Bauarbeiten für S-Bahnhof Ottensen sollen im Frühsommer starten

Nach knapp 16 Jahren Planung sollen im Frühsommer endlich die Bauarbeiten für den neuen S-Bahnhof in Ottensen starten. Die Vorbereitungen sind gestartet. Eröffnung: Ende 2020.
Christian Hinkelmann
S-Bahn am geplanten neuen Bahnhof Ottensen zwischen Bahrenfeld und Altona in Hamburg
Genau hier, am Bahrenfelder Steindamm, soll der neue S-Bahnhof Ottensen gebaut werden

Seit knapp 16 Jahren planen die Deutsche Bahn und die Stadt Hamburg einen zusätzlichen S-Bahnhof zwischen Altona und Bahrenfeld an den Linien S1 und S11.

Nachdem der Bau für die neue Haltestelle Ottensen immer wieder verschoben wurde, steht der Baustart jetzt offenbar kurz bevor. Voraussichtlich zum Ende des 2. Quartals 2019, also im kommenden Juni, sollen die Hauptbauarbeiten beginnen, teilt die Deutsche Bahn mit.

In den vergangenen Wochen hatte das Unternehmen bereits das künftige Baufeld am Bahrenfelder Steindamm frei gemacht und das Gehölz am Bahndamm zurückgeschnitten.

Bahnhof Ottensen wird in 13 Phasen gebaut

Die Bauarbeiten für den neuen S-Bahnhof Ottensen werden laut DB in insgesamt 13 Bauphasen eingeteilt. Nach der Baustelleneinrichtung und der Verlegung von Leitungen sollen am Bahndamm zunächst Spundwände in den Boden gerammt werden, bevor die Erd- und Gleisarbeiten beginnen. Dann sollen in das Brückenwiderlager am Bahrenfelder Steindamm ein Treppenaufgang und ein Aufzug zum zukünftigen Mittelbahnsteig hineingeschnitten werden (siehe hier).

Um Platz für den neuen Bahnsteig zu schaffen, muss das nördliche S-Bahn-Gleis um einige Meter Richtung Norden verschwenkt werden. Es soll künftig ungefähr dort verlaufen, wo sich heute noch ein altes Gütergleis befindet.

Ganz zum Schluss der Ba…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

So sahen die allerersten Busse 1926 nach Umrüstung auf Luftreifen und mit Wagennummer aus.

Vor 100 Jahren startete die Hochbahn ins Bus-Zeitalter

Am 5. Dezember 1921 nahm die Hochbahn ihre erste Hamburger Buslinie in Betrieb. Der Takt war dicht, die Fahrzeuge unbequem und nach nur zehn Monaten war das Experiment auch schon wieder beendet. Erst zwei Jahre später kam es zum Comeback.

Symbolbild: Bauarbeiten im Tunnel der Hamburger U-Bahn.

Ausblick 2022: Das verändert sich dieses Jahr bei U- und S-Bahn in Hamburg

Baugenehmigung für eine künftige S-Bahn nach Kaltenkirchen, offizieller Baustart der U5 und Tunnelbau in Horn: Beim Ausbau des U- und S-Bahn-Netzes in Hamburg stehen in diesem Jahr wichtige Entscheidungen, Baustarts und Inbetriebnahmen an. Ein Überblick, was genau passiert.

Anzeigetafel: Verspätungen und Ausfälle bei der Bahn

Wann wird die HVV-Garantie endlich einfacher?

„Pünktlich oder Geld zurück“, verspricht der HVV. Doch wer bei Verspätungen darauf pocht, muss viel Bürokratie ertragen. Seit zwei Jahren fordert die Bürgerschaft eine Vereinfachung, doch Verbund und Behörde zeigen wenig Interesse. Eine Bestandsaufnahme.

5 Antworten auf „Bauarbeiten für S-Bahnhof Ottensen sollen im Frühsommer starten“

18 Monate Bauzeit und 22,6 Mio EUR?

Mein Tipp:
Eröffnung Ende 2021 (= 30 Monate Bauzeit) mit Restarbeiten bis Ende 2022 und etwa 36 Mio EUR.
Gründe sind dem Klopfomaten zu entnehmen.

Fährt die S-Bahn auf der Brücke (künftiger Osteingang) nicht über die Bahrenfelder Straße anstatt über dem Bahrenfelder Steindamm?

Was lange wärt wird hoffentlich gut.

Ich freue mich für die Ottenser und dass mit dieser Maßnahme endlich eine lang notwendige Nachverdichtung erfolgt.

Dass die Planung 16 Jahre dauerte, zeigt, wie träge und zeitraubend die Entscheidungen in Hamburg ablaufen.

Die exzessiven Kosten (von ursrpünglich EUR 10 Mio. auf jetzt EUR 22,6 Mio.) und die lange Planungszeit für den Einbau eines neuen Haltepunktes in eine bestehende Bahnlinie kommt von der DB AG Taktik möglichst viele Instandhaltungskosten, die die Bahn tragen müsste, auf den Steuerzahler abzuwälzen. Die Kostenegünstigste Variante wäre gewesen an die bestehenden Gleise rechts und links zwei Seitenbahnsteige anzufügen, die von den am jeweiligen Ende der Station liegenden Unterführungen her zugänglich wären. Nachteil dieser Lösung man bräuchte jeweils zwei Treppenaufgänge. Die DB AG plant hingegen einen Mittelbahnsteig. Dafür müssen die Gleise auseinander gerückt und die Brücken (die die DB AG sonst auf eigenen Kosten hätte sanieren müssen) verbreitert werden. Das treibt die Kosten und die Bauzeit. Seitenbahnsteige aus Fertigteilen könnten innerhalb weniger Wochen errichtet werden einschließlich der erfordlerichen Ergängzung der Signaltechnik. Aber schlanbke Lösungen mag die DB nicht und die Stadt ist so dumm der DB AG das alles durchgehen zu lassen und zu zahlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.