Geplante S4: Hamburger Verkehrspolitiker fordert Schleswig-Holstein zu mehr Tempo auf

Laut SPD-Verkehrsexperte muss die Baugenehmigung in Schleswig-Holstein bald erfolgen, um den Zeitplan nicht zu gefährden. Hamburger Verkehrsbehörde zeigt ich gelassen.
Christian Hinkelmann
S4-Sonderfahrt im Hamburger Hauptbahnhof
Sonderfahrt auf geplanter Linie S4 im Herbst 2011 im Hamburger Hauptbahnhof

Nach den Recherchen von NAHVERKEHR HAMBURG, wonach das seit 3,5 Jahren laufende Planfeststellungsverfahren für den schleswig-holsteinischen Streckenteil der künftigen S-Bahnlinie S4 im zuständigen Kieler Amt wegen Überlastung feststeckt (siehe hier), hat der Hamburger Verkehrspolitiker Ole Thoben Buschhüter Vorwürfe gegen die Regierung im nördlichen Nachbarbundesland erhoben.

„In Schleswig-Holstein werden wichtige länderübergreifende Schienenprojekte offenbar nicht mit demselben Nachdruck betrieben wie in Hamburg“, kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der Hamburger SPD auf NAHVERKEHR HAMBURG-Anfrage. „Die S4-Planfeststellung stockt, auch die S21 nach Kaltenkirchen kommt nicht richtig voran. Schleswig-Holstein darf bei der Mobilitätswende gerne mehr Ehrgeiz entwickeln, sie darf nicht an Ländergrenzen haltmachen“, so Buschhüter weiter, der sich seit Jahren für den Bau der S4 einsetzt.

Baugenehmigung in SH muss bis Anfang 2023 vorliegen

Der Politiker wies darauf hin, dass die Zeit für den Bau der S4 drängt, denn in Hamburgs-Wandsbek laufen bereits die ersten Bauarbeiten, während in Schleswig-Holstein nicht einmal absehbar ist, wann und in welchem Tempo das Planfeststellungsverfahren dort weiterbearbeitet wird. „Aufgrund der begonnenen Bauabläufe wird der S4-Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes für den Abschnitt in Stormarn für Anfang 20…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Auto-Verkehr zur abendlichen Rush-Hour an der Mundsburg in Hamburg

Hamburgs Tanz um Tempo 30

Immer mehr Städte möchten Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit und unterstützen eine entsprechende bundesweite Initiative. Hamburg nicht. Das sind die Gründe – und die Argumente dafür und dagegen.

Am Seine-Ufer auf der Straße Quai Saint-Michel mit Blick auf die 2019 durch ein Feuer zerstörte Kirche Notre-Dame. Auf dem abgetrennten Radweg der Einbahnstraße können Radfahrende in beide Richtungen fahren. Die grünen Kisten sind fest installierte Verkaufsbuden für den Bücherflohmarkt.

Selbst ausprobiert: mit dem Fahrrad durch Paris

Wo Hamburg in puncto Radfahren hinkommen möchte, ist Paris offenbar schon angekommen: Auf manchen Straßen herrschen geradezu paradiesische Zustände für Radfahrende, findet NAHVERKEHR HAMBURG- Redaktionsmitglied Matthias Schinck, der sich mit dem Velo in das Großstadtgetümmel der Seine-Metropole gestürzt hat. Lesen Sie hier seinen Praxisbericht.

Eine Antwort auf „Geplante S4: Hamburger Verkehrspolitiker fordert Schleswig-Holstein zu mehr Tempo auf“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.