Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Bald kommen die ersten Elektro-Gelenkbusse nach Hamburg

In Berlin fahren sie schon – in Hamburg noch nicht: Vollelektrische Gelenkbusse für stark belastete Linien. Doch das soll sich bald ändern. Die ersten Fahrzeuge werden in Kürze in der Hansestadt erwartet.
Christian Hinkelmann
Noch gibt es viele freie Stromanschlüsse im neuen Elektrobus-Betriebshof in Alsterdorf
Noch gibt es viele freie Stromanschlüsse im neuen Elektrobus-Betriebshof in Alsterdorf
Foto: Florian Büh

Seit Anfang des Jahres dürfen in Hamburg nur noch Linienbusse angeschafft werden, die mit einem „lokal emissionsfreien“ Antrieb ausgerüstet sind – also beispielsweise Batterie- oder Wasserstoffbusse. So hat es der Hamburger Senat den Verkehrsunternehmen im HVV vorgegeben.

Und tatsächlich sieht man seit einigen Monaten immer öfter neue Elektrobusse auf den Straßen. Allerdings handelt es sich dabei nur um so genannte Solobusse, die meist auf weniger belasteten Strecken fahren oder um Mini-Busse, wie beispielsweise die Bergziege im engen Blankeneser Treppenviertel.

Die große Gelenkbusse, die vor allem auf den fahrgaststarken Metrobuslinien eingesetzt werden, fahren noch immer mit Dieselantrieb durch Hamburg, denn die beiden größten Busunternehmer in der Hansestadt, die Hochbahn und die VHH, haben noch keine vollelektrischen Gelenkbusse in ihren Flotten.

Berlin setzt auf E-Gelenkbusse aus Polen

In Berlin sind solche rein batteriebetriebenen Gelenkbusse dagegen schon seit einigen Monaten Alltag. Im vergangenen April bekamen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den ersten von insgesamt 90 bestellten Elektro- Gelenkbussen vom polnischen Hersteller Solaris ausgeliefert (siehe hier).

Ab Ende August gingen die ersten 17 E-Gelenker vom Typ „Solaris Urbino 18 electric“ auf der hochfrequentierten Berliner Stadtbuslinie 200 in den regulären Fahrgastbetrieb. Die Fahrzeuge werden entlang der Strecke an zwei Ladestationen aufgeladen, die sich an Haltes…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Bauarbeiten für Busbeschleunigungsprogramm in Hamburg

Busbeschleunigung Hamburg: Im vergangenen Jahr ist wenig passiert

Seit vier Jahren sollte das Busbeschleunigungsprogramm in Hamburg fertig sein. Doch neue Senatszahlen zeigen: Die Ziele sind noch längst nicht erreicht. Im vergangenen Jahr gab es wenig Fortschritte. Stattdessen wurden Maßnahmen gestrichen. Eine Schlüssellinie ist sogar erst zu 20 Prozent umgebaut.

Vom künftige Bahnsteig an der S-Bahn-Haltestelle Diebsteich stehen bis jetzt erst einzelne Teile. (undatiertes Bild der Deutschen Bahn, aufgenommen zw. Januar und Juli 2023)

Bahnhof Diebsteich: Wiedereröffnung verschiebt sich um fast ein Jahr

S-Bahn-Station Bahnhof Diebsteich bleibt viele weitere Monate gesperrt. Bahn nennt gewichtige Gründe. Wann die Haltestelle wieder ans Netz gehen soll, was die Verzögerungen für die Eröffnung des Fernbahnhofs bedeuten und welche geplante S-Bahn-Großsperrung deswegen jetzt verkürzt wird. Die Einzelheiten.

Schneematsch auf einem Radfahrstreifen in Hamburg (Archivbild).

Winterchaos auf Hamburgs Radwegen: Die unendliche Suche nach einer Lösung

Seit Jahren sucht Hamburg alternative Streumittel für Radwege, die besser wirken. Nach einer aufwendigen Studie liegen seit einem Jahr Ergebnisse dazu vor. Doch passiert ist seitdem kaum etwas. Einen Zeitplan kann die zuständige Umweltbehörde nicht nennen. Radfahrende werden sich wohl noch lange gedulden müssen.

3 Antworten auf „Bald kommen die ersten Elektro-Gelenkbusse nach Hamburg“

Einzige E_Mobilität bei Bussen sind Trolleybusse. Diese funktionieren inzwischen auch, wenn nur Teilstrecken unter Oberleitung befahren werden. Dabei kann man auch Batterien aufladen, mit deren Energie man Abschnitte ohne Leitung durchfährt- spart teure Abzweigungs- und Kreuzungslösungen!

Moin Ole,
warum sollte man in eine alte Technologie investieren, wenn man eine neue, bessere Technologie hat?
Die Batterien bringen die Leistung, die benötigt wird. Vor allem ist die Entwicklung am Anfang und schon die nächste Charge, die nach HH geliefert wird, hat wieder bessere Batterien. Zudem müsste man die ganze Stadt- bis auf wenige Ausnahmen- mit Oberleitungen bestücken. Das ist nun wirklich keine gute Idee.
Nicht vergessen: die Verkehrsbetriebe dürfen keine Busse mit Verbrennungsmotor kaufen. Und in der ganzen Stadt, auf jeder Linie Trollybusse, ist keine praktikable Lösung. Hat man im Übrigen alles in den letzten Jahren schon selektiert. Es kommen nur 2 Technologien infrage: Wasserstoff, oder Batterien als E-Antrieb. Letzteres liegt zur Zeit klar vorne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert