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Neue Hamburger S-Bahnen fahren jetzt auch bis nach Stade

Hamburgs neue S-Bahnen der Baureihe 490 fahren jetzt auch bis nach Stade. Am vergangenen Montag war Premierenfahrt. Bei der Auslieferung der neuen Züge gibt es weiter Probleme.
Christian Hinkelmann
Eine Hamburger S-Bahn der neuen Baureihe 490 an einem regnerischen Abend am Bahnhof Diebsteich
Eine Hamburger S-Bahn der neuen Baureihe 490 an einem regnerischen Abend am Bahnhof Diebsteich

Premiere südlich der Elbe: Am vergangenen Montagmorgen fuhr erstmals regulär ein S-Bahnzug der neuen Baureihe 490 auf der Linie S3 bis nach Stade.

Dabei handelt es sich um einen „Probebetrieb mit Fahrgästen“, teilte die Deutschen Bahn auf NahverkehrHAMBURG-Nachfrage mit. Zuvor habe es bereits zahlreiche Testfahrten auf der Strecke gegeben.

Nach einer Pause aus Dispositionsgründen sei der Einsatz gestern fortgesetzt worden, erklärte Bahn-Sprecher Christoph Dross.

Erster regulärer Fahrgast-Einsatz unter Oberleitung

Mit den Fahrgastfahrten auf der S3 kommt erstmals die Zweisystemtechnik der neuen Bahnen regulär zum Einsatz, denn auf dem Abschnitt zwischen Neugraben und Stade bekommen die Züge ihren Strom nicht aus der seitlichen S-Bahn-Stromschiene, sondern per Fernbahn-Oberleitung.

Dafür wurde ein Teil der neuen Baureihe extra mit zusätzlichen Dachstromabnehmern ausgerüstet, wie es auch schon bei einigen Züge der älteren Baureihe 474 der Fall ist.

Bisher waren die Züge der neuen Baureihe fast ausschließlich auf den S-Bahnlinien S21 und S2 unterwegs.

Weitere Verzögerungen bei der Auslieferung der neuen Bahnen

Laut Bahn sind derzeit 23 Zweisystem- und 21 Einsystem-Züge der neuen Baureihe 490 ausgeliefert und in Hamburg im Einsatz. Das sind weniger Fahrzeuge als geplant. Eigentlich war die Deutsche Bahn nämlich…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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9 Antworten auf „Neue Hamburger S-Bahnen fahren jetzt auch bis nach Stade“

Gestern Abend mit der neuen S-Bahn das erste Mal bis nach Pinneberg gefahren. Bis Thesdorf wurde natürlich erstmal angezeigt, das man in der Region Buxtehude herum fährt. Sämtliche Fahrgäste haben sich ständig gefragt, wo man denn nun sei (war schon Dunkel, daher die Schilder am Bahnsteig schwer zu lesen). Fängt ja schon mal gut an. 😉

Es wäre schon logisch, daß die 490er auf die S3 migrieren, denn die Zweisystem 490er sind für 140 km/h zugelassen und haben daher ihren Platz auf der S3 zwischen Neugraben und Stade und später auch auf der S4. Die Zweisystem 474er sollten daher auf die S21 zurückkehren, denn die Strecke nach Kaltenkirchen wird sowieso nur für 100 km/h zugelassen sein, daher braucht man die 490er auf der S21 nicht.

Summa summarum werden am Ende 62 472er durch 82 490er ersetzt. Das sind insgesamt 20 Fahrzeuge mehr und damit gehen sich auch Vollzüge auf S2 und S11 und Langzüge auf der S3 aus.

Für den Umlauf S3, wo vor den ersten 490er kaum Langzüge fuhren, werden 12 Fahrzeuge benötigt. Für die Station Elbbrücken ab Inbetriebnahme mindestens ein Zug zusätzlich, also drei Fahrzeuge. Die S2 benötigt mindestens 8 Züge für ihren Umlauf, wovon vielleicht 4 Kurzzüge waren und die S11 mit mindestens 12 Zügen auch etwa 6. Da bin ich schon bei 25 nötigen Einheiten. Es fehlen also derer fünf.
Mein Punkt war aber, dass heute erkennbar ist, wie es dann aussieht. Es werden immer Fahrzeuge in der Werkstatt sein. Besonders im November und Dezember, wenn leider auch das Maxium an Fahrgästen übers Jahr hinweg auftritt.

Ok. Es sind jetzt also 44 Fahrzeuge BR 490 ausgeliefert und noch 40 Fahrzeuge BR 472/473 im Einsatz. Macht zusammen 84 Fahrzeuge. Statt dessen sollen demnächst 82 Fahrzeuge BR 490 im Einsatz sein und 0 BR 472, also in der Summe zwei weniger als jetzt. Die Zahl der Fahrzeuge BR 474 kann naturgemäß bestenfalls gleich bleiben oder durch Unfälle o.ä. abnehmen.
D.h. bei vollständiger außer Betriebnahme der BR 472 wird es weniger Fahrzeuge geben, als derzeit unterwegs sind. Folglich es bleibt weit davon entfernt, jede S3 in der HVZ als Langzug zu fahren und auch Ausfälle bei S2 und S11 bleiben üblich. So wie eben jetzt der Zustand ist.
Die Altenative bestünde darin, jetzt weitere Fahrzeuge zu bestellen und hoffen, dass diese geliefert werden, bevor die Frist für die alten S-Bahnen abläuft. Sieht leider nicht so aus, als wäre dies geplant.
Schade. So wird es natürlich nichts mit mehr Fahrgästen im HVV.
Gruß, Mathias

Hallo Mathias Bölckow,
diese Differenz für den (vorübergehenden) Endzustand sehe ich erst einmal nicht als problematisch, denn es sind z.B. gegenwärtig immer 2 Einheiten BR 474 in Neumünster zum Umbau und meist noch eine weitere zur Vor- bzw. Nachbereitung des Redesigns in der Werkstadt Ohlsdorf (Sitze ein- und ausbauen, neues FIS installieren). Das würde nach Abschluss des Umbaus entfallen. Daneben sind natürlich evtl. noch weitere Tz in der Werkstatt, z.B. für Revisionen.
Trotzdem gebe ich Ihnen recht, dass unbedingt weitere Tz geordert werden müssen.

Wenn sie den Artikel aufmerksam gelesenen hätten, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass 82 Fahrzeuge der BR 490 ausgeliefert werden und 52 der BR 472 ersetzen. Das macht also dann schonmal ein Plus von 32 Einheiten gegenüber dem Bestand vor der BR 490 Bestellung.

Dass die Langzüge in der HVZ noch immer nicht geleistet werden können liegt an der hohen Ausfallquote der BR 490 und zusätzlich befindet sich dann ja die 474 Flotte auch noch im Redesign.

Und nun erzählen sie doch mal, wo man „mal eben“ vorm Fristablauf der 472 S-Bahnen mit 1200 V Gleichstrom und dem Lichtraumprofil der Hamburger S Bahn bekommt, sie schlauer Fuchs.

Wie viele Fahrzeuge beschafft werden denkt sich übrigens die Pokitik aus, nicht die S-Bahn Hamburg, nur um sicher zu gehen, dass bei ihrem sonst recht unqualifizierten Kommentar wenigstens der richtige „Schuldige“ ausgemacht wird.

Hallo Herr P.
So weit ich es verstanden habe, bekam eine vielzahl von Fahrzeugen der BR 472 jüngst eine neue HU. D.h. die nun verbleibenden 6 Jahre sollten für die Beschaffung weiterer Fahrzeuge genutzt werden. Den Zeitraum würde ich jetzt nicht als “mal eben” bezeichnen, sondern vielmehr bestünde sogar noch die Chance bessere Fahrzeuge, nötigenfalls von anderen Herstellern, zu ordern. Wobei besser für mich, gerade bei der Topologie des Hamburger Netzes, zu allererst bedeutet, dass das Fahrzeug nicht liegen bleibt.
In wie weit Herr Arnecke gegenüber der Politik einerseits die tatsächlichen Fähigkeiten seines Betriebes und daraus resultierend die Anforderungen an die Politik transparent darstellt, weiß ich leider nicht. Gerade für die S3 würde ich mir ein “Whatever it takes”, wie es EZB-Chef Mario Draghi formulierte, von unserem Verkehrssenator mit Rückendeckung des gesamten Senates wünschen.
Gerade am heutige Freitag sei daran erinnert, dass die Autobahn Fahrspuren über die Elbe kontinuierlich vermehrt werden, während die Zahl der Gleise jüngst von 7 auf 6 reduziert wurde.
Gruß, Mathias

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