Zwei Wochen Sperrung – so eine kreative S-Bahn-Umleitung gab es noch nie

Wochenrückblick: Hamburgs S-Bahn überrascht mit einer ganz besonderen Lösung, HVV äußert sich zu App-Ausfällen, Moia feiert siebten Geburtstag und in Hamburg gibt es wieder mehr Autos.
Christian Hinkelmann
Zweisystem-S-Bahn auf Fernbahnstrecke zwischen Hamburg und Stade. (Foto: Christian Hinkelmann)
Zweisystem-S-Bahn auf Fernbahnstrecke zwischen Hamburg und Stade. (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die wichtigsten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

So eine kreative S-Bahn-Umleitung gab es noch nie

Wenn im Mai zwei Wochen lang die meistgenutzte S‑Bahn‑Strecke in Hamburg voll gesperrt wird, greift die Deutsche Bahn erstmals zu einer außerordentlich kreativen Lösung: Die S-Bahn-Züge werden über eine Fernbahnstrecke umgeleitet.

Konkret geht es um den S3/S5-Abschnitt, der vom 10. bis 23. Mai wegen Bauarbeiten zwischen Neugraben und Wilhelmsburg komplett gesperrt wird – darin: der gesamte Harburger S-Bahn-Tunnel.

Damit nicht alle Fahrgäste in die Ersatzbusse drängen, ist geplant, dass einmal pro Stunde eine S5 aus Stade in Neugraben nicht – wie sonst üblich – in das S-Bahn-Netz einfädelt, sondern auf den Fernbahngleisen bleibt und dort weiter bis in den Harburger Bahnhof fährt. Möglich wird dies, weil auf der Strecke nach Stade spezielle Zweisystemzüge eingesetzt werden, die ihren Strom nicht nur über die üblichen S-Bahn-Stromschienen beziehen können, sondern auch über die Fernbahn-Oberleitung.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Zwei Wochen Sperrung – so eine kreative S-Bahn-Umleitung gab es noch nie“

Das ist schon eine kreative Lösung, die S-Bahn bis Harburg auf der alten Unterelbe-Strecke durchfahren zu lassen. Aber in einer Stunde eine S-Bahn und ein RE5 wird kaum dem aktuellen Aufkommen gerecht, das in der HVZ nicht grundlos alle 10min nach Buxtehude und teils drüber hinaus, verdichtet um Langzüge S3 bis Neugraben gefahren wird. Insbesondere für den Abschnitt über die Süderelbe ist nicht erkennbar, wie die Fahrgäste abgefahren werden können. Eigentlich wäre ein Bus-Rapid-Transit (BRT) System kurzfristig nötig, das z.B. durchgehend je eine Spur auf der B4 Harburg – Hamburg Hbf bekommt. Wenn man es schon nicht hinbekommt, kurzfristig auf der Fernbahn entsprechende Leistungen zu fahren oder z.B. über die Kattwyk-Hubbrücke.

Als ich in der Titelzeile von „kreativer“ S-Bahn-Umleitung las, wurde ich natürlich neugierig. Aber kreativ finde ich das nicht, eher innovativ.

Dagegen ist Ihr Vorschlag, Herr Bölckow, über die Kattwyk-Brücke zu fahren, in der Tat kreativ, wobei die Grenze zu illusorisch nicht mehr weit ist.

Aber freuen wir uns, dass sich die Bahn Gedanken gemacht hat. Wir sollten nicht meckern, sondern es positiv sehen!

Ach, in Hamburg hätte man als Fan schon gern solche Touren. Und nicht nur als „Buntstiftzeichnereien“, auch ganz real, z.B. Regelzüge über die Moorkampkurve oder nach Beimoor. Ach nee, letzteres geht ja gar nicht, da liegen gar keine Gleise. 😀
Nur mal einen Blick ins andere Forum wagen.

Meine RB81 war gestern dagegen wieder mal nicht kreativ, sondern eher uninspiriert. Früh war schon ein Durcheinander, das dann am Nachmittag wegen einer BÜ-Störung zum Chaos ausartete. Das mal nur so angemerkt, da das sicher sonst nirgendwo erwähnt würde.

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