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Neue Mobilitäts-Ideen für Hamburg

Vier Tage lang hat die internationale ÖPNV-Branche beim UITP-Kongress in Barcelona gezeigt, was sie kann und welche neuartigen Mobilitätslösungen es weltweit gibt. Auch aus Hamburg waren viele Entscheiderinnen und Entscheider dort. Das hat sie am meisten beeindruckt und diese Inspirationen haben sie mit nach Hause genommen.
Christian Hinkelmann
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken
Ein U-Bahnzug vom Typ DT5 an der Haltestelle Landungsbrücken
Foto: Christian Hinkelmann

Egal, ob bei der Hochbahn, beim HVV, bei Moia oder in der Hamburger Verkehrsbehörde: In vielen Hamburger Mobilitätsunternehmen blieben in der vergangenen Woche die Chefsessel leer. Die Entscheiderinnen und Entscheider waren allesamt nach Barcelona gereist, denn dort lockte vom 4. bis zum 7. Juni vier Tage lang die weltgrößte Messe der Nahverkehrsbranche – der so genannte UITP Summit, organisiert vom internationalen Verband für das öffentliche Verkehrswesen.

17.300 Besucherinnen und Besuchern und 337 Ausstellende aus 41 Ländern waren dort – die Stadt Hamburg sogar mit einem eigenen Stand, denn 2025 und 2027 wird diese Messe gleich zweimal hintereinander in der Hansestadt stattfinden. Eine gute Gelegenheit also, um in Barcelona schon einmal Flagge zu zeigen und Erfahrungen zu sammeln, was da auf Hamburg zukommen wird.

HVV-Fahrgäste haben von solchen Veranstaltungen natürlich erst einmal keinen direkten Nutzen. Aber: Messen dieser Art bringen die Branche weltweit zusammen. So gibt es mehr Inspirationen aus anderen Städten und Hamburg kann von anderen Ländern lernen. Die Messe gibt Hamburg auch den Ansporn, bei der Ausrichtung der weltweiten Leistungsschau ordentlich Gas zu geben. Davon können indirekt auch wieder die Menschen in Hamburg auf ihren alltäglichen Wegen mit Bahnen, Bussen, Fähren und On-Demand-Shuttles profitieren.

Was für Eindrücke haben Hamburgs Verkehrsmanagerinnen und -Manager aus Barcelona mitgenommen? Welche dort präsentierten Mobilitätslösungen haben sie am meisten inspiriert? Was blieb im Kopf besonders hängen und hat am meisten beeindruckt? NAHVERKEHR HAMBURG hat nachgefragt und Insights gesammelt.

So haben Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks, die HVV-Chefs Anna-Theresa Korbutt und Raimund Brodehl, der Hochbahn-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk, Hochbahn-Finanzvorständin Merle Schmidt-Brunn, Moia-CEO Sascha Meyer, die Geschäftsführer der Hochbahn-Tochter New Mobility-Solutions, Malte Auer und Harry Evers, der Leiter Digitale S-Bahn Hamburg, Christoph Gonçalves Alpoim, der Digitalisierungsleiter Christian Thoss bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein und der HADAG-Digitalisierungsmanager Wolfgang Mularzyk den UITP-Kongress in Barcelona erlebt.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende in Hamburg

„Als Vorbereitung auf den Welt-ÖPNV Kongress (UITP) in Hamburg war ich vergangene Woche bei der offiziellen Staffelübergabe in Barcelona. Beim diesjährigen UITP habe ich viele Eindrücke aus Barcelona und Ideen für Hamburg gesammelt und freue mich schon jetzt auf die Arbeit, die jetzt ansteht. Mit dem Kongress in den Jahren 2025 und 2027 werden wir in Hamburg viele wichtige Projekte im Schulterschluss mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der Industrie vorantreiben und dabei die Mobilitätsangebote insbesondere im öffentlichen Verkehr für alle Menschen in unserer Stadt weiter verbessern. Dabei habe ich die Gelegenheit genutzt und mir die europaweit bekannten „Superilles“ (Superblocks) in Barcelona angeschaut. Ein wirklich gelungenes Konzept zur Stärkung der verkehrlichen Beziehung im Fußverkehr. Denn im Stadtkern Barcelonas ist der Fußverkehr häufig die erste Wahl. Mit der Aufwertung der Weg…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Neue Mobilitäts-Ideen für Hamburg“

Die Interviews waren ja mal richtig *peeep* Die hätten auch einfach „Pffff“ sagen können. Ich weiß gar nicht, was die nun alle gesagt haben. Ich glaube nichts.

Außer Spesen nix gewesen. Wieder eine Photo-Op und die Gelegenheit, weichgespültes Marketing-Sprech von sich zu geben. Alles nur, im sich vor dem Zugeständnis zu drücken, das Hamburg eine HochleistungsTRAM braucht. Alles andere ist Murks.

Ich war kurz vorher in Barcelona beim Europäischen Farhgastkongress (www.epf.eu).
Mir gefiel in Barcelona die moderne STRAßENBAHN sowie die Möglichkeit, Fahrscheine im Bus einfach per BANKKARTE zu bezahlen. Warum tun wir uns in Hamburg so schwer damit?
Mit dem vom selbst ernannten Verkehrsexperten Olaf Sch. propagierten „modernsten Bussystem Europas“ können wir wohl kaum noch jemand hinter dem Ofen hervor locken.

Sehr geehrter Herr Tjarks,
es ist ja schön, dass Sie sich die Superilles angeschaut haben und sie toll finden. Ist ja genau das Richtige für unsere „Superstadtteile“, ein Beispiel haben Sie ja selbst genannt. Wie wäre es aber, vielleicht mal ausnahmsweise auch etwas mehr für die Hamburger „Nicht-Superstadtteile“ zu tun, auch wenn Ihre Partei dort nicht überdurchschnittlich gewählt wird. Ich denke dabei ganz konkret an den Bezirk Wandsbek jenseits von Eilbek. Schauen Sie doch selbst auf den Stadtplan, wie dürftig hier alles bezüglich Schnellbahnen ist. Und unsere Busse bekommen auch keine Busbeschleunigung. (Kommen Sie mir bitte jetzt nicht mit 7 und 26. Die decken nur einen Bruchteil der Metrobusse bei uns ab.)

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