13 Jahre lang hatte die Stadt Hamburg keinen Masterplan und keine Zukunftsvision, wie sich die Mobilität in der Millionenmetropole weiterentwickeln soll. Es gab zwar viele Einzelprojekte und Ideen, aber keinen übergeordneten Verkehrsentwicklungsplan, in dem die großen Ziele festgeschrieben und die Wege dorthin definiert sind.
Der letzte Plan dieser Art wurde im Jahr 2000 verfasst und hatte einen Horizont bis 2010. Seitdem kam es nie wieder zu einer Neuauflage. Zwar hatte die Hamburger SPD sich das Thema im Jahr 2011 in ihr Regierungsprogramm geschrieben und später in Aussicht gestellt, dass so ein strategisches Grundkonzept für die Verkehrsplanung in den Jahren 2016 oder 2017 kommen würde, doch erst 2019 wurde mit der konkreten Arbeit begonnen, die sich dann lange hinzog. Vier Jahre insgesamt.
Dementsprechend hoch waren die Erwartungen, als Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Dienstag auf einer Landespressekonferenz endlich den neuen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Hamburg vorstellte, den der rot-grüne Senat kurz zuvor beschlossen hatte – nach monatelanger Abstimmung.
Doch wer darauf gehofft hatte, neue Ideen und visionäre Gedanken darin zu finden, wurde enttäuscht. Fast alle Ziele, Maßnahmen und Projekte sind hinlänglich bekannt und wurden lediglich in eine neue Form gegossen – strukturiert in zehn Handlungsfeldern. Rund die Hälfte des 79 Seiten dicken Werkes beschreibt wortgewaltig und sehr detailliert die Verkehrsentwicklung in der Vergangenheit und Gegenwart. Beim Blick in die Zukunft wird es dagegen teilweise schwammig. Und ein paar versteckte Überraschungen gibt es in dem Verkehrsentwicklungsplan auch. Wir haben uns das Strategiepapier im Detail angeschaut. Lesen Sie hier unsere kommentierende Analyse.
Viel Neues steht nicht drin
U5, S4, S-Bahn nach Kaltenkirchen, mehr Busse, Radverkehr und Autobahnen: Es sind die seit Jahren bekannten Großprojekte, auf die sich der neue Verkehrsentwicklungsplan…
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