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Hamburg macht weitere Park-and-Ride-Anlagen kostenpflichtig

HVV-Kunden, die in den Außenbezirken vom Auto auf die Bahn umsteigen, müssen ab heute an vier weiteren Park-and-Ride-Anlagen Gebühren zahlen. Hamburg kassiert künftig an den Stationen Berne, Elbgaustraße, Langenhorn-Markt und Horner Rennbahn zwei Euro pro Tag.
Christian Hinkelmann
Park and Ride-Anlage in Hamburg
Park and Ride-Anlage am Bahnhof Rahlstedt in Hamburg

Hamburg macht ab Mittwoch weitere Park-and-Ride-Ablagen kostenpflichtig. Umsteiger vom Auto auf die Bahn müssen dann an den Stationen Berne, Elbgaustraße, Langenhorn-Markt und Horner Rennbahn Parkgebühren zahlen.

Pro Tag werden zwei Euro fällig, ein Monat kostet 20 Euro, die Jahreskarte liegt bei 200 Euro. Außerdem werden Mehr-Tage-Karten für 4 Euro pro Tag verkauft, bei denen die Nutzer ihr Auto auch länger als 24 Stunden in der P+R-Anlage stehen lassen dürfen.

Während die Jahreskarten in den Hamburger HVV-Servicestellen erhältlich sind, müssen die Tageskarten, 30-Tage-Karten und die Mehr-Tage-Karten an den Parkscheinautomaten gekauft werden, die auf den Anlagen aufgestellt sind.

Zur Einführung der Entgeltpflicht an den vier zusätzlichen Haltestellen werden Jahreskarten, die zwischen dem 24.03. und dem 2.04.2015 verkauft werden, mit einer Gültigkeitsdauer von 13 Monaten versehen.

Der Hamburger SPD-Senat hatte im vergangenen August zunächst an zehn Park-and-Ride-Anlagen eine Gebührenpflicht eingeführt (Bergedorf, Harburg, Meiendorfer Weg, Nettelnburg, Neugraben, Neuwiedenthal, Rahlstedt, Steinfurther Allee, Veddel, Volksdorf). Dafür waren die betroffenen Anlagen mit Videoüberwachung, Notrufeinrichtungen…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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12 Antworten auf „Hamburg macht weitere Park-and-Ride-Anlagen kostenpflichtig“

@spm9153: Ja, wenn man so wohnt, dann hat man eben höhere Fahrtkosten. ich habe dafür halt höhere Wohnungskosten. Und wenn ich jetzt komme und sage dafür will ich eine Ermäßigung beim HVV, dann lachen sich ale (zu recht) tot.

Nochmal: Wer mit dem Auto anreist und an der Haltestelle parken will, soll dafür entsprechend bezahlen. Muss ich ja auch, wenn ich Infrastruktur benutze.

@ Dirk
Nicht einverstanden ! Einige Menschen wohnen eben halt in Gegenden, in denen keine Bahn fährt und auch kein (oder selten ein) Bus. Für diese Menschen sind die P&R Anlagen mal gebaut worden. Natürlich kommt es nicht in Frage, den P&R Benutzern eine Ermäßigung auf die Fahrkarte zu geben, aber die Fahrkarte müßte einen abreißbaren Abschnitt haben, den man hinter die Windschutzscheibe legt und zum parken auf den P&R Anlagen berechtigt. Ich fahre nicht aus Spaß mit dem Auto zur S-Bahn, ich fahre nämlich sehr ungern, aber dann hätte ich gerne meinen Parkplatz, der mich auch einlädt, auf die S-Bahn umzusteigen. Andere, die nicht so bahnbegeistert sind wie ich, werden einfach mit ihrem Wagen durchfahren bis in die Stadt. Und genau das hat man ja verhindern wollen.

@Schmidt: Eine Fahrpreisermäßigung, wenn jemand mit dem Auto zum Bahnhof kommt und dort Parkplätze belegt? Bekomme ich dann auch die Fahrkarte billiger, wenn ich zu Fuß zur U-Bahn gehe und keine weiteren Kosten für Parkplätze (Bau, Unterhalt usw.) verursache?

Im Ernst: Parkende Autos verursachen riesige Kosten durch Flächenverbrauch usw. Dass sich die Parker an den Kosten beteiligen, ist doch das mindeste. Deswegen finde ich das völlig ok, das die P+R-Anlagen kostenpflichtig werden. Je näher an der Innenstadt desto teurer, finde ich.

Da wird der Name „Park + Ride“ ja völlig ad absurdum geführt. Wer sagt denn, dass die Leute die P+R-Anlagen überhaupt für den Umstieg auf die Bahn nutzen? Da sind sicherlich viele dabei, die einfach nur einen Abstellplatz für ihren PKW suchen, aber gar nicht Bahn fahren.

Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn man gerade in den P+R-Anlagen die Bahnnutzer bevorzugt, denn dafür wurden die Dinger ja gebaut. Das könnte man z.B. mit Parkgutscheinen oder Ermäßigungen für Leute machen, die eine HVV-Zeitkarte besitzen. Oder man stellt einen HVV-Automaten im Parkhaus auf, wo man Rabatt auf Fahrkarten bekommt, wenn man sein Auto dort abstellt. Die Parkgebühr darf dann gerne auch etwas höher sein, das wird dann bei der Fahrkarte wieder abgezogen. Leute, die keine HVV-Karte haben oder kaufen wollen, müssten dann den hohen Preis fürs Parken zahlen. Das wäre mal eine sinnvolle Sache, um dem Thema P+R gerecht zu werden. Aber so wie es jetzt läuft, sind das ja nur noch Parkhäuser für ganz normale Autofahrer. Da ist der Name P+R eigentlich Etikettenschwindel. Ob da wirklich jeder den HVV nutzt, wird gar nicht überprüft.

Früher parkte ich regelmäßig im Parkhaus Steinfurther Allee – bis mir erst die Antenne verbogen, später das Auto aufgebrochen und das Radio geklaut wurde. Dann suchte ich Alternativen. Irgendwann wurden Kameras installiert und die gefühlte Kriminalität ging zurück. Ich nutzte das Parkhaus wieder – inzwischen begann allerdings meine Arbeitszeit später und ich fand selten einen freien Platz. Also wieder Alternativen suchen. Die Anzeige an der Einfahrt zeigte monatelang falsch an – man drehte Runden durchs Parkhaus und suchte die angeblich freien Plätze – erfolglos. „Sehr ökologisch“ 🙁

Inzwischen kostet es dort und vermutlich wäre Platz, aber man weiß es nicht, denn die Anzeige ist noch immer kaputt. Wenn ich mir jetzt eine Monats- oder Jahres-Park-Karte kaufe, weiß ich nicht, ob ich die überhaupt regelmäßig nutzen kann. Zusätzlich zur Proficard 200 € „mal eben just for fun“ ausgeben will ich aber auch nicht.

Also suche ich mir wohl weiterhin Alternativen – oder ich schaffe auch die Proficard ab, fahre mit dem Auto bis unters Büro in die kostenfreie Teifgarage und komme bei jedem Wetter trockenen Fußes zur Arbeit. Ich hab dazu keine Lust, aber auf diese seltsame Politik eben auch nicht. Ich komme mir ziemlich verschaukelt vor. Und Verbesserungen im Parkhaus kann ich weder an der Steinfurther Allee noch an der neuerdings kostenpflichtigen Horner Rennbahn erkennen.

Und ein paar konkrete Fragen bleiben auch offen:
Darf ich eine 30-Tage- oder Jahres-Parkkarte nur in dem P+R nutzen, in dem ich sie gekauft habe oder in der gesamten Stadt? Wenn das erste Parkaus voll ist, fahre ich zum nächsten – ist das erlaubt?
Darf ich mit der 30-Tage- oder Jahres-Parkkarte mehrere Tage „am Stück“ parken – beispielsweise freitags das Auto abstellen und mit Bus und Bahn ins Wochenende, am Sonntag das Auto abholen? Oder brauche ich dann zusätzlich für die 3 Tage Fr/Sa/So die Mehr-Tage-Karten zu insgeamt 12 €?

@ schnelsven : „Die Gebührenpflicht aller P+R-Anlagen finde ich gerechtfertigt, insbesondere, nachdem deren Qualität verbessert wurde“

Nur ist an deren Qualität nichts verbessert worden. Es ist in Bergedorf immer noch derselbe Parkplatz, außer daß sich inzwischen überall Schmutz und Dreck sammelt, die Türen aus den Angeln fliegen oder gänzlich fehlen.

„naja. In Wien zahlt man nebenbei mehr für P&R“

Anderes Prinzip als in Hamburg:

Hamburg: Parkhaus 200 €, ÖPNV-Jahreskarte über 1.000 €

Wien: Parkhaus 550 €, ÖPNV-Jahreskarte 375 €

Die Gebührenpflicht aller P+R-Anlagen finde ich gerechtfertigt, insbesondere, nachdem deren Qualität verbessert wurde. Allerdings denken Autofahrer/innen natürlich auch ökonomisch. Warum sollten sie ab sofort mehr zahlen, wenn’nebenan umsonst geparkt werden kann. Schließlich werden die P+R-Anlagen nach der Umstellung plötzlich nicht mehr so stark genutzt. Umgekehrt beschweren sich Anwohner der P+R-Anlagen verständlicherweise vermehrt über mittlerweile verschlechterte Abstellmöglichkeiten für ihre eigenen PKW.

Ein besserer Lenkungseffekt für die Verkehrsströme ließe sich selbstverständlich erzielen, wenn auch in einem bestimmten Radius um die P+R-Anlagen herum der Parkraum konsequent bewirtschaftet würde – inklusive Anwohnerparkrechten. Diese Zonen müssten dann natürlich auch verstärkt kontrolliert werden (so wie seit geraumer Zeit – nach meinem Eindruck – auch häufiger die Fahrkarten in Bussen und Bahnen überprüft werden als in der Vergangenheit).

Wer es dann immer noch vorzieht, mit dem eigenen PKW täglich in die (Innen-)Stadt zu pendeln, hat entweder einen kostenlosen Tiefgaragenplatz unterm Büro oder einfach zuviel Geld – überspitzt gesagt. Alle anderen Umweltschutzmotive sind gut gemeint, scheitern meist aber an der menschlichen Bequemlichkeit.

Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist nun das Park&Ride Parkhaus in Rahlstedt kostenpflichtig. An sich kann ich die Beweggründe verstehen, eine Gebühr einzuführen. Aber die Form, in der sich nun die Parksituation im Ortskern von Rahlstedt darstellt, ist meines Erachtens umso störender. Während das Park&Ride Parkhaus nur noch wenige besetzte Plätze aufweist, sind alle Nebenstraßen in Bahnhofsnähe zugeparkt. Dies war auch absehbar. Denn wer die Gebühr sparen kann, der spart sie.
Besonders störend an der Situation finde ich, dass es nun kaum mehr möglich ist, jemanden mit dem PKW vom Bahnhof abzuholen. Hier muss dringend nachgebessert werden. Eine super Lösung wäre, wenn man aus dem Parkscheinautomaten im Park&Ride Parkhaus einen kostenlosen 15 Minuten Schein ziehen könnte. In der Zeitspanne kann nun wirklich niemand sinnvoll Park&Ride durchführen oder das Parkhaus zum Einkaufsparken „missbrauchen“.
Ich persönlich wäre dann bereits zufrieden, da ich in der Regel mit dem Bus zum Bahnhof in Rahlstedt fahre. Um die Anwohner vom Parkdruck zu entlasten, müssten Anwohnerparkausweise eingeführt werden, eine Bewirtschaftung des bislang noch kostenlosen Parkraumes stattfinden und Parkvergehen strenger verfolgt werden. Was für ein Aufwand, der sonst nur in engen Altstädten betrieben wird… Und das alles wegen der vergleichsweise niedrigen Park&Ride Einnahmen…

Fazit: Kostenlose Park&Ride Parkplätze belasten finanziell alle, auch die ÖPNV-Nutzer, die gar kein Park&Ride nutzen. Kostenpflichtige Park&Ride Parkplätze belasten vor allem die Anwohner. Wenn man versucht, die Anwohner zu entlasten, kostet das auch wieder der Allgemeinheit Geld. Deshalb sollte auf jeden Fall noch einmal politisch diskutiert werden, wie man die Prioritäten setzen möchte.

Mit vielen Grüßen
Jan-Peter Heckel

Jetzt könnte man glatt hoffen, dass die Nachricht durch das heutige Datum bedingt ist, aber ich fürchte ganz, dass das eine unglückliche Fügung ist…

naja. In Wien zahlt man nebenbei mehr für P&R, aber da gibt’s dafür auch Qualität in den Parkhäusern… dazu werden die P&R-Möglichkeiten bereits auf der Autobahn bei den Ausfahrten angezeigt…

Wenn Hamburg denn sowas bieten könnte…

Besserer Service ? Bessere Beleuchtung ? Wo das denn bitte ?

Am P&R Platz Bergedorf hat sich seit dem 28. Juli letzten Jahres nichts geändert, außer daß er jeden Tag mehr verdreckt. Ich habe ihn zwar seit diesem Tage nie mehr genutzt, stehe jetzt immer irgendwo in den angrenzenden Straßen, aber ich laufe jeden Tag dadurch um zur S-Bahn zu gelangen, und was sehe ich : Kaputte Türen, Schmutz und Schlick der sich in den Ecken der Treppenhäuser sammelt, Dreck… Typische SPD-Lügen, wie immer !

Wichtige Frage, zu der ich gerne eine Antwort hätte: Ist denn die Auslastung der P+R-Anlagen außerhalb der Stadtgrenzen im Gegenzug gestiegen – was ja anscheinend ein Ziel des Ganzen zu sein scheint?

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