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Corona und Fahrtausfälle: So hoch ist der Krankenstand in HVV-Unternehmen

In vielen Städten fahren Bahnen und Busse derzeit seltener, weil sich aktuell außergewöhnlich viele Fahrer krankmelden. Schuld ist Corona. Umfrage: So sieht die aktuelle Lage in den HVV-Verkehrsunternehmen aus.

Avatar von Matthias Schinck
Kontrolle der 3G-Regel in einem Regionalzug der Deutschen Bahn.
Kontrolle der 3G-Regel in einem Regionalzug der Deutschen Bahn.

Die Meldung ließ vor einigen Tagen aufhorchen: Ausgerechnet am ersten Adventssamstag – dem Auftakt des Weihnachtsshoppings in Hamburg – fuhr die zentrale U-Bahnlinie U3 plötzlich zeitweise nur noch halb so oft wie normalerweise. Schon am Tag zuvor hatte es mitten im Nachmittags-Berufsverkehr ähnliche Einschränkungen gegeben.

Das ist ungewöhnlich für einen traditionell zuverlässigen Betrieb wie die Hochbahn. Und noch ungewöhnlicher war für Hochbahn-Verhältnisse die Begründung: Fehlendes Personal. Zu viele Krankmeldungen – mehr als normalerweise um diese Jahreszeit.

Auch bei uns sind mehr Kolleg*innen krank als sonst. Stichwort Erkältungszeit & #Corona. Leistungsangebot bleibt. Nur auf der #U3 eine Anpassung: ab 14 Uhr und morgen ganztägig 10-Minuten-Takt. #hvv

— HOCHBAHN (@hochbahn) November 26, 2021

Hintergrund sind neben der üblichen Erkältungszeit – natürlich – die stark steigenden Corona-Inzidenzen, die auch vor den Verkehrsunternehmen nicht Halt machen. Mitarbeitende sind entweder selbst erkrankt oder sitzen wegen Infektionsfällen im Umfeld in Quarantäne. Dazu melden sich offenbar auch ungeimpfte Fahrerinnen und Fahrer krank, weil sie das tägliche Testen leid sind – so spekuliert zumindest der NDR (siehe hier).

Und die Hochbahn – immerhin das zweitgrößte deutsche Nahverkehrsunternehmen mit über 6.000 Beschäftigten – steht mit diesem Problem nicht allein da.

Immer mehr Verkehrsbetriebe in ganz Deutschland melden in diesen Tagen massive Personalengpässe und reagieren mit Fahrtausfällen und Notfahrplänen. Besonders betroffen: Sachsen, wo die Corona-Inzidenzen…

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