E-Scooter, die überall am Straßenrand und auf Plätzen herumstehen, Carsharing-Autos, die die Parklücken vorwiegend in Wohngebieten füllen und alle paar Minuten ein goldener Shuttlebus von Moia, der vorbeigeflitzt. Die vielen neuen Mobilitätsdienste, die sich seit Jahren immer zahlreicher als Alternative zum eigenen Auto und zum öffentlichen Nahverkehr anbieten, gehören inzwischen zum gewohnten Alltagsbild im Hamburger Straßenverkehr und haben eine auffallend hohe Sichtbarkeit – hauptsächlich in den zentraleren Stadtteilen.
Rund 4.300 Carsharing-Autos gibt es derzeit in Hamburg, ca. 3.600 Stadträder, 320 Moia-Busse, 28 HVV-hop-Shuttles (ehemals Ioki) und eine kaum überschaubare Masse von rund 20.000 E-Scootern. Den Auftakt machte vor 14 Jahren die Deutsche Bahn mit dem Stadtrad-Verleihsystem. Damals eine Revolution. 2011 die nächste Neuheit: Carsharing ohne feste Stationen. Daimler und Europcar brachten das wegweisende Modell unter dem Namen Car2go neu in die Hansestadt. 2013 zog BMW mit DriveNow nach. Im Sommer 2017 startete dann der erste On-Demand-Shuttledienst Clevershuttle von der Deutschen Bahn und brachte eine ganz neue Mobilitätsform auf den Straßen. 2018 und 2019 folgten Ioki und Moia. Und im Sommer 2019 verbreiteten sich über Nacht überall in der Stadt neuartige E-Scooter.
Die Stadt Hamburg ist stolz auf diese New-Mobility-Dienste. Gern präsentiert sie sich als Vorreiter für neue Mobilität und bietet sich der Branche als Experimentierfeld an. Doch obwohl Räder, Roller und Shuttles inzwischen fest zum Hamburger Stadtbild gehören und mancherorts sogar ziemlich dominant wirken, spielen sie im tatsächlichen Alltag der Hamburgerinnen und Hamburger noch immer kaum eine Rolle.
Das geht aus neuen Zahlen einer Mobilitätsstudie im Auftrag der Hamburger Verkehrsbehörde hervor. Eine erste Kurzfassung dieser Studie mit dem Namen „MobiHam“ hatte die Behörde bereits im Mai veröffentlicht. Kürzlich wurden daraus weitere Detailergebnisse genannt.
Demnach ist die Nutzung von Carsharing, Leihrädern, E-Scootern und On-Demand-Shuttles im direkten Vergleich zu den traditionellen Verkehrsmitteln, wie HVV, Auto, Fahrrad und das Zufußgehen sehr niedrig.
Und: Ausgerechnet eine Fahrzeugkategorie, die in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit die meiste Aufregung erzeugt hatte, ist von den Nutzungszahlen her unter den neuen Fortbewegungsmitteln am…
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