heide den Zugang versperrt hat, kann man der AKN natürlich nicht anlasten.

Sehr positiv für die AKN. Allerdings schert sich die AKN nicht darum, ob auf den Bahnhöfen geraucht wird, obwohl überall ausgewiesenermaßen verboten. Die Raucher stehen breit verteilt insbesondere direkt unter den Rauchverbot-Piktogrammen, wie zum Spott auf das Verbot. Allerdings hat die AKN auch genau dort die Mülleimer mit einer Lochplatte ausgestattet, die wohl explizites Raucherequipment ist… sehr inkonsequent.
Und IN den Zügen ist es ähnlich: Schmutzige Schuhe auf die Sitze zu legen (oder auch Hunde dort sitzen zu lassen) ist gang und gäbe und führt auch nicht zu einer Reaktion, wenn Fahrkartenkontrolleure zugegen sind. Die kümmern sich nur um die Tickets, und schwupp, sind die Füße (wieder) oben und verdrecken das Polster. Aber im zug sind ja auch Kameras montiert, würde man also gegen diese Sachbeschädigungen vorgehen wollen, die Mittel sind ja da…

Alles eine Frage des Personals.

In der Vergangenheit gab es an allen Stationen Personal, das für alle möglichen Fragen zuständig und für Reisende ein Ansprechpartner war. Daneben haben diese Menschen auch auf Kleinigkeiten an „ihrer Station“ geachtet. Sie haben Kleinigkeiten sofort behoben oder zumindest an einen Wartungsdienst gemeldet. So wurden Fehler sehr schnell behoben.

Heute: In größeren Abständen wird kontrolliert, Fehler werden notiert, gesammelt, geplant und irgend wann (viel) später beseitigt. Auch solche Arbeiten, die nichts mit dem Fahrbetrieb zutun haben gehören zum Service, den ich als Fahrgast erwarte und schließlich auch bezahle.
Es darf nciht sein, dass ich beim Ein- oder Aussteigen stürze, weil der Bahnsteig im Winter nicht geräumt wurde oder wegen defekter Leuchten unsicher geworden ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert