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„Geister-S-Bahnen“: Sie fahren nachts und stehen in keinem Fahrplan

Sie kommen aus dem Nichts und stehen in keinem Fahrplan: Geister-Züge, die nachts auf der S1 gelegentlich unterwegs sind und sogar Fahrgäste mitnehmen. Das sind die Gründe.
Christian Hinkelmann
Symbolbild: Eine S-Bahn in den Abendstunden in Hamburg
Symbolbild: Eine S-Bahn in den Abendstunden in Hamburg

Wer zwischen Wedel und Blankenese tief in der Nacht an der S-Strecke unterwegs ist, hat mit etwas Glück die Chance, auf ein seltenes Phänomen zu treffen: „Geister-S-Bahnen“.

Sie kommen mitten in der Nacht währen der Betriebsruhe plötzlich aus dem Schatten der Dunkelheit hell beleuchtet heran gerollt und stehen in keinem Fahrplan. Anwohner erzählen sich, dass es Mutige gibt, die dort sogar schon einmal eingestiegen und mitgefahren sind.

Bis vor einigen Monaten sollen diese „Geisterzüge“ in den Wochenendnächten sogar mehr oder weniger regelmäßig aufgetaucht sein, „meist um 0.27 Uhr und 0.47 Uhr ab Rissen Richtung Innenstadt und dann später noch zwei bis drei Bahnen vor dem offiziellen Betriebsbeginn“, schrieb ein NahverkehrHAMBURG-Leser. Inzwischen würden diese seltenen Phantom-Züge aber kaum noch fahren.

Das ist der Grund für die „Geister-Fahrten“

Was hat es damit genau auf sich? Die Deutsche Bahn bestätigt auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage grundsätzlich die Existenz solcher Fahrten und hat auch gleich eine Erklärung dafür parat: „Die beschriebenen Fahrten waren aufgrund der Schichtumläufe der Lokführer notwendig.“ Allerdings sei das Schichtsystem zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember neu organisiert worden. „Deshalb sind die Fahrten bis auf einige Ausnahmen abgeschafft“, so der Sprecher weiter.

Wer trotzdem noch so einen „Geister-Zug“ nachts zufällig a…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „„Geister-S-Bahnen“: Sie fahren nachts und stehen in keinem Fahrplan“

Es gibt auch am Tage die Geisterfahrten wie Ihr diese nennt. Besten Beispiel die S21 am Sonntag. Zwischen Bergedorf und Sternschanze komisch? Diese Fahrt aber nach Elbgausstraße und wird auch nicht im Fahrplan aufgelistet. Denn was auch keiner weiß meines Wissens nach wird nur Leistungen zwischen Bergedorf und Sternschanze von der Stadt bzw des HVV bezahlt. Klar die S21 von Aumühle nach Elbgausstraße alle 20min gibt es Laut Plan. Dazwischen allerdings nicht gibt mann beispielsweise mittlerer landweg nach Elbgausstraße im hvv Fahrplan (app) ein kommt man nur alle 20min nach Elbgausstraße was aber nicht stimmt. Da auch hier die S-Bahnen alle 10min fahren. Allerdings auf eigen Leistung der S-Bahn. Was natürlich wieder niemand sieht, bzw hören will

Bei mir in Thüringen kommt auch immer nachts um ca. 0:30 Uhr ein „Geister-Zug“ der Erfurter Bahn vorbeigefahren. Ein Regioshuttle RS2. Das hat einen einfachen Grund: Es ist eine Rücküberführung zum Bw der STB nach Meiningen. Zug und Lokführer wollen nach Hause. Das ist einer der ganz normalen Triebwagen, die tagsüber auf der Strecke nach Bayern pendeln. Da Thürigen diese Rückfahrt jedoch nicht bestellt und bezahlt hat, fährt der Zug die ganze Strecke dann einfach leer zurück, ohne Zwischenhalt. So einfach ist das.

Die Überschrift ist einfach falsch.
Es gibt nicht eine einzige Zugfahrt ohne Fahrplan in Deutschland.

Sie mögen vielleicht nicht in den öffentlichen Fahrplänen für Reisende auftauchen, aber die Aussage bleibt trotzdem falsch.

Selbstverständlich geht es hier um öffentlich zugängliche Fahrpläne für den Fahrgast und nicht um interne Betriebsabläufe. Wir sind ja kein internes Mitarbeiterportal der DB 😉

Sehr gelungener Podcast von euch! Tolles Intro, angenehme Stimme und man kann dem Sprecher wunderbar zuhören. Sehr professionell. Landet ab sofort auf meiner Podcast-Playlist! Dafür ist mein Abo-Geld wunderbar angelegt. Danke.

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