Bezirkswahl 2019: Diese Mobilitäts-Ziele haben die Parteien in Wandsbek

Wo sollen Bahnen und Busse öfter fahren? Radfahrer auf der Straße oder auf dem Bürgersteig? Mehr oder weniger Parkplätze? Das fordert die Politik zur Bezirkswahl in Wandsbek.
Christian Hinkelmann
So wollen die Parteien im Bezirk Wandsbek die Verkehrsprobleme lösen
So wollen die Parteien im Bezirk Wandsbek die Verkehrsprobleme lösen

In zwei Wochen ist Bezirkswahl in Hamburg. Wir haben dazu in allen Hamburger Bezirken die Parteien befragt, wie sie eigentlich zum Thema Verkehr stehen. Herausgekommen sind knapp 50 exklusive Interviews, die wir hier in einer siebenteiligen Serie veröffentlichen.

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Heute geht es um den Bezirk Wandsbek, der unter anderem durch den geplanten Bau der S-Bahnlinie S4 vor tiefgreifenden Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur steht. Wie die Parteien bis zur Eröffnung der S4 den HVV-Verkehr im Bezirk verbessern wollen und wie sie zu den Themen “Tempo 30”, “Parkplatzabbau” und “Radverkehr” stehen, lesen Sie hier ausführlich.

NahverkehrHAMBURG: Welche Verbesserungen planen Sie für den ÖPNV im Bezirk Wandsbek?

SPD Wandsbek (Anja Quast, Platz 1 auf der Bezirksliste):
Der Bezirk Wandsbek profitiert ganz besonders von der Hamburger Dekade des Schnellbahnausbaus, mit dem Bau der neuen S-Bahn S4, der neuen U-Bahn-Linie U5 und der neuen U1-Haltestelle in Oldenfelde. Damit erhalten 200.000 Wandsbekerinnen und Wandsbeker erstmals einen direkten und attraktiven Schnellbahnanschluss. Auf den vorhandenen Linien wollen wir den Takt weiter verdichten und der Umbau zu barrierefreien Haltestellen wird weiter vorangebracht, so dass Anf…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Bezirkswahl 2019: Diese Mobilitäts-Ziele haben die Parteien in Wandsbek“

Nun zu den Parteien.
SPD: Klar, wie auch in den anderen Bezirken, Herausstellen der ganzen “Erfolge” als Senatspartei und das in salbungsvollen, staatsmännischen Worten. “So entwickeln wir Hamburg von der autogerechten zur mobilitätsgerechten Stadt.” > Zur “autogerechten Stadt” kann ich nur noch auf Ricola-Art antworten: Wer hat’s erfunden? 😉
CDU: Will es (nach Worten) wohl allen recht machen? Die Wahrheit verrät aber ein Wahlplakat “Unsere Verkehrsmittel” am Wandsbeker Markt: Auf diesem etwas unscharf-diffus gehaltenem Foto sehe ich vor allem jemand, der total entspannt sein Auto via Fernbedienung verriegelt, dann stehen noch zwei weitere Blechkisten rum und ein Hochbahn-Dieselmonster. Ein Fahrrad oder eine Bahn habe ich beim besten Willen nicht gefunden. (Lasse mich aber gern korrigieren.)
Dass die Linke “die Sorgen der Anwohner wegen des überregionalen Güterverkehrs ernst” nimmt, enttäuscht mich dann doch etwas. (Nach meinem Bauchgefühl: die Sorgen der S4-Blockierer wegen der anstehenden Veränderungen (auch ihrer Grundstücke)). Ansonsten OK, wenn auch ohne Mut zur Stadtbahn.
Die Grünen sind auch OK, wenn auch ohne Mut zur Stadtbahn. Trotzdem: Es ist ja schön, was ihr fordert. Ihr seid aber an der Regierung, warum tut ihr’s dann bisher nicht. Und: Beim Thema S4 ist zu wenig Herzblut dabei.
Die Piraten sind in Wandsbek die einzigen, die Mut zur Stadtbahn haben!
Den Rest kommentiere ich jetzt nicht noch. (Kommt eh nicht für mich infrage.)

Jedoch immer daran denken: Verkehrspolitik ist nur ein kleiner Teil für eine Wahlentscheidung.
Aber: Vor allem wählen gehen!

Und ein Dankeschön an Christian Hinkelmann und sein Team für diese Arbeit! Daumen hoch, dafür gebe ich gern den “Soli”.

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