Das sagen Hamburgs Medien zur Busoffensive

Die vom Senat beschlossene Busoffensive wird in der Hamburger Lokalpresse überwiegend kritisch beäugt. NahverkehrHAMBURG stellt die Kommentare einiger Blätter in einer Presseschau zusammen.
Christian Hinkelmann
Busbeschleunigung: Vorfahrt für Metroibuslinie M5 an der Universität/Staatsbibliothek in Hamburg
Ein Metrobus der Linie M5 nutzt die neue Busbeschleunigung, bzw. Ampelvorrangschaltung an der Haltestelle Universität/Staatsbibliothek in Hamburg.

Hamburger Abendblatt am 7.12.2011
Kommentar von Silvia Stammer
“Politische Leerfahrt – Neues Buskonzept für Hamburg überzeugt nicht”
“Neue Busspuren, Stoppmöglichkeiten mitten auf der Straße statt Haltebuchten und dynamische Ampelschaltungen – soll das wirklich das Mittel gegen den drohenden Hamburger Verkehrskollaps sein? Wohl eher nicht. (…)Mit einem Konzept, das in seinen wenig konkreten Punkten bisher diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient, wird Hamburg seine überlastete Infrastruktur nicht zukunftsfähig machen. (…) Olaf Scholz hat mehrfach deutlich gemacht, dass er den Bau einer Stadtbahn in diesen Zeiten für nicht finanzierbar hält. Doch die gestrige politische Leerfahrt, um im Bilde des Buswesens zu bleiben, spielt allen Befürwortern eines solchen Verkehrsmittels der Zukunft in die Hände.”

Die Welt am 7.12.2011 Artikel von Olaf Dittmann
“Senat lässt sich Zeit mit Busbeschleunigung”
“Die Planungen sind aber noch weitgehend unkonkret; Zielzahlen, wie etwa eine zeitliche Durchschnittsbeschleunigung, nannte Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) nicht. (…)Horch teilte auch auf Nachfrage nicht mit, ob und wo Geld im Etat seiner Behörde eingespart werde, um die Kosten gegenzufinanzieren.”

taz am 6.12.2011 – Kommentar von Sven-Michael Veit
“Rausgeworfenes Geld”
“Wer ein paar Busspuren und angeblich busaffine Ampeln als zukunftstaugliches Konzept anpreist, verkauft Menschen für dumm. (…) Nach Ansicht von Experten würde…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Hamburgs S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke.

Auf diesen Hamburger S-Bahnlinien könnten in Zukunft XXL-Züge fahren

Hamburgs S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke im Interview darüber, auf welchen zusätzlichen S-Bahn-Strecken in Zukunft längere Züge möglich wären, was deren Einsatz einschränkt und warum die künftige neue S-Bahn-Strecke nach Kaltenkirchen von der Linie S21 und nicht mit der Linie S3 befahren werden soll.

Prof. Dr. Carsten Gertz von der Technischen Universität Hamburg über Mobilität von Geringverdienern.

„Das Fahrrad spielt im Alltag armer Menschen kaum eine Rolle“

Wie kann die Politik Mobilität in Hamburg sozialer machen? Warum fahren Geringverdiener so wenig Fahrrad und ist das 9-Euro-Ticket für finanziell arme Menschen wirklich eine gute Lösung? Teil 2 unseres Interviews mit Prof. Carsten Gertz von der TU über unsoziale Mobilität und Maßnahmen dagegen.

Wurde vor der Verschrottung gerettet: Ein ausrangierter S-Bahn-Wagen hängt im Hamburger Hafen am Kran.

Hier hängt eine alte Hamburger S-Bahn in der Luft

Bahn rettet alten S-Bahn-Wagen vor der Verschrottung und lässt ihn auf der Straße nach Eilbek transportieren. Dort soll er als rollendes Infozentrum für die S4 werben. So lief der Transport ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.