Vorerst keine Umsteigestation an den Elbbrücken geplant

Kurz vor Jahresende will der Hamburger Senat die Verlängerung der U4 zu den Elbbrücken eintüten. Allerdings: Der angedachte Umsteigebahnhof zur S-Bahn soll aus Kostengründen offenbar vorerst nicht gebaut werden. Die GAL stellt ohne diese Station die komplette Linienverlängerung in Frage.
Von Christian Hinkelmann
S-Bahn an den Elbbrücken in Hamburg
S-Bahn an den Elbbrücken in Hamburg

Die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken kommt. Das berichten mehrere Tageszeitungen übereinstimmend und berufen sich dabei auf Angaben der Hamburger Wirtschaftsbehörde. Demnach soll die Bürgerschaft am 27. Dezember einen Grundsatzbeschluss für die Strecke fassen. Danach will der Senat 4,2 Millionen Euro für die bereits begonnene Planung bereitstellen.

Die neue Strecke ist 1,3 Kilometer lang und soll von der im Bau befindlichen U-Bahn-Station “Hafencity-Universität” bis zu den Elbbrücken führen. Dort ist eine oberirdische Station geplant.

Eine weitere Verlängerung über die Elbe sowie eine Verknüpfung mit der S-Bahn an den Elbbrücken ist nach Medieninformationen auf absehbare Zeit nicht vorgesehen. Der Senat hatte sich bereits im Mai zurückhaltend zum Bau eines Umsteigebahnhofs an den Elbbrücken geäußert.

Kritik kommt von der Opposition. CDU-Verkehrsexperte Klaus-Peter Hesse zu NahverkehrHAMBURG: “Es ist bedauerlich, dass der Senat sich wohl nicht zu einem Umsteigebahnhof an den Elbbrücken durchringen kann. Hier wird eine große Chance vertan.”

Laut Hesse wird die CDU im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft auf detaillierte Planungen drängen. “So können wir uns ein eigenes Bild von der Situation und den Kosten machen”, so Hesse. “Sollte tatsächlich keine Verknüpfung an den Elbbrücken möglich sein, dann muss dies spätestens in Wilhelmsburg nachgeholt werden.”

Der verkehrspolitische Sprecher der GAL, Till Steffen, stellt ohne …

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