Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Neuer Fahrplan im HVV bringt Verbesserungen und auch Verschlechterungen

Neue Liniennummern bei der S-Bahn, Taktverbesserungen, zusätzliche Buslinien und weniger Regionalzüge wegen des Bahnhofbaus in Altona: Der nächste Fahrplanwechsel im HVV bringt nur wenig Angebotsverbesserungen – und auch ein paar neue Nachteile für Fahrgäste mit sich. Hier alle HVV-Fahrplanänderungen im Detail.
Christian Hinkelmann
Fahrgäste warten auf eine S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof.
Fahrgäste warten auf eine S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof.

Der neue HVV-Fahrplan wird für Fahrgäste nur wenig Verbesserungen – und teilweise sogar Verschlechterungen bringen. Nach den großen Angebotsoffensiven der vergangenen Jahre soll es zum diesjährigen Fahrplanwechsel am 10. Dezember nur kleine punktuelle Angebotsverbesserungen geben. Auch der seit drei Jahren versprochene durchgehende Fünf-Minuten-Takt auf den drei wichtigsten Hamburger U-Bahnlinien von morgens bis abends ist zum anstehenden Fahrplanwechsel im HVV schon wieder nicht vorgesehen.

Die größten Veränderungen stehen zum HVV-Fahrplanwechsel bei der Hamburger S-Bahn an. Dort geht im Dezember das lang angekündigte neue Liniennetz an den Start, das zwar keine wesentlichen Taktverbesserungen bringt, aber die Zuverlässigkeit im Netz insgesamt erhöhen und Verspätungen senken soll. Dazu wurden teilweise auch bewusst die Fahrzeiten verlängert. Und: HVV-Fahrgäste müssen sich neue Liniennummern und -wege merken. Gut für Fahrgäste: Auf einer wichtigen Linie sollen ab dem Fahrplanwechsel den ganzen Tag über extralange Züge fahren.

Bei der U-Bahn gibt es nur kleine punktuelle Taktverbesserungen und im Regionalverkehr sogar Nachteile für die Fahrgäste. Bei der Nordbahn fahren beispielsweise auf der Strecke zwischen Elmshorn und Hamburg-Altona viele Züge nur noch bis Pinneberg und nicht mehr nach Hamburg weiter. Der Grund sind die Bauarbeiten am neuen Fernbahnhof Altona. Beim Metronom droht ein weiter reduzierter Fahrplan, weil Personal fehlt.

Beim Busverkehr kommt am 10. Dezember eine neue Expressbuslinie im HVV dazu, zwei Nachtbuslinien werden im Gegenzug abgeschafft. Ansonsten beschränken sich die Fahrplanänderungen beim Busverkehr auf einzelne Taktverdichtungen, größere Fahrzeuge und Änderungen bei Linienwegen.

Lesen Sie hier ausführlich alle relevanten Fahrplanänderungen im HVV im detaillierten Überblick.

Diese Änderungen gibt es zum Fahrplanwechsel im HVV ab dem 10. Dezember 2023

S-Bahn

S1 Wedel – Flughafen/Poppenbüttel

  • Integration aller Fahrten der Verstärkerlinie S11 in die neue S1 über Jungfernstieg (Citytunnel).
  • 5-Minuten-Takt montags – freitags in den Hauptverkehrszeiten (6:30 Uhr bis 9 Uhr und 15 Uhr bis 19 Uhr) zwischen Blankenese und Poppenbüttel
  • In Altona und am Hauptbahnhof verlässliche bahnsteiggleiche Anschlüsse über Dammtor (Verbindungsbahn)

S2 Altona – Aumühle

  • Integration aller Fahrten der Linie S21 in die neue S2 über Dammtor
  • 5-Minuten-Takt montags – freitags in den Hauptverkehrszeiten (6:30 Uhr bis 9 Uhr und 15 Uhr bis 19 Uhr) zwischen Altona und Bergedorf
  • In Altona und am Hauptbahnhof verlässliche bahnsteiggleiche Anschlüsse über Jungfernstieg (Citytunnel)

S3 Pinneberg – Neugraben

  • Fahrten der neuen S3 über Jungfernstieg (Citytunnel)
  • Einsatz von Langz…

    Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Die AKN-Linie A1 zwischen Hamburg und Kaltenkirchen wird zur S-Bahnlinie S5 umgebaut. Dazu müssen unter anderem alle Bahnsteige verlängert und erhöht werden, wie hier in Bönningstedt.

Wird die S-Bahn nach Kaltenkirchen noch teurer?

Hamburg und Schleswig-Holstein wollen sich offenbar in den nächsten Wochen zu den aktuellen Kosten für das gemeinsame S-Bahn-Projekt äußern. Die letzte Kalkulation stammt noch aus Zeiten vor Inflation und Ukraine-Krieg. Und eine überraschende Planänderung könnte die Kosten noch weiter erhöhen.

Der neue S-Bahnhof Diebsteich wird später fertig als bisher angekündigt und sorgt im Herbst für eine lange Großsperrung im Netz.

S-Bahn Hamburg: Ein Monat Vollsperrung im Herbst

Der S-Bahnhof Diebsteich wird später wiedereröffnet als bisher angekündigt und auf zehntausende S-Bahn-Fahrgäste im Hamburger Nordwesten kommt im Herbst eine lange Vollsperrung zu. Die Einzelheiten.

10 Antworten auf „Neuer Fahrplan im HVV bringt Verbesserungen und auch Verschlechterungen“

Schade, die Fähre 73 nach Wilhelmsburg hat es wieder nicht geschafft, obwohl sie eine gute Alternative sein kann, wenn die anderen Verbindungen über die Norderelbe mal wieder ausfallen. Sie sollte auch endlich mal an den Wochenenden fahren.

Was hier komplett fehlt und nirgends kommuniziert wurde:
Auf der RB71 entfallen die „Verstärkerzüge“ zwischen Altona und Pinneberg, d.h. von Elmshorn, Tornesch, Prisdorf, Pinneberg entfällt pro Stunde eine Fahrt! Insbesondere für Tornesch und Prisdorf bedeutet dies, dass nur einmal pro Stunde wieder nach Altona gefahren werden kann!

zu „Dass dafür u.a. ein Nachtbus nach Neugraben herhalten muss, geschenkt.“:

Ich war auch erst irritiert, aber am Wochenende fährt der 641 ja eh nur von Neuwiedenthal bis Neu Wulmstorf und unter der Woche bleibt es ja hoffentlich bei Reeperbahn – Neckersstücken

Das sind schon recht enttäuschende „Verbesserungen“. Die Linie 18 fährt schon lange am Anschlag. Bei dem jetzigen Fahrplan müssten längst Gelenkbusse fahren um den Bedarf einigermaßen zu decken. Selbst am Wochenende sind die Solo-Busse oft bis unter die Hutschnur voll. Die Hochbahn argumentiert dann immer mit „Am-Stühm-Süd“ können Gelenkbusse so schlecht wenden (wenn dann aber aus der Not geboren doch mal ein Gelenkbus dort eingesetzt wird, gelingt es ihm auf wundersame Weise doch dort zu wenden). Dann gäbe es mehrer Möglichkeiten: die Haltestelle „Am-Stühm-Süd“ wird Gelenkbus-freundlich umgebaut, oder die Linienführung wird geändert (Gelenkbusse bis zum Bramfelder Dorfplatz und dann eine Zubringerlinie, oder endlich ein Expressbus 37 – andere Stadteile haben ja auch X-Busse bekommen als der Schnellbus abgeschafft wurde), oder aber man erhöht den Takt mit Solo-Bussen weiter und auch am Wochenende, was aber deutlich mehr Busfahrer benötigen würde. Garnichts tun ist jedenfall der falsche Ansatz und wird keinesfalls zur „Mobilitätswende“ beitragen.

Wünschenswert wäre auch, wenn unser Verkehrssenator ein Jahre altes Versprechen einlösen würde und (da es nun ja keine S11 mehr gibt) die S1 ganztägig im 5 Minuten-Takt fahren lassen würde. ich wäre schon mit einer Ausweitung bis morgens 10 Uhr zufrieden.

Eine nicht erwähnte bedeutsame Verbesserung ist die Wiederaufnahme der RB81-Verstärker-Züge ab und bis Ahrensburg in den HVZ.
Die wesentlichen Bauarbeiten im PFA1 sind wohl fertig und das Baurecht im PFA2 lässt auf sich warten…

Hallo Herr Elmers,
die Verstärkerzüge fahren schon seit einiger Zeit wieder, wurde auch hier schon thematisiert. Aber leider ist alles, was mit der RB81 zusammenhängt allgemein kein Thema in HH, auch nicht in gewissen Fan-Foren. Da gibt es keine Diskussionen zur Situation auf der RB81. Und wenn sich mal was in den S4-Thread „verirrt“ hat, dann interessiert das auch niemanden und dort gestellte Fragen bleiben unbeantwortet. Da wird lieber heiß über farbige Liniennummern auf der BR 490 diskutiert oder – man glaubt es kaum! – darüber, ob nicht doch der VET von der U-Bahn genutzt werden soll und sämtlicher S-Bahn-Verkehr nur noch über den Citytunnel verkehren soll. Oder es wird gejammert, wenn irgendwo irgendwann mal kein 5-Minuten-Takt ist.
Nein, die Arbeiten im PFA 1 haben noch gar nicht richtig begonnen. Die Gleisverlegung war nur temporär für die zweigleisige Anbindung der GUB, die aber auch noch nicht fertig ist. Danach wird erst wieder der Regionalverkehr auf das herkömmliche Gleispaar zurück verlegt. Dann muss statt der Behelfsbrücke über die GUB, eine richtige für die S4 gebaut werden. Auch das Überwerfungsbauwerk hinter Hasselbrook fehlt noch. Nicht mal Schwellen für Stromschienenböcke wurden vorausschauend auf den Umleitungsgleisen verbaut. Alle künftigen Haltestellen fehlen noch und sind nicht mal ansatzweise zu erkennen, ebenso die neue Überführung Bovestraße (wird ganz kompliziert werden). Der alte Bahnsteig Wandsbek ist noch da. Und hinter der Bovestraße wird gerade mal was planiert und verfüllt. Gerade mal paar versetzte Fahrleitungsmaste, aber nichts was auf die Systemwechselstelle deutet.
Alles in allem: Gaaaanz am Anfang.
Ja, und mit dem PFA 2 ist noch gar nichts losgegangen, d.h. auch die beiden Brücken Tonndorf noch nicht in Auftrag gegeben. Die werden nochmal eine richtige Herausforderung.

Gestern abend hat’s am Bahnhof Tonndorf einen Zusammenstoß zwischen zwei Gelenkbussen gegeben. Das sowas nicht schon eher passiert ist, wundert mich. Dort ist kaum Platz für das „Überliegen“. Die Busse stehen teilweise in der Kurve mit „abgewinkelten“ Hängerteil.
Gibt es keine S-Bahn mit attraktivem Takt, dann muss alles über Busse gemacht werden, selbst, wenn es an allen Ecken und Enden „quietscht und zerrt“.

Es wird sich bei der S5 auch nichts ändern Signalstörung ,Weichenstörung, oder Technische Probleme ich kann diese Ausreden nicht mehr hören ☹️ Fazit die DB kann die Strecke nicht bedienen👎👎👎👎👎

Danke schön für die Zusammenstellung!

Es ist sehr schön, dass auf der Linie 9 künftig auch sonnabends ein 5-Minuten-Takt ab Tonndorf besteht. Das sage ich völlig ohne Ironie. Aber dass in meinem Bezirk auch zu diesem Fahrplanwechsel wieder viel bei Buslinien gemacht wird, ist eben ein Zeichen dafür, dass mangels eines attraktiven Schnellbahnnetzes mit Bus-Notlösungen gearbeitet werden muss.

Eine weitere wichtige Info fehlt aber leider im Text: Das Bezahlen im Bus wird nun abgeschafft. Da habe ich irgendwie eine geteilte Meinung dazu. Einerseits, wenn ich sehe, wie junge Leute Smartphone daddelnd einsteigen und dann anfangen, ihr Geld rauszukramen, und nicht mal genau wissen, welche Fahrkarte sie haben wollen, dann sage ich mir: Sofort abschaffen, und wer nicht in der Lage ist, sich ein rabattiertes Online-Ticket zu kaufen, muss eben zu Fuß gehen. Andererseits tun mir ältere Leute leid, für die es vielleicht doch schwieriger sein könnte. Zumal, um bei der Linie 9 zu bleiben, bei uns wirklich die Prepaidkarten hauptsächlich in Geschäften gekauft werden müssen (Verkaufsdichte unbekannt), da es bei uns eben keine Fahrkartenautomaten (und keine DFI-Countdown-Anzeiger) an den Haltestellen gibt. Im Gegensatz z.B. zur Linie 3 in Altona, wo mindestens jede zweite Haltestelle so etwas hat.

Und dann gibt es noch ein Revolutiönchen (ganz „SPD-like“😅): Die Bahnsteigkarte wird abgeschafft! Ja, ihr habt richtig gehört: Die Bahnsteigkarte wird abgeschafft!
Jetzt kommt die große Frage: Gibt es dann keine „Abgangskontrollen“ mehr? Oder werden die dann direkt an den Türen der Schnellbahnfahrzeuge verlegt? Jedenfalls kann man sich dann wohl ungestraft auf dem Bahnsteig aufhalten und z.B. Fahrzeuge der BR 474.1 bezüglich der neuen Türtechnik recherchieren.😃 (Mache ich zurzeit für die Zeitschrift HN&HB.)

Zu Guterletzt: Weiß jemand, warum in Hamburg die >hvv Linien immer von Westen her gedacht werden?

Na immerhin. Erfreulich, dass der 5er (manche sagen auch liebevoll 102er) weiter verbessert wird, obwohl er bereits die begehrteste Linie in der Stadt ist. Auch die Angebotsausweitung der U2 ist sehr nice. Dass dafür u.a. ein Nachtbus nach Neugraben herhalten muss, geschenkt. Beim Eimsbeach-Bus hieß es zwar noch, dass Fahrgäste Direktverbindungen mit dem Bus schätzen und dies nicht nur in (oder von der) City, aber das gilt für den Süden vermutlich nicht, sodass man auch dort zusätzliche Umstiege begrüßt. So bleibt man zugleich aufmerksamer und schläft nicht ein.

Als nächstes ist dann wohl die 640 fällig. Sollen sie halt vom Rathaus zum Berliner Tor, dort in einen Bus zur Veddel umsteigen und auf der Elbinsel den dritten Bus nehmen, der sie nach Wilhelmsburg bringt. Dort könnte (sofern man ihn bekommt) einen Bus gen Harburg nehmen. Dann fliegt zugleich die Linie mit den meisten Verspätungen raus und die Statistik wird besser, auch wenn alles länger dauert, umständlicher wird und Fahrgäste kostet. Aber letzteres ist dann ein Zeichen der Undankbarkeit und man kann die Verbindungen komplett streichen. Gibt ja noch StadtRäder.

Die 604 kann dann ebenfalls von einer 24/7-M5 bedient werden, die Niendorf Nord noch ansteuert. Ähnliches mit der 603. Man darf gespannt bleiben, was auf dem Weg zum Hamburg-Takt noch so alles eingeführt (oder eben gestrichen) wird. 🤙

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert