Neues Preissystem: Switchh-Programm wird deutlich umgebaut

Zwei Jahre nach Start wird das Mobilitätsprogramm Switchh grundlegend umgebaut: Öffnung für alle HVV-Kunden, neue Partner und neues Preismodell. Der Grund: Das Programm gilt zwar als erfolgreich, allerdings ist die Zahl der registrierten Nutzer bislang hinter den Erwartungen zurück geblieben.
Das Logo an einer Switchh-Mobilitätsstation in Hamburg
Das Logo an einer Switchh-Mobilitätsstation in Hamburg

Der Umstieg vom Öffentlichen Nahverkehr auf Mietwagen und Fahrräder soll in Hamburg einfacher werden. Das Mobilitätsprogramm Switchh wird zwei Jahre nach seinem Start umgebaut, vereinfacht und erweitert.

Das gab die zuständige Hochbahn gestern auf einer Pressekonferenz bekannt.

Das sind die drei wichtigsten Punkte:

  • Switchh wird ab dem Herbst für alle HVV-Kunden geöffnet. Das heißt, auch Gelegenheitskunden, die nur hin- und wieder mit Bus und Bahn fahren, dürfen künftig das Switchh-Angebot nutzen. Bislang war das Programm nur für HVV-Abokunden oder Besitzer von Proficards und Semestertickets zugänglich. Hintergrund: In den vergangenen zwei Jahren hatte Switchh “nur” 2.600 Nutzer generiert und liegt damit hinter den Erwartungen zurück. Durch die Öffnung des Angebots sollen bislang nicht genutzte Potentiale ausgeschöpft werden.

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5 Antworten auf „Neues Preissystem: Switchh-Programm wird deutlich umgebaut“

Wir brauchen einen Ausbau des ÖPNV und nicht (!) die Flexibilisierung und Stärkung des MIV (auch Mietwagen gemeint) !!! Aber das hier zeigt mir deutlich, dass man in Hamburg schon längst aufgegeben hat den öffentlichen Nahverkehr bedarfsgerecht und zeitgerecht auf einem vernünftigen Weg zu führen. Schade, dass auch das ein bleibendes und zukunftsprägendes Vermächtnis des Herrn Elste sein wird.

Doch frage ich mich wirklich, wie blind man in den Führungsetagen sein muss, um bei gerade einmal 2600 registrierten Nutzern, dieses offensichtlich nicht gewollte und gescheiterte System noch weiter ausbauen zu wollen.
Switch hat aus meiner Sicht so praktisch überhaupt rein gar nichts mit öffentlichen Nahverkehr zu tun. Wenn ich ein Mietwagen brauche, fahre ich zum Flughafen, da gibt es reichlich Auswahl und auch nicht nur diese kleinen Microroller mit vier Reifen – die sich sogar Auto nennen wollen.

Das wäre doch jetzt DIE Gelegenheit auch noch DriveNow ins Boot zu holen, auch wenn dahinter natürlich BMW und Sixt stecken.
Dennoch kann man bei Car2Go nur 2-Sitzer-Smarts oder B-Klassen (diese auch nur für volle Stunden und nur bei festen Rückgabeorten) mieten, während man bei DriveNow mehr Fahrzeugauswahl hat und auch mal Spaßfahrten buchen kann wie zB ein Mini Cabrio oder künftig auch Elektrofahrzeuge. Da hat der HVV mit Car2Go wohl zu früh aufs falsche Pferd gesetzt. Aber ich denke Europcar wird da seine Muskeln spielen lassen und keinen anderen Auto-Sharer mit ins Unternehmen lassen.

“Gemessen an der Kundenzahl sei es das erfolgreichste Projekt seiner Art, so Hochbahnchef Günter Elste.”

Bei der überschaubaren Kundenzahl und dem Aufwand allein im Marketing wohl eher das “am wenigsten erfolglose” seiner Art. Millionenwerbeleistung allein und dann kaum mehr Kunden als ein Tante-Emma-Laden.

@ Dirk.
DriveNow geht gar nicht. Tolle Autos nützen nichts, wenn das Geschäftsgebiet zu klein ist. Abstellen geht überall, aber Buchung beenden nur in einem viel zu kleinen Kreis. Das ist inakzeptabel.

Die geplanten Änderungen würde mich schon dazu bewegen Switchh-Kunde zu werden, dazu müssten aber das car2go-Geschäftsgebiet auf Eidelstedt erweitert werden und eine StadtRad-Station am Eidelstedter Platz oder S Elbgaustraße errichtet werden.
Dann würde ich mich sofort registrieren.

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