Im ganzen HVV nur noch vorn in den Bus einsteigen

Schon länger hat es der HVV durchscheinen lassen – jetzt ist es Gewissheit: Ab März dürfen Fahrgäste auf fast allen Buslinien nur noch durch die vordere Tür einsteigen und müssen beim Fahrer ihre Tickets vorzeigen. Kritik kommt von der GAL.
Von Christian Hinkelmann
Einstieg vorn: Zwei Frauen steigen an der vorderen Tür beim Busfahrer ein
Einstieg vorn: Zwei Frauen steigen in der Mönckebergstraße in Hamburg an der vorderen Tür in einen Bus ein. Der Einstieg vorn ist beim HVV seit einigen Jahren auf den meisten Linien ganztags Pflicht.

Der HVV macht ernst im Kampf gegen Schwarzfahrer: Ab dem kommenden März dürfen Bus-Fahrgäste im gesamten Verkehrsverbund nur noch durch die vordere Tür einsteigen. Ausgenommen sind laut einer HVV-Erklärung nur die stark belasteten Metrobuslinien 4,5 und 6.

Hintergrund für die Maßnahme ist die hohe Schwarzfahrerquote im Busverkehr, die sich mit der neuen Einsteige-Regelung offenbar deutlich senken lässt.

So soll der Anteil der Schwarzfahrer in Bergedorf, wo schon seit dem Frühjahr nur noch vorn eingestiegen werden darf, von 4,8 auf 1,9 Prozent gesunken sein. In der Testregion Harburg ging der Anteil sogar von 6,6 auf 1,7 Prozent zurück. Gleichzeitig soll der Umsatz beim Fahrkartenverkauf im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent angestiegen sein.

Darüber hinaus beruft sich der HVV auf Fahrgastbefragungen, nach denen die neue Einsteige-Regelung überwiegend auf Zustimmung stößt. Demnach sollen bei einer Befragung im Frühjahr 69 Prozent der Fahrgäste in Bergedorf und Harburg den Einstieg vorn mit “positiv” oder “neutral” bewertet haben. Bei einer weiteren Umfrage im September soll die Zahl sogar auf 79 Prozent angestiegen sein. Ähnlich hoch soll die Zustimmung bei den Busfahrern in den beiden Pilotgebieten sein.

Außerdem soll eine weitere HVV-Untersuchung ergeben haben, dass 86 Prozent der befragten Fahrgäste die Ausweitung de…

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