Kellinghusen fordert grünes Licht für Bahn-Reaktivierung

Nachdem Schleswig-Holstein angekündigt hat, jährlich 30 Millionen Euro zusätzlich in den Nahverkehr zu investieren, fordert Kellinghusen einen schnellen Wiederaufbau seines Bahn-Anschlusses.
Stillgelegte Bahnstrecke in Kellinghusen in Schleswig-Holstein
Stillgelegte Bahnstrecke in Kellinghusen in Schleswig-Holstein

“Meine Forderung an Herrn Wirtschafts- und Verkehrsminister Meyer ist, dass jetzt die Weichen auf Grün gestellt werden und Kellinghusen den versprochenen Bahnanschluss erhält”, so Kellingusens Bürgermeister Axel Pietsch zu NahverkehrHAMBURG.

Die Kleinstadt wartet seit Jahren auf eine Entscheidung des Landes, die rund 2,5 Kilometer lange Bahnstrecke nach Wrist, die in den 70er Jahren erst stillgelegt und 1996 komplett demontiert wurde, wieder aufzubauen.

Vor vier Jahren hatte das Land erstmals konkrete Pläne für dieses Projekt vorgestellt und eine Direktverbindung von Kellinghusen bis nach Hamburg in Aussicht gestellt. Dafür sollen die Züge der Nordbahn, die derzeit in Wrist enden und dort 50 Minuten Wartezeit haben, nach Kellinghusen weiterfahren. Eine Potentialanalyse aus dem vergangenen Jahr rechnet mit täglich 400 Fahrgästen. Kostenpunkt: Sieben bis acht Millionen Euro.

Die Zustimmung in Kellinghusen war damals groß und es wurden mehrere Gutachten erstellt. Doch dann schob das Land das Projekt wegen Geldmangels auf die Warteliste – bis heute.

“Wir warten immer noch auf die Entscheidung des Verkehrsministers zur Reaktivierung der Bahnstrecke Kellinghusen-Wrist”, so Pietsch. “Große Teile der Bevölkerung stehen hinter dem Projekt. In öffentlichen Veranstaltungen wird nach der Umsetzung gefragt und viele junge Leute in Ausbildung oder Studium fordern die direkte Verbindung nach Hamburg.” Der Bürgermeister hofft, dass Kellinghusen …

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