So wird der S-Bahnhof Altona gerade fit für die Zukunft gemacht

Der S-Bahnhof Altona bekommt ein neues Gesicht: Bis September soll die Station neue Bodenbeläge erhalten. Die Hintergleiswände werden mit farbigen Panelen verkleidet.
Symbolbild: Bauarbeiten im Hamburger S-Bahn-Citytunnel (Altona)
Symbolbild: Bauarbeiten im Hamburger S-Bahn-Citytunnel (Altona)
Foto: DB

Die Bahn nutzt die sechswöchige Sperrung am Lessingtunnel (siehe hier), um parallel dazu den S-Bahnhof Altona auf Vordermann zu bringen.

Bis Ende August werden an den beiden Außengleisen der Tunnelstation die Bahnsteigoberflächen mit neuen Bodenplatten ausgelegt, außerdem werden die derzeit schwarz gestrichenen Hintergleiswände mit farbigen Panelen verkleidet.

Danach sollen vom 11. bis 17. September an den beiden innenliegenden Gleisen die Bahnsteigoberflächen und -Kanten erneuert werden.

Zudem will die Deutsche Bahn die 52 Betonsäulen im S-Bahnhof Altona mit Glas verkleiden lassen und in ein neues digitales Werbekonzept mit einbeziehen. Im Gegenzug sollen die großen Plakatwände mittig der Bahnsteige wegfallen. Das macht die Station aufgeräumter und übersichtlicher.

Bereits seit Februar ist die Zwischenebene in der Station Jungfernstieg neugestal…

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11 Antworten auf „So wird der S-Bahnhof Altona gerade fit für die Zukunft gemacht“

DIe DB sollte besser je einen zweiten Bahnsteigzugang an den nördlichen Enden errichten (Höhe des jetzigen Fernbahn-Querstegs.

Die ungenügende, zentralistische Gewaltmarsch-Erschließung der Bahnsteige ist das Problem, nicht irgendwelche Wandkacheln.

und wenn ich hinzufügen darf, auch einen Bahnsteigzugang am nördlichen Ende der Fernbahngleise, mit ausgängen zu Ottensen bzw Altona-Altstadt

Es ist zwar nett, dass die DB AG die S-Bahnhof Altona mit digitalen Werbesäulen und neuen Farben aufhübscht. Für die Fahrgäste ist das weitestgehend irrelevant. Gebraucht werden pünktliche und saubere Züge, ein ausreichendes Verkehrsangebot zur HVZ und ein Fern- und Regionalbahnhof dort wo wie Bürger und Fahrgäste wohnen. Investitionen am Kundeninteresse vorbei sind mittlerweile Markenzeichen der DB AG, wie anders ist die aus Fahrgastssicht völlig kontraproduktive Verlagerung der Fern- und Regionalbahnhofs Altona in die Pampa nach Diebsteich zu erklären.

Ich kann nicht verstehen warum man immer so an den alten Bahnhof in Altona hängt.

Die Verlegung von Altona an den Diebsteich bringt doch auch zusätzliche Züge für den neuen Bahnhof mit sich.

Regionalzüge die jetzt nur noch vom Hauptbahnhof fahren, werden zukünftig dann auch vom Diebsteich fahren, da diese genau auf der Strecke nach Pinneberg fahren.

Jetzt fahren die Züge entweder nur vom Hauptbahnhof oder Altona.

Ganz einfach: man hängt am alten Altonaer Bahnhof, weil er nun mal mitten in der Stadt liegt, in FUSSreichweite von den Orten in denen die Leute wohnen, arbeiten und einkaufen. Am Diebsteich können Sie allemals zum Friedhof gehen oder ein amazon Paket bei der Post abholen.

In Ihrer Argumentation gehen sie davon aus, dass einige Menschen, die heute am Hbf in diese RB einsteigen, es stattdessen am Diebsteich machen werden. Doch wer wird zum schlecht angebundenden Diebsteich fahren wollen, um diese “zusätzlichen” Züge zu nehmen? Bitte nennen Sie die Gründe, warum der Diebsteich dem Hbf Fahrgäste entziehen soll.

Die meisten werden weiterhin, wie heute, diese RBs am viel besser angeschlossenen Hbf nehmen, doch hinzu kommen die Fahrgäste, die heute in Altona einsteigen, und es morgen am Hbf tun werden, weil er besser erreicht werden kann als Diebsteich – und somit den Hbf zusäztlich belasten.
Selbst die DB rechnet am Diebsteich kaum mit Fahrgästen.

Der ganze Neubau des Bahnhofs Diebsteich dient in erster Linie nur Immonilien-Zwecken und der Leerzug-Abwicklung nach Langenfelde. Große Vorteile für den Fahrgast bringt es nicht. Trotzdem wird es als “Verkehrsprojekt” den Fahrgästen verkauft.

Ehrlicherweise hätte man sagen müssen: Es geht hauptsächlich darum, die Gleisflächen am Bahnhof Altona abzureißen, um die Grundstücke an die Stadt als Filet-Immobilien zu verkaufen.

Der Fahrgast spielt da erstmal keine Rolle. Für die Bahn hat Diebsteich nur den Vorteil, dass die Rangierfahrten der Leerzüge nach Langenfelde kürzer werden. Sonst nichts.

Wie schon oben geschrieben, wird Diebsteich für Fahrgäste aus Richtung Wedel und Blankenese sogar Verschlechterungen bringen. Weil man mit der S-Bahn jetzt aus Richtung Blankenese auch noch in Altona-Zentrum umsteigen muss, damit man nach Diebsteich zur Regionalbahn kommt.

Das ganze Umfeld des Diebsteicher Bahnhofs ist als Reiseziel ziemlich unattraktiv. Die Züge enden in einem Gelände, das von Friedhof und tristem Industiegebiet geprägt ist. Das werden wohl nur wenige Leute hin wollen. Der Altonaer Bahnhof dagegen liegt direkt in Herzen des Stadtteils. Einkaufszentren, Büros, Arbeitsplätze Behörden: Alles zu Fuß vom Altonaer Bahnhof bequem erreichbar. Dazu kommt dann noch die direkte S-Bahn-Verbindung nach Blankenese. Da kann Diebsteich nun wirklich nicht mithalten. Es ist eine Verschlechterung für die Fahrgäste.

Da liegt offenbar ein Irrtum vor!
Regionalzüge werden auch weiterhin entweder nur vom Hauptbahnhof oder von Altona fahren. Grund: Die Strecke dazwischen lässt nicht mehr Bahnbetrieb zu. Man muss auch weiterhin in Altona in die S-Bahn zum Hbf umsteigen, wenn man Regionalzüge nutzen möchte.
Und aus Richtung Wedel/Blankenese muss man im Vergleich zu heute dann sogar jedes mal einen zusätzlichen Umstieg machen, jedenfalls für die Regionalzüge nach Elmshorn/Westerland, weil diese durch den neuen Fernbahnhof Altona nicht mehr an den S-Bahnhof Altona-Zentrum angeschlossen sind.

Ich finde das Vorher/Nachher Bild ja ganz hübsch. Leider entspricht es überhaupt nicht der Realität. Die Säulen sind viel enger zusammen und da die alten ja nur verkleidet wurden, als Platz weg fällt, ist es nicht offener, sondern enger geworden.
Außerdem fehlen Bänke, aber ich hoffe die kommen noch…

… Und inzwischen haben wir den 1. November, auf dem Weg zu den S-Bahn-Gleisen in Altona läuft man an abgesperrten Rolltreppen vorbei und dann Slalom um Bauzäune, bewundert auf dem Weg noch schnell offene Decken mit herumhängenden Kabeln und den rohen Beton auf dem Fußboden und erfreut sich dann unten auf den Gleisen an Müllecken mit Resten von Baumaterial und frei im Raum stehenden Eimern, die das durchtropfende Wasser von oben auffangen sollen.

Aber dafür sind die neuen Säulen tatsächlich hübsch klobig und eng, wie @Martin zu Recht angemerkt hat, und Sitzplätze gibt es in homöopathischen Dosen. Diese Bänke müssen wirklich ein Vermögen kosten, dass mehr als 3-4 für einen hundert Meter langen Bahnsteig nicht drin sind.

Ach ja – eigentlich sollte am 26. Oktober der Tunnel an der Julius-Leber-Straße für den Verkehr stadtauswärts wieder geöffnet werden, aber auch dort herrscht die friedliche Atmosphäre einer halbfertigen verwaisten Baustelle – S-Bahn Hamburg at it’s best…

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