Bürgerschaft beschließt endgültig Bau der U5 nach Bramfeld

Die geplante U-Bahn-Strecke zwischen der City Nord und Bramfeld kann aus politischer Sicht gebaut werden. Die Bürgerschaft hat gestern mit großer Mehrheit dafür gestimmt.
Von Christian Hinkelmann
Fotomontage: Ein Zug der Linie U5 Richtung Bramfeld
Fotomontage: Ein Zug der Linie U5 Richtung Bramfeld

Die geplante U-Bahn-Strecke zwischen der City Nord und Bramfeld hat gestern eine wichtige Hürde genommen: Rund fünf Jahre nach Planungsbeginn und nur drei Monate vor der nächsten Bürgerschaftswahl hat die Hamburgische Bürgerschaft gestern Abend in einem Grundsatzbeschluss mit großer Mehrheit für das Verkehrsprojekt gestimmt und damit auch dem Finanzierungsvorschlag des rot-grünen Senats eingewilligt. Die Abstimmung in dem Plenum fiel fast einstimmig.

“Ich freue mich über den Beschluss zum Bau der U5-Ost. Damit ist der Weg frei für einen verkehrspolitischen Meilenstein, der allein zwischen Bramfeld, Steilshoop und der City Nord rund 110.000 Hamburgerinnen und Hamburger an das leistungsfähige Schnellbahnnetz anschließt”, so SPD-Verkehrsexperte Lars Pochnicht.

Konkret bedeutet der Bürgerschaftsbeschluss erst einmal, dass noch im Haushalt dieses Jahres eine Verpflichtungsermächtigung über 1,714 Milliarden Euro erstellt wird, um der Hochbahn einen Zuwendungsbescheid über die Gesamtmaßnahme ausstellen zu können.

Außerdem sollen in diesem Jahr 3,5 Millionen Euro und im kommenden Jahr 8,5 Millionen Euro im Haushalt für Planungsleistungen bereitgestellt werden. Dafür zapft die Stadt ihre Investitionsrücklagen an.

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10 Antworten auf „Bürgerschaft beschließt endgültig Bau der U5 nach Bramfeld“

Die Spannung wächst: Welche Regierung – und wann – wird die U5 endgültig stoppen? Wird es noch während der Planung passieren oder erst, wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt?

Keine Angst, solch eine Weitsicht gibt es in der Hamburger Verkehrspolitik nicht.
P.S. Wo sollen denn dann die ganzen Autos fahren…

Keine Angst; das kann natürlich erst gestoppt werden, wenn schon die Hälfte fertig gebaut ist.
Aber im Übrigen befürworte ich das Projekt 😉

Wildes Finanzierungskonstrukt.
Wenn die U5, aus welchen Gründen auch immer, nicht weitergebaut werden kann, hat HH nach HSH einen weiteren finanziellen Klotz am Bein.
Ach ja, in offener Bauweise, da werden einige Zeitgenossen vor Ort wohl doch zu einer anderen Einstellung im Vergleich einer schnell gebauten Stadtbahn zu endlosen Buddelarien mit den entsprechenden Belastungen kommen.

Muss da wirklich erst bis Stellingen durchgeplant werden? Wird da nicht bereits ein ausreichender NKF erzielt wenn man planerisch die Innenstadt erreicht hat? Oder erwartet man dass die Wirtschaftlichkeit des Abschnitts nach Stellingen so unterirdisch wird dass man den nur in Kombination mit dem Innenstadtteil über die 1 bringt? Wenn man bis Stellingen wartet vergrößert sich das Risiko ja noch mehr.

Lieber Herr Pochnicht, wie kommen Sie auf 110.000 EW? Einfach alle Einwohner eines Stadtteils zu zählen, obwohl die (wie in Bramfeld) mehr als 2 km entfernt wohnen und durch andere u-bahn-hst. teilweise viel besser erschlossen werden, ist etwas unredlich. Also, um bei den Fakten zu bleiben, sind es wohl eher 30 bis 40 T EW im 1000m Radius. Das ist ja auch ok. Warum kann man nicht sachlich bleiben? Das stellt das Projekt ja nicht gelich grundsätzlich in Frage (obwohl ich die Linienführung sehr suboptimal finde.

Hmm, was wäre wohl der Kosten-Nutzen-Faktor von Bramfeld-Sengelmannstraße? Könnte das als U1-Abzweig gebaut werden, und dazu eine Stadtbahn?

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