Bezirkswahl 2019: Diese Mobilitäts-Ziele haben die Parteien in Hamburg-Mitte

Autofreier Jungfernstieg, HVV-Fähren auf der Alster, 1.000 neue Parkplätze und geschützte Fahrradspuren: Die Parteien im Bezirk Mitte haben viele Ideen zur Lösung der Verkehrsprobleme.
So wollen die Parteien im Bezirk Mitte die Verkehrsprobleme lösen
So wollen die Parteien im Bezirk Mitte die Verkehrsprobleme lösen

In knapp drei Wochen ist Bezirkswahl – aber nur wenige Hamburger interessieren sich dafür. Kein Wunder: Kandidaten und Wahlprogramme sind teilweise kaum bekannt und im Internet nur schwer zu finden – dabei sind die Bezirksparlamente wichtig und können einiges bewirken, zum Beispiel beim Thema Verkehr.

Deswegen haben wir die Parteien in allen sieben Bezirken befragt, wie sie die Verkehrsprobleme bei sich vor Ort lösen wollen. Herausgekommen sind 47 einzelne Interviews. Finanziert wurde dieses journalistische Mammutprojekt durch Spenden und Abonnements unserer Leser.

Die gesammelten Antworten veröffentlichen wir hier in einer siebenteiligen Sonderserie. Heute geht es um den Bezirk Hamburg-Mitte – und in dem haben die einzelnen Parteien teils überraschende Positionen zum Thema Verkehr: Die SPD will beispielsweise 1.000 zusätzliche Parkplätze schaffen, die CDU kann sich im Bezirk Gütertransporte auf dem Wasser vorstellen, die FDP wünscht sich einen Fähranleger an den Elbbrücken, die AfD befürwortet baulich geschützte Fahrradspuren und die Bezirks-Grünen können sich mit einem HVV-Fährverkehr auf der Alster anfreunden, während die Linke mit einem autofreien Jungfernstieg sympathisiert und die Piratenpartei eine Straßenbahn im Bezirk Mitte fordert.

Lesen Sie hier die Positionen der einzelnen Parteien im Detail:

NahverkehrHAMBURG: Welche Verbesserungen planen Sie für den ÖPNV im Bezirk Mitte?

SPD Hamburg-Mitte (Torben Wiencke, Platz 5 auf der Bezirksliste):
Die SPD-Fraktion setzt sich für die Umsetzung des so genannte…

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4 Antworten auf „Bezirkswahl 2019: Diese Mobilitäts-Ziele haben die Parteien in Hamburg-Mitte“

Donnerwetter. Die CDU ist geistig nicht mehr an den Elbbrücken steckengeblieben, sondern denkt dank Grasbrook sogar auch noch an die Veddel — oder zumindest an den Norden, wo teurer Neubau entstehen soll. Da ist eine Busanbindung sehr wichtig und richtig, damit man die Wahl hat, ob man eine S-Bahnstation fährt oder ein paar Bushaltestellen.

Aber bitte nicht bis nach Wilhelmsburg verlängern, um Kapazitäten bis zum Weiterbau der U4 zu schaffen. Man stelle sich vor, die am häufigsten kontrollierten Einwohner Hamburgs werden auf die irre Idee kommen und auch mal Richtung Norderelbe aufbrechen. Das wäre auch mit Blick auf die vielen Neubaugebiete wirklich dramatisch. Und am Ende bleiben die nicht nur in ihrem Bezirk Mitte nördlich der Elbe kleben, sondern kommen noch bis nach… na Ihr wisst schon. Rette sich wer kann!

Schade aber auch, dass sich die Piraten beim Verkehr so auftreten wie die Unionsparteien im Neuland. Eine Straßenbahn fürs 21. Jahrhundert und null Blick auf moderne Verkehrssysteme und Mobilitätsdienste. Aber Hauptsache das Blatt, wo eh fast nichts fährt, wird autofrei.

Wenn das so weitergeht, kriege ich fast schon Angst, wenn die Vertreter aus unserem schönen Eimsbüttel zu Wort kommen.

Ich finde das eine ganz starke Leistung, was ihr hier macht. Hut ab! So eine Qualität erwarte ich eigentlich nur von den gebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen.

Na wunderbar, die SPD fordert in Mitte 1.000 zusätzliche Parkplätze! Da sieht man mal wieder wo das Herz dieser Partei schlägt. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Nur wenn man sukzessive Parkplätze reduziert, entsteht – verbunden mit einem guten Ausbau der ÖPNV- undRadwege-Netze ein sanfter Druck auf das Auto zu verzichten und die (i.d.R. kurzen Strecken) in die Innenstadt mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückzulegen. Zu einem bessen Ausbau der Bestandsradwegen inkl. einer konsistenten Beschilderung fehlen Aussagen. Auch die Anlage von Asphaltstreifen auf Kopfsteinpflasterstraßen würde von Radlern hoch willkommen sein.

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