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Als die U-Bahn noch durch den Hamburger Hafen und Güterzüge am Heiligengeistfeld fuhren

Neun Beispiele zeigen anhand von historischen Stadtplänen, wie stark sich die Verkehrswege in Hamburg seit den 1940er-Jahren verändert haben, wo Bahngleise und Straßen verschwunden sind und wo neue dazu kamen. Eine Zeitreise.
NAHVERKEHR HAMBURG Redaktion
Bis in die 1960er Jahren fuhren direkt neben dem heutigen Stadion des FC St. Pauli Güterzüge – nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Verkehrsinfrastruktur in Hamburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Bis in die 1960er Jahren fuhren direkt neben dem heutigen Stadion des FC St. Pauli Güterzüge – nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Verkehrsinfrastruktur in Hamburg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Foto: Geoportal Hamburg

Wussten Sie, wo im Hamburger Hafen mal eine U-Bahnlinie unterwegs war, wo am heutigen Stadion des FC St. Pauli mal Güterzüge rangierten, wie sich am Hamburger Flughafen ganze Straßenzüge radikal verändert haben und wo genau die AKN früher mal in Altona einen eigenen Bahnhof hatte?

Nein? Dann kommen Sie mit uns auf eine kleine Zeitreise und vergleichen Sie historische Stadtpläne aus den 1940er, 50er, 60er- und 70er-Jahren mit heutigen Karten. Wir haben Ihnen dafür neun Beispiele herausgesucht, die zeigen, wie sich die Verkehrswege in der Hansestadt im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben.

Darin zeigen wir Ihnen unter anderem den Verlauf einer ehemaligen U-Bahnlinie, die nach dem Zweiten Weltkrieg nie wieder aufgebaut wurde, wie ein kompletter Bahnhof an der Stresemannstraße im Laufe der Jahre verschwunden ist, wie ein ganzer Stadtteil sprichwörtlich zerrissen wurde und wie das Gebiet der heutigen HafenCity früher einmal aussah.

Möglich werden diese Vorher-Nachher-Vergleiche durch einen neuen Online-Service der Stadt Hamburg. Sie stellt seit einigen Monaten historische Stadtpläne in Ihrem Geoportal öffentlich zur Verfügung – sortiert nach Jahrzehnten. Die ältesten Karten stammen aus dem Jahr 1925. Das Portal lädt zum ausgedehnten Stöbern durch Hamburgs Historie ein: Mit we…

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Hier schreiben die Autorinnen und Autoren der NAHVERKEHR HAMBURG-Redaktion mit einem konstruktiv-kritischen Blick auf nachhaltigen Nahverkehr und die Verkehrswende in Hamburg.

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6 Antworten auf „Als die U-Bahn noch durch den Hamburger Hafen und Güterzüge am Heiligengeistfeld fuhren“

Kommisch, in der Hauptstadt hat noch heute viel mehr Gleisanschlüße als die Freie und Abrissstadt Hamburg, schade eigendlich

Wenn man das so liest, dann macht Hamburg seinem Spitznamen als „Freie und Abrissststadt“ alle Ehre, besodners, was den Abriss von Bahnanlagen angeht. Mal psotiv gewendet: eines davon wäre sicher wieder Auf- und Ausbaufähig, z.B. die U-Bahnlinien nach Rotheburgsort oder die Straßenbahn vor dem Bahnhof Altona, aber nicht nur dort, sondern als neue Linie von Altona nach über die Science City, Lurup nach Osdorf und weiter nach Schenefeld. Wäre schneller umzusetzen und mit maximal 20% der Kosten deutlich preiswerter als ein S-Bahn, die voraussichtlich angesichts klammer Haushalte niemals kommen wird. Aber ach Straßenbahn: hier herrscht ja in Hamburg staatlich verordnetes Denkverbot…

Und wieder die Chance für meine ernstgemeinte Frage: Wo bitte soll denn die Straßenbahn von Bahnhof Altona (gemeint ist der heutige) durch Ottensen in Richtung Science City fahren? Das ist heute jedes Mal mit der 2 eine Qual durch die enge Bebauung.

Obwohl, Platz wäre schon, wenn der Fernbahnhof verlegt wäre…

Ach, ich hätte da schon einen Vorschlag, den ich gern wieder mal anbieten kann. 😉
Der würde sogar ganz in der Nähe des ehemaligen Straßenbahndepots in Altona beginnen: Eine Nostalgie-Straßenbahn, die im Schellfischtunnel hoch und runter fahren kann. Zwei alte Straßenbahnwagen gibt es ja noch auf Hamburger Gebiet, die wieder flott gemacht werden können. Alte Wandrosetten gibt es bestimmt noch irgendwo im Hamburger Westen. Stralsund könnte ebenfalls aushelfen. Ebenso lassen sich bestimmt auch noch alte, verschnörkelte Masten und Ausleger auftreiben.
Nur die schönen gebogenen Auslegerbügel der Wandsbeker Industriebahn (WIB, Foto u.a. in der aktuellen „Wandsbek informativ“ Nr. 03, Seite 10) gibt’s nicht mehr, da mein Bezirk leider, bis auf eine Tafel am Ohly Werk, keine Erinnerung mehr an die WIB pflegt. (Einen klitzekleinen Gleisrest kann man noch an einem Werkstor in der Helbingstraße sehen.)
Aber für unsere Altonaer Straßenbahnfans wäre so eine Nostalgiebahn bestimmt das Richtige. Sie hätten dann endlich ihre heißgeliebte Straßenbahn und Hamburg eine neue Touristenattraktion.
Eine weitere Straßenbahn muss in Altona ja dann nicht mehr gebaut werden. 😉

In Ottensen eine Stadtbahn einzurichten ‚(oberirdisch) wäre nun wirklich ein Anschlag auf das Leben der Fußgänger und Radfahrer dort. Generell finde ich die Idee aber, anstelle einer S31 nach Osdorf eine Stadtbahn zu bauen (oder auch eine auf Viadukten fahrende „U“ Bahn) sehr gut, gerade auch wegen der Kosten und des weniger aufwendigen Baus. Ob diese nun in Diebsteich beginnt oder in Altona Alt, das müßte man halt untersuchen. Wichtig wäre in jedem Fall, zu akzeptieren, daß in Ottensen schlicht aus Platzgründen unterirdisch gebaut wird und möglichst mit einem einfachen Übergang zu S-Bahn. (es gibt ja Vorbauten für eine U Bahnhaltestelle unterhalb der S-Bahn. )
Es geht ja auch darum, wie man Desy störungsfrei umfahren kann. Dieses Problem ist im Moment weder für die S-Bahn noch für eine angedachte Stadtbahn gelöst.
Unabhängig von der Frage, die unsere lieben Stadtbahnverfechter leider nie beantworten wollen, das nicht klar ist, ob eine Stadtbahn genügend Kapazitäten schafft.

Das ist ja ein großartiger Hinweis und Teaser. Habe mir gleich mal in dem Portal Stellingen über die Jahre angeschaut. Früher war sicher nicht alles oder auch nur vieles besser, aber manche Stadtplaner müssen gruseliges Zeug geraucht haben.

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