Ausschreibung der S-Bahn kommt langsam voran

Die Ausschreibung des S-Bahn-Verkehrs in Hamburg kommt offenbar nur langsam voran. Die Verhandlungen zwischen der Stadt und interessierten Bahnbetreibern befinden sich noch immer in der ersten Runde. Möglich sind bis zu drei Durchläufe.
Christian Hinkelmann
S-Bahn im Tunnelbahnhof Jungfernstieg in Hamburg
S-Bahn im Tunnelbahnhof Jungfernstieg in Hamburg

Das teilte die Wirtschaftsbehörde gegenüber NahverkehrHAMBURG mit. „Es gab mehrere Bietergespräche, in denen die Vertragsunterlagen erläutert wurden. Auf Grund dieser Gespräche wurden die Unterlagen angepasst“, so Behördensprecherin Helma Krstanoski.

Wie die Veränderungen in den Vertragsbedingungen konkret aussehen, will die Behörde mit Rücksicht auf das laufenden Vergabeverfahren nicht sagen.

Die Behörde rechnet damit, dass die interessierten Unternehmen auf Basis der neuen Bedingungen bis Ende November ihre Angebote für den S-Bahn-Verkehr abgeben werden.

Die Ausschreibung der Hamburger S-Bahn war zu Jahresbeginn gestartet und hatte sich im Frühjahr um zwei Monate verzögert, weil sich die Erarbeitung der Vertragsunterlagen laut Wirtschaftsbehörde in mehreren Punkten schwieriger gestaltete als geplant.

Knackpunkt: Im Hamburger S-Bahn-Netz können nur speziell konstruierte Züge eingesetzt werden, über die nur die Bahn-Tochter S-Bahn Hamburg GmbH verfügt. Sollte ein anderes Unternehmen die Ausschreibung gewinnen, müsste es auf eigene Kosten eine neue S-Bahn-Flotte entwickeln und bauen lassen, bzw. Teile der aktuellen Züge von der Deutschen Bahn abkaufen.

Da dieser Umstand potentielle Bewerber abschrecken könnte, hat der Senat bereits Vorbereitungen für ein mögliches Scheitern der Ausschreibung getroffen. In diesem Fall würde die …

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Diese Brücke hinter dem S-Bahn-Zug darf nicht mehr befahren werden - Ausfädelung der Bahnstrecke nach Diebsteich am S-Bahnhof Holstenstraße. (Foto: Christian Hinkelmann)

Holstenstraße: S-Bahn bleibt noch lange gestört

Marode Brücke an der Holstenstraße muss laut Bahn abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dass die DB dazu keinerlei Zeitplan nennt, lässt wenig Gutes erwarten.

Wer hier vom Bus mal eben schnell zur S-Bahn will, braucht eine gute körperliche Fitness - vor allem mit Gepäck. (Foto: Christian Hinkelmann)

Dauerbaustelle Berliner Tor: Endausbau dauert noch Jahrzehnte

90 Stufen, keine Aufzüge, jahrelange Verzögerungen: Am Berliner Tor erleben Fahrgäste täglich eine der härtesten Umsteigesituationen Hamburgs. Wir zeigen, warum sich daran so bald nichts ändert und wieso der Bahnknoten noch lange unvollendet bleibt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner