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Hamburger Senat: Stadtbahn ist nicht erforderlich

Der Hamburger Senat hält Planungen für eine Stadtbahn nicht für erforderlich.
Christian Hinkelmann
Stadtbahn aus Bremen in 2010 zur Ausstellung in Hamburg
Eine Stadtbahn aus Bremen im Juni 2010 als Ausstellungsstück auf dem Jungfernstieg in Hamburg
Foto: Bahn-Bus-Bilder.de

Das geht aus einer Senatsantwort auf eine entsprechende Anfrage des Verkehrspolitischen Sprechers der FDP-Fraktion, Dr. Wieland Schinnenburg, hervor (Drucksache: 20/8480).

„Leider schließt der Senat die Stadtbahn nur für die Gegenwart aus. Die FDP wird sich dafür einsetzen, dass dieses vom Ansatz her falsche Projekt nie realisiert und das Geld besser für eine Optimierung der vorhandenen Verkehrsträger eingesetzt wird“, so Schinnenburg zu NahverkehrHAMBURG.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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20 Antworten auf „Hamburger Senat: Stadtbahn ist nicht erforderlich“

->** Niemand zwingt die Leute Auto zu fahren, die Stadt mit Autos zu verunstalten zu verlärmen, zu verpesten mit Abgasen der Autos**.

Niemand kann Autofahrer zwingen eben selbiges NICHT zu tun. Zum Glück hat man im Senat auch nicht die Absicht, die Autofahrer durch solche Maßnahmen, wie Zwangsstau oder Maut usw quasi zu nötigen das Auto stehenzulassen. Es wird versucht allen Verkehrsmitteln das Recht zu gewähren sich im Straßenraum zu emanzipieren bzw dort, wo bereits emanzipiert, auch weiterhin die Möglichkeit zu bieten, sich das Verkehrsmittel selber auszusuchen. Ich selber habe alle Führerscheine und bin auch des Radfahrens mächtig und habe eine HVV-Karte. Ich selber entscheide, wann ich welches Verkehrsmittel benutzen möchte und erwarte, dass mir das jeder Zeit möglich ist.
Busse haben im Übrigen auch Abgase und auch Bahnen fahren noch lange nicht komplett klimaneutral. Ich möchte auch noch einmal darauf hinweisen, dass das Radfahren nicht das Nonplusultra ist. Viele (immer mehr) Menschen sind auf den eigenen PKW auch aus gesundheitlichen Gründen angewiesen und können, weil sie ggf. mobilitätseingeschränkt sind, nicht den Weg zur Haltestelle gehen geschweige mit dem Rad fahren. Wenn man in HH 12% Radfahrerquote hat, bedeutet das gleichzeitig, dass 88% NICHT mit dem Rad fahren und diese Mehrheit wird sich auch weiterhin vorbehalten wollen, sich auszusuchen, wie sie sich durch die Stadt bewegen möchte.
Die Frage von Michael ist völlig berechtigt. Ich selbst hätte auch gerne die Stadtbahn, aber es sprechen nun einmal auch viele Sachen dagegen. Es kann ja nicht jeder ein „Cyclist“ sein:-)

@Michael:
„was passiert mit all den autofahrern?
wenn eine spur wegfällt… d. h. es gibt mehr staus.. kein verkehrsfluss usw.
die bahn lohnt nicht“

-> Niemand zwingt die Leute Auto zu fahren, die Stadt mit Autos zu verunstalten zu verlärmen, zu verpesten mit Abgasen der Autos.
Verkehrsfluss gibt es auch mit Bahn, Verkehrsfluss ist wertneutral und bezieht sich auf alle Verkehrsarten, wie z.B. Fußgängerverkehrsfluss, Radverkehrsfluss, Stadtbahnverkehrsfluss . . .

Eine Autobahn ist sowas von unnötig… man kommt überall auch über Stadtstraßen hin.
und nur weil man eventuell mal 5 min schneller ist so ein aufriss zu betreiben…

Die Stadtbahn ist sowas von unnötig.. man kommt überall mit Bus u. Bahn hin.
und nur weil man eventuell mal 5 min schneller ist so ein aufriss zu betreiben..
wo kommen die Leitungen für den strom hin?? was passiert mit all den autofahrern?
wenn eine spur wegfällt… d. h. es gibt mehr staus.. kein verkehrsfluss usw.
die bahn lohnt nicht

die schleppen das Thema Stadtbahn jetzt durch, bis das Finanzierungsgesetzt ausläuft. Dann gibt es keine Kohle mehr vom Bund und die Argumente, dass es nicht finanzierbar ist, treffen dann sogar zu. Das Thema Stadtbahn ist für immer erledigt. Ich sehe da keine Chance. Auch dann nicht, wenn die Grünen wieder mit reinkommen und erst recht nicht, wenn es Schwarz/Gelb gibt.

Nun ist es raus, die Partei der Besserverdiener ist wieder einmal gegen die Stadtbahn, denn es könnte ja sein, dass die Bahn die Besserverdiener in ihren Luxuskarossen behindern könnte. Schon in Wiesbaden wurde die geplante Stadtbahn von der FDP verhindert, was sich immer mehr als Fehler herausstellt. Nun also auch Hamburg. In Anbetracht dieser verheerenden Verkehrspolitik vermag es nicht zu verwundern, dass der Bus-OB inzwischen wohl bei Wahlen nicht mehr die Mehrheit hätte, also wohl mit den Grünen koalieren müsste. Dann beginnt das Spiel von vorne. Olaf spart das Geld für die Stadtbahn, weil er einen weiteren Zuschuss zur Vollendung der Elbphilharmonie braucht . Das nennt sich Sparpoltik zu Lasten der Allgemeinheit. Für die unsinnige Verlängerung der U 4 ist auch Geld da. Wo bleibt da die angekündigte Solidität des Haushalts, denn eine Stadtbahn ist bei diesen Benutzerzahlen im ÖPNV erwiesenermaßen wirtschaftlicher. Wieder einmal wird eine Poltik gegen die Bürger betrieben,wenigstens sollte die SPD ihren Fehler von 1978 nunmehr endlich korrigieren., das könnte sie parteiell rehabilitieren.

@ Max

Die U-Bahn von Stephansplatz würde – wenn überhaupt – heute nur noch bis Siemersplatz geführt werden und direkt nördlich dahinter gäbe es eine offene Abstellanlage (wahrscheinlich in Tieflage). Diese würde westlich direkt hinter dem Audizentrum und Mr.Wash (beim Nedderfeld) hinkommen. Dort ist schon lange Zeit eine Wiese extra dafür freigehalten worden. Eine Weiterführung nach Niendorf-Markt oder gar nach Schnelsen bzw. ein Abzweig nach Groß Borstel würde es nach den Planungen des Zielnetzes aus den 90er Jahre leider nicht geben.

Auch die Strecke nach Osdorf wäre über längere Abschnitte in offener Tieflage erfolgt und nicht nur als teure Tunnellösung ! So hätte es beispielsweise auch zwischen dem Eckhoffplatz und Osdorfer Born eine sehr große offene Abstellanlage, ähnlich wie in Billstedt, gegeben.

@Max: bis in die 1970er Jahre hatte Hamburg sogar sechs Nahverkehrssysteme – außer der Straßenbahn fuhren auf der Alster auch die Dampfer im Linienverkehr zum HVV-Tarif

Es wird von vielen Kommentatoren gebetsmühlenartig wiederholt, wie verhältnismäßig günstig die Stadtbahn doch wäre (28 km Streckenlänge inkl. Fahrzeuge rund 1 Mrd. EUR). Ich habe in Karlsruhe gewohnt und weiß, wie gut eine Stadtbahn sein kann. ABER: Ich verstehe es auch, wenn man kein fünftes Nahverkehrssystem neben S-Bahn, U-Bahn, Bus und Hafenfähre einführen möchte, um sich zusätzliche Overheadkosten zu sparen. Ich finde es sinnvoll, wenn man die vorhandenen Verkehrsmittel sinnvoll ausbaut und dadurch Synergien hebt. Für 1 Mrd. wäre vielleicht die U-Bahn-Strecke Stephansplatz–Niendorf Markt drin (dann wohl ohne Fahrzeuge). Das würde ich sofort unterstützen!

Was interessiert mich das Geschwätz der FDP, sollte der ÖPNV in 10 Jahren zusammenbrechen, sind alle Parteien sowieso wieder für die Stadtbahn. Gibt es überhaupt eine Partei, die für die Einführung der Stadtbahn ist?
Und ewig grüßt das Murmeltier! Wie langweilig!

mich überrascht das nicht.Wer nicht regiert ist eh immer anti. Ich weiss auch nicht, was diese Anfrage sollte.Wenn die FDP eine Chance sieht, jemals mit in den Senat zu kommen, dann redet dieser Politiker eh wieder genau anders herum, wenn es ihm wahltaktisch was bringt. Die Stadtbahn wird niemals mehr gebaut werden. Hier ist der Zug im fahrsten Sinne des Wortes abgefahren. Wenn das in 10 Jahren mal wieder Thema ist, dann fahren die neu angeschafften Busse eh schon überwiegend elektrisch und die Busflotte ist so groß geworden, dass man uns dann wieder vorrechnet, der Bau einer Stadtbahn wäre zu teuer.

Da könnte es die FDP ja nach über 40 Jahren wieder gut machen, dass sie die U4 nach Lurup/Osdorf verhindert hat und den Niendorfern nur die bescheidene Anbindung über Hagenbeck beschert hat, anstatt über Siemersplatz und Hoheluft.

Aber wer wählt denn heute auch noch die FDP in Zeiten einer Spät-Römischen-Dekadenz und Hotelmilliardenverschwendungen ? Und Wahlen stehen in Hamburg z.Zt. auch nicht an.

In einem ist die FDP ja konsequent: Ihrer Ablehnung der Stadtbahn. Nur was wird, wenn die „Gewinne“ des Busbeschleunigungsprogrammes in wenigen Jahren aufgebraucht sind? SPD: Habt Ihr darauf schon eine Antwort???

Gegen das Busbeschleunigungsprogramm (also „Optimierung vorhandener Verkehrsträger“) hat die FDP genauso gewettert wie jetzt gegen die Stadtbahn. Die Partei steht lediglich für das Auto und hat verkehrspolitisch so überhaupt keinen Weitblick. Das wird von den Wähler dann ja auch immer mit einstelligen Wahl-Ergebnissen quittiert :-).
Die Stadtbahn ist nicht nur sinnvoll, sie wäre auch jetzt schon notwendig. Das weiß auch der Verkehrssenator – nur der darf seinem Herrn und Meister nicht wiedersprechen. Wer 200 Millionen für ein Konzerthaus übrig hat, dass nicht einmal 5% der Hamburger besuchen werden, hat kein Geld für ein sinnvolles Verkehrsprojekt das mindestens 50% der Hamburger zugute kommen würde? Verrückte Welt!

Der Hamburger Senat mit seinem „König Olaf“ ist zur Zeit wirklich sehr weltfremd – auf vielen Buslinien knarzt es gewaltig. Von wegen „modernstes Bussystem Europas“ – Hamburg braucht die STADTBAHN!

Ein Armutszeugnis, Herr Scholz!

Es ist klar, dass Besserverdiener nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, daher auch nicht wissen und erfahren, wie sinnvoll eine Stadtbahn für die weitere Verkehrsentwicklung in Hamburg sein könnte.
Glücklicherweise scheint eine Regierungsbeteiligung dieser Partei – zumindest auf Landesebene – nicht zu erwarten zu sein.

Hier im Norden heißt das:“Rin in de Kartüffeln, rut ut de Kartüffeln“. Was hat sich denn seit dem Ende der schwarz-grünen Koalition so weltbewegend verändert, daß die CDU jetzt (wieder) eine Stadtbahn fordert?

Na, wenn die FDP sich beeilt ein totes Projekt erneut zu töten, scheint sie ja große Angst zu haben, dass die Stadtbahn in Kürze mit größerer politischer Unterstützung aufs Tapet kommt. Amüsant!

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