Baustelle am Hauptbahnhof-Süd wird fünf Jahre alt – warum eigentlich?

Seit Jahren wird die U-Bahnstation Hauptbahnhof Süd modernisiert. Das sind die Gründe für die Langzeitbaustelle, so geht es dort voran und dann soll der Umbau endlich fertig sein.
Von Thomas Röbke
Umbauarbeiten am U-Bahnhof Hauptbahnhof Süd in Hamburg.
Umbauarbeiten am U-Bahnhof Hauptbahnhof Süd in Hamburg.
Foto: Thomas Röbke

Hohe Absperrgitter vor unverputzten, löchrigen Wänden, unter unverkleideten Decken sind zwischen nackten Lüftungsschächten provisorisch Kabelbündel hochgebunden: Ein vertrauter Anblick für Fahrgäste der Linien U1 und U3 (bis zur Betriebsunterbrechung Anfang dieses Jahres), die die Haltestelle Hauptbahnhof-Süd Richtung ZOB oder Steindamm verlassen oder von dort aus betreten. Seit nunmehr knapp fünf Jahren.

2016 begannen die ersten Abrissarbeiten für den Umbau der gesamten Ebene zwischen Oberfläche und Bahnsteig. Dabei wurden unter anderem eine Kneipe und eine Spielhalle abgerissen, Wege verlegt, neue Ladenflächen eingerichtet, Decken, Wände, Böden neu verputzt und verfliest, ein neuer Aufzug eingebaut, ein alter abgerissen und durch eine Rolltreppe ersetzt. Alles bei laufendem Betrieb und entsprechend mit Einschränkungen für das Bautempo verbunden.

Doch auf der Zwischenebene an der ZOB/Steindamm-Seite ist vergleichsweise wenig geschehen. Ab und zu tauchte an einer aufgerissenen Wand ein Plakat auf, das einen Termin für die Fertigstellung nannte und einige Monate, nachdem dieser verstrichen war, wieder entfernt wurde.

Eigentlich wollte die Hochbahn mit dem gesamten Umbau der Haltestelle im Jahr 2018 fertig sein, wie das Unternehmen noch im Sommer 2016 per Pressemitteilung ankündigte (siehe hier).

Wann wird die Baustelle im U-Bahnhof Hauptbahnhof-Süd denn nun tatsächlich fertig?

Da bleibt die Hochbahn eher vage: „Die Arbeiten sollen im 1. Quartal 2022 abgeschlossen werden“, sagt Sprecherin Saskia Huhsfeldt gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG . Es sei von vornherein geplant gewesen, „das…

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4 Antworten auf „Baustelle am Hauptbahnhof-Süd wird fünf Jahre alt – warum eigentlich?“

Im Bestand ist immer so ‘ne Sache, insb. bei schienengebundenen Systemen. Der formidabel optimierte Bus ist da flexibler. Nicht grundlos hat der VDV das Jahrzehnt des Busses ausgerufen. Wie die Busbeschleunigung da wohl weitergeht?

Diese Umbauten sind wie bei den meisten haltestellenumbauten bei der S-Bahn weniger im Interesse der Fahrgäste, sondern einzig und alleine dazu gedacht mehr Werbetafeln unterzubringen. Aber eine Bauzit von 5 Jahren für verhältnismäßig kleine Arbeiten zeigt schon von einer gewissen Inkompetenz, und ist vielleicht auch eine Erklärung für die sehr lange Sperrpause der U3 für sie Sanierung von 2 Haltestellen und einer Rampe. Wenn man schon für einfache Sanierugnsarbeiten so lange braucht, wie soll das erste bei einem technisch komplexen Neubau wie der U5 werden? Am besten man baut diese nicht, sondern eine Straßenbahn, das geht deutlich schneller und man muss dann auch keine Haltestellendächer und Tunnelwände sanieren!

Aus Sanierungsarbeiten auf die generelle Kompetenz der Hochbahn zu schließen finde ich doch ein bisschen gewagt. Wenn man sich die U4, Oldenfelde oder die neue Betriebswerkstatt anguckt, sieht man, dass die Hochbahn sehr wohl zügig und (im Gegensatz zur DB) im Kostenrahmen bauen kann 🙂

Also, nach meinen Kenntnissen wurde die HOCHBAHN-Betriebswerkstatt Billstedt (Bbi) im Gegensatz zum S-Bahn-Instandhaltungswerk am Kronsaalsweg nicht termingerecht fertig gestellt.

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