Fahrgastverband fordert Regionalexpress-Halt in Hasselbrook

Zusätzliche Halte sollen nach Eröffnung der S4 Verbindungen von Lübeck zum Hamburger Flughafen um rund 20 Minuten verkürzen und den Hauptbahnhof entlasten.
Von Christian Hinkelmann
Regionalbahn in Hamburg-Hasselbrook
Regionalbahn in Hamburg-Hasselbrook
Foto: Christian Hinkelmann

Halten am Hamburger S-Bahnhof Hasselbrook in Zukunft im Halbstundentakt Regionalexpresszüge von und nach Lübeck? Das fordert zumindest der Fahrgastverband Pro Bahn, wie NAHVERKEHR HAMBURG erfuhr.

Der Verband erhofft sich damit eine Zeitersparnis für Pendlerinnen und Pendler, sowie eine Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs. So müssten beispielsweise Fahrgäste, die mit dem Regionalexpress aus Richtung Lübeck kommen und zum Hamburger Flughafen oder in die City Nord wollen, nicht mehr bis zum Hauptbahnhof durchfahren, sondern könnten schon vorher in Hasselbrook in die S-Bahn umsteigen.

Damit könnten sie rund 20 Minuten Zeit sparen – pro Richtung. Wer diese Strecke jeden Tag fährt, könnte somit im Monat rund 14 Stunden Zeit gewinnen. „In Hasselbrook sind zudem die Umsteigewege deutlich kürzer, so dass der Knoten Hamburg Hauptbahnhof von Fahrgästen, die nicht zwingend dort umsteigen müssen, entlastet wird“, betonte Hans-Uwe Kolle, Vorsitzender des Pro Bahn-Regionalverbandes Hamburg, gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG.

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6 Antworten auf „Fahrgastverband fordert Regionalexpress-Halt in Hasselbrook“

Also nach meinem Dafürhalten ist Hasselbrook der deutlich bessere Umsteigepunkt. Am Berliner Tor gibt es zwar eine S-Bahnlinie mehr und eine Verbindung zur U-Bahn aber es ist halt sehr dicht am Hauptbahnhof dran, wo man dann immer noch mehr Umstiegsmöglichkeiten hat. Und in Hasselbrook gibt schon eine fertige Haltestelle. Dort könnte man dann zumindest in die S-Bahn Richtung Flughafen umsteigen (auch, wenn der Bahnhof gerne barrierefrei gemacht werden könnte).

Verkehrlich klingt es charmant, aber moralisch schon fragwürdig, wenn die Hauptprofiteure Steuerflüchtlinge im Umland sind, die sich nicht an der Hamburger Infrastruktur finanziell beteiligen wollen, aber sie leidenschaftlich gerne abnutzen und verschleißen. Dazu zählt natürlich auch der Lärm für Hamburger durch holsteinische Ferienflieger nach Malle.

Zum Glück stellt ja Airbus immer die Triebwerke ab, wenn sie bei ihren Testflügen mal über SH oder NDS an- und abfliegen 😉

Was soll da bitte moralisch fragwürdig sein? Ich hoffe, das war ironisch gemeint. Auch Leute aus dem Umland können doch wohl ohne sich rechtfertigen zu müssen, die Infrastruktur in Hamburg nutzen oder wäre es besser Hamburg verliert an Bedeutung und keiner will mehr her? Über die Lage des Flughafens könnte man tatsächlich mal sprechen. Aber wie dem auch sei, sollen die Leute besser mit dem Zug anreisen als mit dem Auto und dann ergibt es bei der Logik aus dem Kommentar noch mehr Sinn Hasselbrook zu behalten, als wer weiß wie viel am Berliner Tor zu verbauen.

Auch wenn sich Hasselbrook irgendwie als RE-Station anbietet – ich finde, dass Berliner Tor die bessere Alternative ist, mit mehr Entlastungseffekt für den Hauptbahnhof. Außerdem denke ich, dass Fliegen aus Umweltgründen nicht mehr im Mittelpunkt stehen sollte.

Viel bedenklicher in Bezug auf die S4 finde ich folgenden Vorgang, den der User NVB im Bahninfo-Forum erwähnt, falls da etwas dran sein sollte:
https://www.bahninfo-forum.de/read.php?5,526824,694359#msg-694359
Hoffen wir, dass das nur ein Gerücht ist.

Es macht auf jeden Fall Sinn, den Bahnsteig auch nach Bau der S4 zu erhalten um im Störungsfalle die RE auch in Hasselbrook (w)enden lassen zu können.
Ein Halt in Berliner Tor macht aus meiner Sicht aber verkehrlich deutlich mehr Sinn, gerade um den Hauptbahnhof zu entlasten. In Hasselbrook gibt es gerade mal eine S-Bahn und eine Buslinie, in Berliner Tor hat man Anbindung in den gesamten östlichen Teil Hamburgs.

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