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Bekommt die S4 in Ahrensburg einen besseren Umstieg zur U-Bahn?

Bahn reagiert auf Kritik an der geplanten S-Bahnlinie S4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe. Neben Verbesserungen in Bargteheide könnte auch der Umstieg zur U-Bahn in Ahrensburg optimiert werden. Außerdem bringt der NAH.SH-Verbund plötzlich eine ganz neue Regionalbahnlinie ins Spiel.
Christian Hinkelmann
S4-Sonderfahrt in Ahrensburg
Sonderfahrt auf geplanter Linie S4 im Herbst 2011 in Ahrensburg
Foto: Christian Hinkelmann

Nach viel Kritik aus den Städten Ahrensburg und Bargteheide ist die Deutsche Bahn nun offenbar doch bereit, Ihre Pläne für die neue S-Bahnlinie S4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe zu überarbeiten. Das Unternehmen hat erstmals Offenheit für nachträgliche Verbesserungen signalisiert.

In Ahrensburg werde „intensiv“ über eine bessere Verknüpfung zwischen der S4 und der U-Bahnlinie U1 nachgedacht, wie Bürgermeister Eckart Boege (SPD) gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG erklärt. Und in Bargteheide wird diskutiert, die Kleinstadt doch nicht auf ewig vom Regionalzugverkehr abzuklemmen. Der Verkehrsverbund NAH.SH bringt gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG sogar eine ganz neue Regionalbahnlinie mit Halt in Bargteheide ins Spiel.

So sehen die aktuellen Planspiele rund um die S4 in Ahrensburg und Bargteheide aus und das sagen die Beteiligten dazu.

Eigentlich sollte die neue S-Bahnlinie S4 den Bahnverkehr im Kreis Stormarn ab Ende des Jahrzehnts deutlich attraktiver machen und die Verkehrswende voranbringen: Schluss mit den oft unzuverlässigen Regionalzügen mit Umsteigezwang am Hamburger Hauptbahnhof. Bühne frei für eine durchgehende Verbindung von Bad Oldesloe bis zum Hamburger Jungfernstieg, zu den Landungsbrücken, zur Reeperbahn und nach Altona – teilweise im 20-Minuten-Takt, innerhalb Hamburgs sogar noch öfter.

Kritik: Bahn nahm Gesprächsangebot nicht an

Doch je näher die Bauarbeiten auf dem schleswig-holsteinischen Streckenabschnitt rücken, desto lauter wird die Kritik – vor allem aus den beiden Städten Ahrensburg und Bargteheide. Sie fühlen sich von der Deutschen Bahn vor vollendete Tatsachen gestellt und kritisieren, dass das Unternehmen Baupläne umsetzen will, die teilweise 20 Jahre alt und längst überholt sind. Die Stadt Bargteheide hatte sich nach eigenen Angaben beispielsweise schon vor Jahren ver…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „Bekommt die S4 in Ahrensburg einen besseren Umstieg zur U-Bahn?“

Danke schön für eure neuen Erkenntnisse!
Das sind ja mal positive Nachrichten. Ich muss auch anhand der bisherigen Entwicklungen immer wieder sagen, dass ich das Team um Frau Karam für sehr kompetent halte, das sich nicht so schnell „die Butter vom Brot nehmen lässt“, auch nicht im eigenen (schwerfälligen) Konzern und auch nicht angesichts der Finanzsituation im Bund. Das ist sicher nicht ganz einfach, wenn ich z.B. an andere Projekte (Elbbrücken, Ottensen) denke. (Zaunspfahl an S-Bahn Hamburg bezüglich DB StuS! 😉)

Die Neuplanung in Bargteheide hat wirklich etwas für sich, nicht nur die verbesserte Anbindung an die Stadt und den ÖPNV. Es müssen in diesem Fall auch weniger Fahrwege durch die S-Bahn-Züge gekreuzt, als in der bisherigen Variante. Außerdem habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es eines Tages zur Verlängerung des separaten S-Bahn-Gleises bis Bargteheide kommen muss, wenn der 20-Minuten-Takt stabil gehalten werden soll.
Und wenn das alte Stellwerk dazu noch woanders wieder aufgebaut werden kann, umso besser. Das hätte man in den 2000ern auch mit dem markanten Reiterstellwerk in Reinbek machen sollen. Schade.

Was Ahrensburg West betrifft: Liebe DB und liebe Hochbahn, setzt euch mal zusammen!😉

Ich fände eine Umsteigemöglichkeit in Ahrensburg-West durchaus charmant – mehr aber auch nicht! Wir alle wissen, dass eine solche kaum benötigt wird. Wer in die Innenstadt will, bliebe in der S4 sitzen. Wer nach Barmbek oder zum Flughafen will, bliebe ebenfalls sitzen. Nur wer aus OD kommend nach Volksdorf oder Farmsen möchte, hätte wohl einen Zeitvorteil durch das Umsteigen. Und dann wären da noch diejenigen, welche von Großhansdorf nach Rahlstedt oder Tonndorf möchten. Ich sehe da kein Potenzial, was den erheblichen Aufwand rechtfertigen würde. Das Geld und die Arbeitsleistung werden an anderer Stelle viel nötiger gebraucht.

Also in Ahrensburg West muss auf jeden Fall die Überführung über die U-Bahn breiter, damit da unten ein 2. Gleis und ggf. ein Bahnsteig hin passt. Dann noch von beiden Seiten Treppen vorbereiten und den Bahnsteig Ahrensburg West etwas weiter nach Norden verlegen. Fertig ist ein prima Umsteigepunkt. Schon in der Vorplanung wurde diese „halbe Lösung“ bemängelt aber als „nicht vorgesehen“ abgestempelt.
Eine RE-Linie Kiel-Bad Oldesloe-Hamburg ist aber schon im Nahverkehrsplan S-H vorgesehen, ganz neu ist das also nicht. Schlussendlich könnten hierfür ja auch die frei werdenden Kapazitäten aus dem Wegfall der RE81 in Hamburg Hbf genutzt werden. Aber auch so könnte der RE8 nach Fertigstellung des Bahnhofes gut in Bargteheide halten. Genug Pufferzeit wäre ja da.

Genug „Pufferzeit“ wäre möglicherweise da, aber nicht genügend Plätze. Ich denke nicht, dass ein regelmäßig vollbesetzter RE8 den Bargteheidern viel Freude machte.

Eine Regionalbahn KI – SE – OD – HH würde sicherlich nur stündlich verkehren, wäre für die Bargteheider aber eine schnelle Alternative und würde den Hauptbahnhof nicht so sehr in Anspruch nehmen wie derzeit die RB81.

Denn die S4 mag viele Vorteile bringen, aber erhöht leider auch die Fahrzeit, was gerade für die weit draußen Wohnenden von Nachteil ist. Die Großhansdorfer und Norderstedter können ein Lied davon singen …

Gut das man sich Gedanken um einen sinnvollen Übergang von U1 zur S4 Haltestelle Gedanken macht wobei Ampeln alleine wären kein sinnvoller Übergang.
Aber warum ist das nicht schon vor Jahren in den Vorabplanungen adressiert worden. Was ist das eigentlich für eine Planungssystem bei der Bahn, die jahrelang vor sich hin dümpelt und dann kurz vor Planfeststellungsverfahren und auch nur aufgrund öffentlich Drucks sich hier bewegt. (und in diesem Fall auch der HVV). Nochmal: jedes Jahr Verzögerung bei Planungen kosten weit mehr als gleich größzügiger zu planen.

Das ist wirklich erschreckend, wie weit die Planer gedanklich von den Örtlichkeiten und den Fahrgastbedürfnisse weg sind. Eine der vielen Mängel des ÖPNV, die auch mit viel mehr Geld nicht zu ändern sind.

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