Dieser Fußgängersteg verbindet U- und S-Bahn an den Elbbrücken

Großer Schritt für den Doppel-Bahnhof von U- und S-Bahn an den Elbbrücken: Am Pfingstwochenende wurde ein gläserner Verbindungssteg zwischen den beiden Stationen montiert.
Von Christian Hinkelmann
Der 65 Meter lange Fußgängersteg verbindet den künftigen U-Bahnhof mit dem zukünftigen S-Bahnhof an den Elbbrücken
Der 65 Meter lange Fußgängersteg verbindet den künftigen U-Bahnhof mit dem zukünftigen S-Bahnhof an den Elbbrücken

65 Meter lang, 9 Meter über dem Boden und vollverglast: Die beiden künftigen Bahnhöfe von U- und S-Bahn an den Elbbrücken sind um eine Attraktion reicher. Am vergangenen Pfingstwochenende wurde dort ein riesiger gläserner Fußgängersteg montiert, der die beiden Stationen direkt miteinander verbindet.

Umsteigende Fahrgäste können somit in Zukunft wettergeschützt von der U-Bahn über die Straße Freihafenbrücke und die Fernbahngleise der Deutschen Bahn zur S-Bahn gelangen.

“Wir freuen uns, dass der Skywalk nun in vorgesehener Position liegt”, so Hochbahn-Technikvorstand Jens-Günter Lang. “Es hat ein hohes Maß an Koordination erfordert, dass der Einhub der beiden Brückenteile so reibungslos geklappt hat. Ein echter Kraftakt, bei dem viele Einzelmaßnahmen vor allem zeitlich so aufeinander abgestimmt werden mussten, dass am Ende alles passt.”

Neuer Skywalk kam per Schiff zu den Elbbrücken

Die von der Firma H. Lamparter Stahlbau GmbH &Co. KG gebaute gläserne Stahl…

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6 Antworten auf „Dieser Fußgängersteg verbindet U- und S-Bahn an den Elbbrücken“

Schön, dass die Fahrgäste in Zukunft wettergeschützt von der U-Bahn zur S-Bahn Elbbrücken gelangen können. Hatte diese Meldung zuvor schon bei NDR 90,3 im Radio gehört und die Meldung im Internet nachgelesen (siehe hier: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bahnhof-Elbbruecken-Skywalk-eingebaut,elbbruecken186.html).

Im obigen Artikel fehlt aber der Clou: Während der Übergang wettergeschützt ist, werden die S-Bahn-Fahrgäste noch auf sehr viel längere Zeit im Regen stehen gelassen, denn mit dem Bau des Daches der S-Bahn-Station soll erst 2019 begonnen werden – es steht in den Sternen, wann dann (ebenfalls bei laufendem Betrieb) diese extrem aufwändige Dachkonstruktion jemals fertiggestellt wird – bei dem Tempo, in dem die S-bahn auch die Station errichtet…

Dieses war zuvor bereits bekannt und wurde auch in diesem Forum bereits kommuniziert. Im obigen NDR-Artikel sagt aber der dort sog. “S-Bahn-Chef” Kay Uwe Arnecke, dass man noch nicht einmal sicher ist, zum vorgesehenen Termin, dem 9. Dez. 2018, überhaupt in Betrieb gehen zu können! Ich sehe schon die hölzernen Behelfsbahnsteige vor meinem geistigen Auge, mit denen die Fahrgäste zur Eröffnung empfangen werden…

Ich verstehe es immer noch nicht: Inwieweit wird durch diese Station der Hbf durch Fahrgäste mit dem Ziel Innenstadt entlastet? Die S3 fährt doch in die Innenstadt. Niemand wird dort in die U4 umsteigen um die City zu erreichen….

Wie wird die Glasröhre belüftet?
Ich kann mir vorstellen, dass es sonst im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung heiß wie im Backofen sein wird…

In Hamburg neigt man ja dazu, immer gleich einen Hype zu konstruieren. Solche “Skywalks” gibt es doch an jedem zweiten Flughafen auf der Welt. Mir erscheint diese “Umstiegsröhre” auch eher zu schmal konstruiert. Mir geht es so: solange sich z. B. im vollkommen überfüllten Hauptbahnhof (Südsteg) nichts ändert, kann ich mich auch nicht über irgendwelche Glaskonstruktionen an anderen Stationen erfreuen.

Drei Etagen rauf einmal quer über das Fußballfeld und drei Etagen wieder runter: Das nennt man in Hamburg umsteigen, meine Mutter nennt das Marathon. Die müsste mit leichter Kniearthrose die Fahrstühle bemühen und bräuchte so durchschnittlich 8 Minuten zum Umsteigen. Ich fahre weiterhin zum Jungfernstieg und gehe dort ca. 4 Meter abwärts zur U4. Warum gelingt nicht der Umstieg am gleichen Bahnsteig? WARUM? Unfähigkeit? Ignoranz? Dummheit? Bestechlichkeit? Warum gelingen in Deutschland die guten, einfachen Lösungen nicht?

Wenn mit dem selben Aufwand und Nachdruck wie die Station Elbbrücken gebaut wird, auch die viel dringender benötigte Kapazitätserweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs vorangetrieben würde, dann wäre für die Fahrgäste des Hamburger ÖPNV viel gewonnen. Der verkehrliche Nutzen dieses Prestigeprojektes mit sehr langen Umsteigenwegen dürfte gering sein. Eine Verknnüpfung von zwischen S- und U-Bahn wäre an der Station Veddel sinnvoller gewesen, aber der Sprung über die Elbe und die Anbindung von Wilhelmsburg an das U-Bahnnetz ist in den Plänen der Hamburger U-Bahn-Planer nicht enthalten. Stattdessen prestigeträchtige Glasbauten von Stararchitekten, aber später fehlt das Geld die Glasscheiben auch zu putzen, wie man es gut am Dammtor-Bahnhof beobachten kann.

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