S-Bahn Hamburg stellt neuen Fahrgastrekord auf

Die Hamburger S-Bahn hatte im vergangenen Jahr so viele Fahrgäste wie noch nie: Mehr als 250 Millionen Passagiere wurde insgesamt befördert. Das entspricht einer Steigerung von rund drei Prozent, teilte die Deutsche Bahn mit (2010: 243,7 Mio.).
Christian Hinkelmann
Ein Hamburger S-Bahn-Zug steht am Flughafenbahnhof (Airport)
Ein Hamburger S-Bahn-Zug steht am Flughafenbahnhof (Airport)

Überdurchschnittliche Zuwächse gab es demnach auf der neuen Strecke zum Hamburger Flughafen. Mit rund fünf Millionen Fahrgästen lag das Plus hier im Vergleich zum Vorjahr bei knapp neun Prozent (2010: 4,6 Mio.)

Schon seit Januar bekannt ist, dass die S-Bahnen zudem immer pünktlicher werden (NahverkehrHAMBURG berichtete). So überschritt die S-Bahn in 2011 mit einer Pünktlichkeitsquote von 95,4 Prozent erstmals die HVV-Mindestvorgabe von 94,7 Prozent. Laut DB wird für das laufende Jahr ein ähnlicher Wert erwartet.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „S-Bahn Hamburg stellt neuen Fahrgastrekord auf“

DIe S-Bahn-Zahlen scheinen wohl verhext zu sein.
Hier im Artikel ist die Rede von ” Mit rund von Millionen Fahrgästen lag das Plus hier im Vergleich zum Vorjahr bei knapp neun Prozent.” Aber was sind “rund von Millionen”?

Noch verwirrender treibt es das Abendblatt:
“Die S-Bahn konnte im vergangenen Jahr wieder einen Fahrgastrekord verbuchen. Zunächst hieß es noch im Januar, dass mehr als 225 Millionen Fahrgäste und damit zwei Prozent mehr als 2010 mit der S-Bahn gefahren seien. Jetzt wurden die Zahlen nach oben korrigiert: Es seien mehr als 250 Millionen Fahrgäste gewesen und damit rund drei Prozent mehr als im Vorjahr.” (http://www.abendblatt.de/hamburg/article2407785/Konkurrenz-fuer-die-S-Bahn-ist-nicht-in-Sicht.html)

Ich habe zwar nicht in Hamburg mein Abitur erworben, sondern weiter südlich. Aber für mich ist eine Steigerung von 225 Millionen auf 250 Millionen nicht mit dem Unterschied von einem Prozent (3 statt 2% Wachstum) zu erklären, denn alleine der Unterschied von 225 auf 250 Mio. sind doch eher 11%… Und da es in 2010 rund 220 Mio. Fahrgäste waren, dann wären die Fahrgastzahlen sogar um über 13% gestiegen. Und das glaube ich dann doch nicht ganz.

Das Abendblatt bestätigt jedenfalls die Pisa-Ergebnisse – ich hoffe, die S-Bahn hat nicht ähnliches veröffentlicht. Denn dann würde ich mal gerne die Kaufleute dort kennen lernen.

So, jetzt stehen im Artikel oben “fünf Millionen” statt “von Millionen”, damit hat sich der erste Teil meines Kommentars erledigt. Fünf Millionen Fahrgäste auf dem kurzen Abschnitt zum Flughafen, das zeigt, wie sehr die Fahrgäste eine Schienenverbindung stürmen. Wäre ja mal interessant, wie viele vorher den Bus nutzten.

In München beispielsweise sind die Fahrgastzahlen bei der U3-Verlängerung nach Moosach (ca. 2 km) um 300% gestiegen im Vergleich zum Busangebot zuvor (auf jetzt 19.000 pro Tag). Und das, obwohl die Busse vorher im 5-Minuten-Takt gefahren sind (U-Bahn jetzt Takt 10) und auch eine gute Reisezeit hatten:
http://www.mvg-mobil.de/presse/2012-06-27_mvg-pressemeldung.pdf

Gekostet hat die Strecke in München übrigens rund 180 Mio. – und für durchaus ansprechendes Design.

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