Bund kündigt neuen S-Bahn-Tunnel unter dem Hamburger Hauptbahnhof an

Spektakulärer Plan: Der Bund will am Hamburger Hauptbahnhof einen neuen S-Bahn-Tunnel graben. Das wurde heute überraschend bekannt.
Von Christian Hinkelmann
Menschenmassen warten im Sommer auf S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof
Menschenmassen warten im Sommer auf S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof

Große Überraschung am Rande der Eröffnungsfeier für den neuen S-Bahnhof Elbbrücken: Der Bund will unter dem Hauptbahnhof einen zusätzlichen S-Bahtunnel bauen.

“Das ist eine sehr gute Nachricht für Hamburg. Wenn wir die Fahrgäste verdoppeln wollen, dann müssen wir Kapazitäten schaffen – und wo sollen wir den Hauptbahnhof sonst erweitern”, erklärte Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium am Rande der S-Bahnhofs-Eröffnung an den Elbbrücken unserem NahverkehrHAMBURG-Reporter vor Ort.

Demnach sollen die heutigen S-Bahn-Gleise in der Haupthalle des Hamburger Hauptbahnhofs komplett verschwinden und in einen neuen S-Bahn-Tunnel verlegt werden. Damit soll laut Ferlemann zusätzlicher Platz für neue Fernbahngleise geschaffen werden. “Dann haben sie mehr Kapazitäten für die regional- und Fernbahn. Das ist das Ziel, so der CDU-Politiker zu NahverkehrHAMBURG.

Wann der neue Tunnel kommen soll, kann allerdings noch dauern: “Das ist ein Projekt, das wird nicht von heute auf morgen kommen. Wir werden mit einer Machbarkeitsstudie beginnen, die die technische, ökologische und auch und auch wirtschaftlichen Bedingungen abtestet, aber wenn ich das richtig sehe, ist die einzige Lösung, den Hamburger Hauptbahnhof aus seiner eingemauerten Lage zu befreien. Und wenn wir mehr Fahrgäste haben wollen, müssen wir eben die Kapazitäten schaffen”, so Ferlemann.

Die Machbarkeitsstudie könnte laut dem CDU-Politiker frühestens im nächsten oder übernächsten Jahr beginnen. “Dann brauchen wir …

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29 Antworten auf „Bund kündigt neuen S-Bahn-Tunnel unter dem Hamburger Hauptbahnhof an“

ENDLICH mal eine Idee mit Durchschlagkraft!! Bis zu drei Bahnsteiggleise für Fernverkehr mehr (Gleis 3,4 und 10) im Hauptbahnhof und man hätte für den S-Bahn-Takt nach Berlin auch genug Platz. Die ICE könnte sogar dort wenden.

Hoffentlich ist das die Erklärung, warum die DB alle Maßnahmen verschleppt hat und auch die U5-Mitte-Planung noch nicht vorgestellt wurde. Das wäre es wert.

Nach Luftbildern könnte der S-Bahnsteig nur dort liegen, wo die U5 in der Kirchenallee hin sollte. Würde man es richtig machen, wäre eine kurzer Umsteigeweg zu U1 und U3 machbar.

Grundsätzlich ist das eine Idee, die zu begrüßen ist. Jedoch habe ich erhebliche Zweifel daran, dass das jemals umgesetzt wird und nur eine leere Phrase am Rande der Festlichkeit bleibt.
Hierbei ist mir persönlich auch die Frage aufgekommen, wie der aktuelle Planungsstand für die Erweiterung des Hauptbahnhofes ist? Wurde der Architektenwettbewerb bereits ausgeschrieben?

Na dann hoffen wir doch mal stark, dass die Bauarbeiten nicht exakt dann beginnen, wenn der derzeit geplante Ausbau an der Nord- und Südseite abgeschlossen ist und dafür alles wieder eingerissen werden muss…
Das hat das Potenzial mal visionär einen großen Wurf zu tätigen und HH für die nächsten 100 Jahre fit zu machen.

Den Hauptbahnhof entlastet nicht man nicht durch neue Gleise, Tunnel und mehr Züge, sondern mit einem Konzept, dass Dammtor, Harburg, Bergedorf und den neuen Westbahnhof zu attraktiven Bahnhöfen und Umsteigepunkten macht. Dass der gesamte Hamburger Norden völlig fernverkehrsfrei ist, ist langfristig auch kein Zustand.

Das entlastet aber alles nicht den Hauptbahnhof.
Sinnvoll wäre eine Elbquerung im Bereich Altona,
also etwa bei Heimfeld ein Gleisdreieck,

Vergleichbar der A7.
Die vierte Röhre hat zwar auch eine Milliarde gekostet,
billiger wird das Projekt am Hbf aber auch nicht.

Und dann könnte man auch Fernzüge
Hannover – Harburg – Altona – Westerland fahren
und so den Hbf entlasten.
Selbstverständlich auch Zweisystem-S-Bahnen.

Geht’s noch? Kein Stellwerk für dir S31 Süd hinbekommen, keine Abnahme für brauchbare Türsteuerungen, aber so ein Wahnsinnsprojekt.
Inkompetenz zeigte auch seine Rede, die behauptete, nun müsse man nicht mehr am Hauptbahnhof umsteigen um aus dem Süden zum Jungfernstieg zu kommen.

Tolle Nachricht! – Jetzt sollte man die Politiker beim Wort nehmen und nicht gleich wieder argwöhnen: wird ja doch nichts. Und wenn ein so ambitioniertes Projekt angepackt wird, dann bitte ausreichend dimensioniert für eine wirkliche Verkehrswende. Wenn schon buddeln, dann für 4 neue Gleise, so dass außerhalb der Halle dann 6 S-Bahn-Gleise zur Verfügung stehen (eine harte Nuss für die Planer). Wenn es dann noch gelingen würde, in der Halle für den Fernverkehr einen vollwertigen 6. Bahnsteig zu bauen statt der Verlegenheitslösung mit dem Halbbahnsteig, dann wäre Hamburg in Sachen Schienenverkehr ein ordentliches Stück vorangekommen – jedenfalls so weit, wie man ohne eine zweite Elbquerung im Westen kommen kann.

Die Aussage des Verkehrs-Staatssekretärs zeugt von wenig Ortskenntnissen. Sicher wäre eine weitere Entlasstung des Hauptbahnhofs wünschenswert, wenn mindestens die beiden Gleise 3-4 aus der Haupthalle in einen Tunnel wandern würden, wo aber sol der Tunnel sich genau befinden ? Erweiterung neben die Gleise 1-2 unterhalb der Kirchenallee oder neuer Tunnel an anderer Stelle ?
Achtung: die Umgebung des Hauptbahnhofs hält im Untergrund viele Hindernisse bereit (Tunnel U1/U3 am Hbf-Süd / Tunnel U2 am Hbf.-Nord). Wie tief runter unter die Erde (Trude) darf es denn gehen ?

Auf den ersten Blick ein Schritt, der den einzig gangbaren Weg aufzeigt. Jedoch wird der Aufwand dafür wahrscheinlich so gravierend, dass der finanzielle Rahmen astronomisch werden könnte. Und mehr Kapazitäten für die regional- und Fernbahn? Welcher Bahnsteig (Fernbahn) platzt aus allen Nähten? Jo 13/14.
Wenn also auf der S-Bahn Seite Platz geschaffen werden würde, dann müssen(!) alle Bahnsteige neu angeordnet werden um in Nord/Süd-Richtung irgendwelche Effekte zu bekommen. Oder zusätzlich via Berliner Tor eine Nord/Süd Zufahrt noch mitgebaut werden. Der Aufwand wird dadurch noch utopischer.

Nicht das ich (auch sehr großen) Aufwand für falsch halte, wenn man ein wichtiges Ziel erreichen will, im Gegenteil, jedoch befürchte ich, dass ´höhere´finanzielle Probleme (und damit meine ich diesmal keineswegs den Brexit) aus diesem ´Traum´in sehr absehbarer Zeit sehr drastisch die Luft herauslassen.
Ich gehe davon aus, dass das dem Bund bekannt ist. Darum lege ich diesen Plan, als ´vor die Nase gehaltene Möhre´, um die Esel bei Laune zu halten, in die dafür zuständige Schublade ab. Leider.

Aber wenn man etwas reißen will sollte man langsam in die Puschen kommen. Die Bauzeit dafür würde aber sicher so lang werden, dass man eher Hotels auf dem Mars erleben wird. Die Experten für die Abläufe in der Bauplanung werden da sicher besseren Output haben

Ach ja hatte ich vergessen (eben alter weißer Mann), ist es nicht bewundernswert, wenn man soviel Energie und damit wahrscheinlich auch eine sehr große Menge Geld für die Infrastruktur in Norddeutschland investieren möchte, obwohl die Ecke doch letztendlich dem Untergang geweiht ist.
https://www.focus.de/wissen/klima/risiko-sturmfluten-3-millionen-deutschen-droht-wegen-klimawandel-der-verlust-der-heimat_id_11456725.html

Ist wohl ähnlich wie bei dem bisher unbekannten Millionär B.Obama der sich für 11,75 mio ein Luxusanwesen am Strand der Insel Martha’s Vineyard (also recht deutlich im selben Atlantischen Ozean) zugelegt haben soll.
Der Klimawandel scheint bestimmte Bereiche nicht zu betreffen oder die Propheten vertrauen ihren Prophetien nicht wirklich. Irgendwas stimmt da wohl nicht… sorry mittelschwerer VT-Anfall. Ich geh und nehme meine Pillen. Ich denke einfach zu kritisch.

Eine Lesebrille würde schon helfen. Eine Bedrohung heißt nicht, dass sie nicht abgewandt werden kann. Hamburg investiert bereits viele Millionen jedes Jahr, um die Deiche zu erhöhen. Ebenso ist es kein Naturgesetz, dass das Worst-Case-Szenario eintreten wird. Nur Überschriften aufschnappen und missinterpretieren, damit sie ins skurrile Weltbild passen und der Selbstbestätigung dienen, hat nicht sonderlich viel mit Kritik zu tun. Übrigens ist die Lage an der amerikanischen Küste in der Tat eine andere und “im selben Ozean” kein sonderlich sachlicher Einwand. Das sollte selbst beim Lesen des Artikels eigentlich auffallen, da bereits zwischen den Niederlanden und Norddeutschland unterschiedliche Werte angegeben sind. Eigentlich.

Auch hier verweise ich durch den Artikel´nur´exemplarisch und ketzerisch auf die schönen vielen, von ´den´ Wissenschaftlern (bzw. ´den´Medien freudig aufgebauschten) aufgezeichneten Worst-Case-Szenarios. Diese ganzen Roland Emmerich Ansagen kommen keineswegs aus meinem skurrilen Weltbild. Wie oft muss ich eigentlich noch darlegen, dass ich den Quatsch nur als satirischen Spiegel vorhalte? Die Welt verändert sich. Hat sie schon immer. So what?

Aber halt komisch das trotz aller Szenarien weltweit lieber in Wassernähe investiert wird. Und jetzt bitte keine Einwände, dass diese überhaupt nichts mit den ´Klimainvestoren´ zu tun hätten.

Und was nützen bei der aktuellen Diskussionskultur und der allgemeinen Achtung und dem Respekt gegenüber anderen Positionen (Satire aus) sachliche Einwände. Stadtbahn oder Klima, egal. Obwohl ich zu Gute halten möchte, dass ich die Antworten mittlerweile durchaus als qualitativ hochwertiger empfinde. Wenn wir es jetzt noch schaffen, diese ganzen unterschwelligen Abwertungen und Überheblichkeiten zu unterlassen, weil der eine meint, mehr Wert als der andere zu sein, dann könnte man einen lösungsorientierten Meinungsaustausch pflegen, der eine Bereicherung für Jeden von uns zur Folge hätte. Aber wer will das schon? Dafür müsste man ja von seinem moralischen Podest steigen.

Ein Drittel der Niederlande (!!!) liegt bereits heute unterhalb des Meeresspiegels. Der Flughafen AMS bei minus 4 Meter. Und??? Die Niederlande haben ca. 20 Meter hohe Deiche gebaut, das reicht – auch bei Sturmflut – für die nächsten tausend Jahre. Denn der Meeresspiegel steigt weniger als einen Meter in HUNDERT Jahren.

Auch London hat ein Themse-Sperrwerk gebaut – und will es noch erweitern.
Warum auch nicht für Hamburg ein Elbe-Sperrwerk am N-O-Kanal bauen?
Eventuell mit Schleusen.
Dann hat man wieder für 1000 Jahre ausgesorgt.

Hamburger brauchen wieder ihre geliebte Straßen Bahn den es War das große und alte Straßen Bahn netzt Europas da durch wurde der Hauptbahnhof entlastet werden und mann kommt schneller ans Ziel ohne um steigen

Sie Optimist 🙂 In 20 Jahren sind die ersten Klagen abgewehrt worden weil es dort irgendwo Fledermäuse gibt…
Aber im Ernst, was soll am Hauptbahnhof geschehen? Gäbe es eine S4 und eine S32, wäre der Durchsatz auf den 4 Gleisen überhaupt noch machbar? Eine tiefe Untertunnelung könnte sinnvoll sein, aber die müsste man dann auch bis Altona oder Diebsteich durchziehen. Ich träume ja auch von einem Überführungsbauwerk, was nach Hammerbrook die S3 in Richtung Berliner Tor abbiegen lässt, aber das ist technisch wohl nicht so einfach zu realisieren.

Also in München schaffen sie es ja irgendwie mit so einer Art LZB 36 Züge pro Stunde durch den S-Bahntunnel zu knüppeln. Vier Linien (S1, 2, 3, 4 im Citytunnel, S11, 21, 31, 32 auf der Verbindungsbahn) im 10 min Takt (macht 24tph) sollten also kein Problem sein. Aber leider schafft es die Bahn ja nicht mal 3 Linien nach Harburg zu schicken…

Es sollte schon in der Tendenz mehr werden, als nur 4 Linien pro Richtung und Tunnel. Schließlich wollen wir irgendwann mal eine S41 für einen 5-Minutentakt nach Wandsbek und Stormarn haben. Technisch wäre das möglich, wie das Beispiel aus München zeigt.

Die S-Bahn München hat genau diese LZB.
es sind aber keine 36, sondern nur knapp über 30 Fahrten je Stunde.
Vermutlich 33.
Kurze Aufenthalte sind durch doppelte Bahnsteige
an den 3 wichtigsten Stationen (Hbf, Stachus, Marienplatz) möglich.
Da wird an einer Seite aus-
und gleichzeitig von der anderen Seite eingestiegen.

In Stuttgart fahren auch 24 Züge je Stunde
durch die zentrale Stammstrecke.
(6 Linien in der HVZ alle 15 Minuten).

Allerdings wegen Überlastung sehr verspätungsanfällig,
da noch Leute in den Türen stehen
und diese dann nicht schließen.

Deshalb hat die Bahn am kritischsten Halt Hbf
jetzt menschliche “Zurückhalter”
für weitere Fahrgäste im Einsatz!

Die LZB = Linien-Zug-Beeinflussung ermöglicht,
dass ein nachfolgender Zug bis auf ca. 100 Meter
voll gesichert an den vorhergehenden heranfahren kann.
Da die Elektronik exakt (12 Meter genau)
seine Position kennt.
So kann ein nachfolgender Zug sofort an den Bahnsteig heranfahren,
nachdem der vorausgehende losgefahren ist.

Kostet aber ca. 500.000 Euro je Zug
plus ca. 100 Millionen für die Zentrale und die Strecke.
Wenn die Stadt das zahlt, macht es die Bahn –
ansonsten nicht – obwohl es Aufgabe von DB-Netz ist.
Aber bereits 25 Mrd. Euro Schulden des DB-Konzerns
lassen grüßen.

Der S-Bahntunnel soll bis Diebsteich gehen und Verbindungsbahn viergleisig als Fernbahn. Großer Wurf und die Posse um Diebsteich ist erledigt! Diebsteich braucht nun mindestens acht Gleise nur für die Fernbahn.

Werden damit auch alle Probleme der S-Bahn gelöst? Dammtor könnte mit U1 und U5 endlich eine echte Umsteigstation werden, Sternschanze Regionalbahnhof mit U-Bahnanschluss und die S-Bahn könnte Messehallen endlich mit der U2 verbunden werden?

Die Idee gab es bei der Bahn schon vor zehn Jahren aber damals haben sich alle bei größeren Summen sofort in die Hose gemacht. Also blieb es in der Schublade. Hätte die Bahn das 2016 angeboten, hätten wir jetzt schon die Machbarkeitsstudie. Denn den Tunnel brauchen wir jetzt und nicht in 20 Jahren.

Im Netz geht schon das Konzept rum: Dammtor bekommt zwei Bahnsteige. Der S-Bahnsteig ist für Züge von und nach Berlin u. Lübeck. Züge nach Süden bleiben wie heute.

Im Hauptbahnhof kommt ein Berliner Bahnhofsteil (Gleise 3 bis 6) und Hannoverscher Bahnhofsteil (Gleise 7 bis 9, 11 bis 14). Betrieblich ist damit alles gelöst und noch Luft nach oben, denn damit entfallen all die nervigen Fahrstraßenkreuzungen im Nordkopf. Der Hamburger Hauptbahnhof sieht dann vom Gleisbild aus, wie Amateure sich Modelleisenbahnstationen bauen. Aber betrieblich alles cool.

Die geplanten Maßnahmen würden alles sprengen, was ich für in vernünftiger Zeit für umsetzbar halte.
Eine Hauptursache für die heutigen Probleme am Hauptbahnhof ist die (gänzlich?) nicht vorhandene Durchbindung von Regionalzügen, stattdessen ist der Hauptbahnhof praktisch ein „doppelter Kopfbahnhof“. Die wünschenswerte Durchbindung scheitert an der geringen Kapazität der Verbindungsbahn. Vor allem Dammtor als Haltepunkt reduziert die Leistungsfähigkeit.
Mein Vorschlag: Die vier Gleise in Dammtor werden nur für die Fernbahn genutzt, die aber weiterhin nur über zwei Gleise verfügt. Mit zwei Gleisen pro Richtung im Bahnhof wäre die Kapazität trotzdem erheblich höher. Hinzu kommt ein Überwerfungsbauwerk im Hauptbahnhof-Nordkopf, um Konflikte dort zu verringern, die sich aus den Durchbindungen ergeben. Der größte Umbaubedarf wäre, die S-Bahn am Dammtor in einen Tunnel zu verlegen. Ich denke dabei an einen Abschnitt zwischen westlichem Alsterpark und Bundesstraße, mit der Station umsteigegünstig unter dem Theodor-Heuss-Platz.
Was spräche für, was gegen diesen „Ausbau light“? Und warum wurde Dammtor damals eigentlich nicht sechsgleisig gebaut wie z. B. Berlin Zoo?

Der Ferlemann-Vorschlag ist nichts anderes als Wahlkampfgetöse. Von technischer, zeitlicher wie von kostenmäßiger Seite her unrealisierbar. Man stelle sich nur vor die Tunnelbohrmaschine fährt unter der Verbindungsbahn her und dann passiert soetwas wie Rastatt…… Das Ergebnis nicht auszudenken.
Offen bleibt auch woher das ganze Geld kommen soll. Die Bahn wird davon keinen EURO berappen. Die Supernummer soll doch nur davon ablenken, dass seit über 7 Jahren über die Kapazitätsengpässe am Hauptbahnhof diskutiert wird, aber bisher nichts, aber auch rein gar nichts passiert ist. Dabei liegen ausreichend Vorschläge auf dem Tisch, was an kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen am Hauptbahnhof zu ergreifen ist, um der Überfüllung Herr zu werden. Das Einfachste und faktisch kostenfrei umzusetzen ist die Durchbindung der RE/RB Zürge von Kiel nach Bremen und von Neumiünster nach Lüneburg/Uelzen. Ferner die Umstellung der DB Fahrplanauskunft, die noch immer Umstiege am Hbf. aneigt, obwohl in Altona oder Dammtor umgestiegen werden kann. Dann sollten zumindest pro Stunde einer der ICE je Richtung auf den Bahnhöfen in Harburg, Bergedorf, Dammtor und Altona halten, um Umsteigevorgänge vom Hauptbahnhof wegzuverlegen. Als nächstes kämen bauliche Maßnahmen, wie zusätzliche Treppenabgänge von der Steintordammbrücke und der Altmannbrücke, dann ein Bahnsteig an Gleis 9, von der Nutzung der Bunkergrundplatte auf der Cityseite des Hauptbahnhofs für einen Doppelbahnsteig für kopfmachende RE-Züge aus Cuxhaven usw. ganz zu schweigen.

Viel wichtiger und schneller umzusetzen ist der vollständige zweigleise Ausbau der Güterumgehungsbahn um tangentiale Verkehrs am Hauptbahnhof vorbeizuführen. So könnte es schon heute – trotz des nördlichen nur eingleisen Abschnittes – zumindest im Stundentakt durchlaufende Züge von Elmshorn über Barmbek, Horn, Harburg nach Lüneburg geben. Damit würden galant größere Verkehrsströme am Hauptbahnhof vorbeigeleitet. Ferner eignet sich die Güterumgehungsbahn – die ja nach den Träumen der Planer nach Fertigstellung der Fehmarnbeltquerung bald nur noch wenige/gar keinen Güterverkehr mehr aufweisen soll – hervorragend für den Ausbau zu einem S-Bahn-Ring nach Berliner Vorbild. Dazu müsste aber ein Überwerfungsbauwerk in Eidelstedt errichtet, Diebsteich nicht zu einem Fernbahnhof, sondern zu einem S-Bahn-Knoten im Hamburger Westen (mit Ausfädelung der S32 zu den Arenen, DESY, Osdorf-Lurup-Schenefeld) ausgebaut werden, und mittelfristig eine Elbquerung für die Bahn parallel zum Elbtunnel gebaut werden, um dann über Heimfeld nach Harburg zu führen. Dann müssten alle Reisenden aus dem Süderelberaum, die in den Hamburger Westen wollen, nicht mehr über den Hauptbahnhof fahren. Diese Projekte ließen sich alle für einen Bruchteil der Investitionskosten und der Zeit umsetzen, die das Untertunnelungsprojekt Verbindungsbahn erfordern würde. Der Nutzen für den Fahrgast käme schneller und nachhaltiger. Allerdings würde die Tunnelbohrmaschinenfirma Herrenknecht, wo der ehemalige DB Chef Grube als Aufsichtsratsvorsitzender untergeschlüpft ist, weniger Tunnelbohrmaschienn verkaufen!

Ein Bahn-Elbtunnel wird ähnlich lang wie die 2. Stammstrecke für Hamburg, bräuchte aber ein größeres Profil für die Fahrleitung. Weniger kompliziert ist das sicher nicht.

Wenn Google alles richtig gemacht hat, dann finde ich als Laie folgende Daten.

Die Rampen werden jede über zwei Kilometer lang, wenn man sicher unter der Elbe durchkommen will. Altona liegt durchschnittlich 20 m über NN. Die Elbe ist beim Elbtunnel 16,7 Meter unter NN tief. Dazu kommt noch eine Überdeckung von bis 13 Meter und der Tunnel selbst. Die Höhendifferenz beträgt ca. 60 Meter bei 2,5 % möglicher Steigung…. Im Bereich des Bahnhofs Altona läge der Tunnel auf einer Höhe von ca. zehn Meter unter NN und die Bahnsteige dürfen dann auf ca. 500 Meter Länge nur um 2,5 Promille geneigt sein?

Ein größeres Profil kostet nur wenige Prozent mehr.
In München hat man die U-Bahn-Tunnel deshalb gleich so groß gebaut,
dass auch die S-Bahn-Züge mit Oberleitung durchpassen.

Nur nutzen tut man das jetzt nicht –
stattdessen soll für mehr als 2 – eher 3 Milliarden
eine weitere, gut 10 km lange,
Zweite Stammstrecke
gebaut werden.
Näheres unter diesem Begriff zu finden.

Am neuen Stuttgarter Hbf sind die Bahnsteige mit 15 Promille geneigt.
Sechs Mal so stark wie in der EBO vorgesehen

Geht mit Ausnahmegenehmigung des Verkehrsministers,
wenn er das macht.

Das ist eine Kleinigkeit 😉

In Stuttgart baut man vom Hbf bis zum Flughafen
zurzeit einen knapp 10 Kilometer langen Tunnel.
Höhenunterschied ca. 200 Meter.
Dazu weitere Tunnel, insgesamt über 60 Kilometer.

Und am tiefsten Punkt auch einen “Hauptbahnhof” mit 8 Gleisen,
400 Meter lang und mit 15 Promille Neigung.
Der Minister hat dies erlaubt!

Kostet allerdings schlappe
10 Milliarden Euro.

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