Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Hamburger Autofahrer stehen weniger im Stau

Die Hamburger stehen seltener im Stau als noch vor einem Jahr – und insgesamt weniger als in vielen anderen Metropolen. Rein statistisch gesehen hing im vergangenen Jahr jeder Autofahrer in der Hansestadt 45 Stunden in einem Stau fest, also rund zwei Tage.
Christian Hinkelmann
Stau auf den Straßen in Hamburg.
Stau auf den Straßen in Hamburg.
Foto: Christian Hinkelmann

Das hat eine Auswertung des Verkehrsdatendienstes Inrix ergeben, der 22 deutsche Ballungsräume untersucht hat. Hamburg kommt dort auf Platz sechs der stauanfälligsten Städte.

Vergleicht man die Zahlen allerdings mit den Werten von 2014, ist die Zahl der Stau-Stunden in der Hansestadt um 3,1 Stunden gesunken – der Verkehr ist also etwas flüssiger geworden.

Auch bundesweit ist die rechnerische Stau-Zeit leicht gesunken – um eine Stunde auf insgesamt 38 Stunden.

Die staureichste deutsche Stadt ist laut Inrix Stuttgart. In der Schwaben-Metropole standen Autofahrer im vergangenen Jahr 73 Stunden im Stau. Auf den weiteren Plätzen folgen Köln mit 71 Stunden, Karlsruhe mit 54 und München mit 53 Stau-Stunden. Hamburg kommt erst auf Platz sechs hinter Düsseldorf und vor Nürnberg und bewegt sich damit zwischen deutlich kleineren Städten.

Die staureichste Stadt Europas ist London: Dort standen Autofahrer im vergangenen Jahr mehr als 100 Stunden im Stau.

Für seine Untersuchung hat Inrix nach eigenen Angaben zwischen Januar und Dezember 2015 auf mehr als einer Million Kilometern Stadt- und Schnellstraßen in Europa die Verkehrsgeschwindigkeitsdaten gesammelt und ausgewertet. Weitere Daten finden Sie hier.

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Wird ab dem 20. August gesperrt und muss für den künftigen S-Bahn-Betrieb teilweise abgerissen werden, weil die Treppenabgänge nicht passen: der AKN-Bahnhof Eidelstedt Zentrum in Hamburg.

AKN krempelt Liniennetz um – was sich ab Sonntag ändert

Neue Liniennummern, andere Fahrzeiten und Züge, dichtere Takte, aber auch eine neue monatelange Vollsperrung: Die AKN krempelt am Sonntag so viel um wie seit Jahrzehnten nicht. Was sich für Pendler alles ändert, was besser wird und warum sich die AKN davon einen zuverlässigeren Betrieb erhofft.

Das historische Bahnhofsgebäude war beim NAHVERKEHR HAMBURG-Ortsbesuch noch weit entfernt von einem Zustand, der auf eine baldige Fertigstellung hoffen lässt.

Bahnhof Pinneberg: 20 Jahre Warten auf Besserung

Seit 2005 laufen die Planungen und der Bau zur Modernisierung des Bahnhofs in Pinneberg. Eigentlich sollte der Umbau längst fertig sein, doch die Arbeiten verzögern sich immer weiter. Inzwischen rechnet die Bahn mit einer Fertigstellung nicht vor 2025. So sieht es dort aktuell aus ¬und so sollte es längst aussehen.

4 Antworten auf „Hamburger Autofahrer stehen weniger im Stau“

Gemäß Verkehrsstudie des Navigations-Herstellers TomTom steht Hamburg auf Platz 2
Für Pendler in Hamburg heiße das im Schnitt 29 Minuten extra.
Durch die zahlreichen neuen Baustellen 2016 wird Hamburg wohl Tabellenführer!

Wie man sich die Welt schön rechnen und reden kann.
Ich selbst führe eine Statistik. Mein Ergebnis:
Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines PKW im Hamburger Stadtverkehr hat sich von 26 Km/h (2013) auf 22 Km/h (2015) verringert.
Grundlage ca 600.000 gefahrene Km/anno
Wer noch bessere Daten hat sind zB TomTom und Google.
Teure Studien sind unnötig.
Die reinen Stauzeiten sind irrelevant.
Gruß
Loki

Tja, wer weiß, warum es in den aufgeführten Städten zu Staus kommt: Wegen Baustellen, Critical Mass, Demos, Veranstaltungen (Marathone, Radrennen, Harley Days, Love Paraden, usw.) dem von Autofahrern selbst erzeugten Blockieren von Kreuzungen, Zweite-Reihe-Parkern, Unfällen, usw.? Die Stauzeiten sagen nichts über die Lesitungsfähigkeit der Verkehrsysteme aus, wozu auch der ÖV und der Radverkehr zählen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert