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Hamburger SPD diskutiert über 365-Euro-Jahreskarte im HVV

Erstmals wird von Teilen der Hamburger SPD laut über die Einführung einer HVV-Jahreskarte für 365 Euro nachgedacht. Auf dem vergangenen Parteitag wurde kontrovers debattiert.
Christian Hinkelmann
Fahrkartenautomat der AKN
Fahrkartenautomat der AKN

Vor gut zwei Wochen hat die Hamburger SPD auf ihrem Landesparteitag erstmals ausführlich und offen über Preissenkungen im HVV diskutiert. Grund waren zwei Anträge von den Jusos im Kreis Altona und der SPD in Eimsbüttel, in denen eine 365-Euro-Jahreskarte, bzw. sogar ein komplett kostenloser HVV im Innenstadtbereich gefordert wurde.

365-Euro-Ticket soll „bezahlbare Mobilität für Alle“ bringen

In den Anträgen, die NahverkehrHAMBURG inzwischen vorliegen, heißt es zur Begründung, dass eine deutlich vergünstige HVV-Jahreskarte einen großen zu erwartenden ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Nutzen habe. Die Fahrgastzahlen würden steigen, während der Individualverkehr zurückgehe, heißt es. Die Karte würde „bezahlbare Mobilität für alle Bürger“ bieten sowie dabei helfen, Klimaschutzziele zu erreichen.

Befürworter in der SPD verweisen auf Vorbild Wien

Die Antragsteller berufen sich dabei auf die österreichische Hauptstadt Wien als Vorbild. Die Stadt ist mit 1,8 Millionen Einwohnern ähnlich groß wie Hamburg. Dort wurde der Preis für eine Jahreskarte im Jahr 2012 auf 365 Euro gesenkt. Seitdem habe sich die Zahl der verkauften Jahreskarten in fünf Jahren mehr als verdoppelt. Mittlerweile gibt es in Wien mehr Jahreskartenbesitzer als angemeldete Autos (

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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37 Antworten auf „Hamburger SPD diskutiert über 365-Euro-Jahreskarte im HVV“

Nach meiner Ansicht ist nicht der Preis für die Verkehrsmittelwahl entscheidend. Wichtig sind Reisezeit, Überfüllung und Parkmöglichkeiten.
An den Parkmöglichkeiten kann man durch Anhebung und Ausweitung der Gebühren einschließlich. Kontrolle schrauben.
Sehr wichtig sind aber Reisezeiten und Fülle.
Die Taktverdichtung auf der U1 ist schon mal ein Anfang. Aber fast alle Züge S,U,Me,Re etc, am Hbf. Sind überfüllt.
Aber bei Verbindungen, die nicht die City anstreben, wird der zeitliche Unterschied Öpnv zu mIV teilweise heftig. Die Fahrzeiten steigen durch Umstiege und 20 min Takt z.T. auf das Doppelte.
Z.b. Volksdorf Flughafen mit 9 min warten in Barmbek. In der Zeit ist man mit dem Auto schon halb da.
Die 1€ Karte würde besonders den Verkauf von Einzelkarten verringern. Nennenswerten Mehrverkehr sehe ich ohne drastischen Abbau von Parkmöglichkeiten nicht. Der Öpnv ist ohne Auto immer billiger als ein Kfz. Aber wenn man „sowieso“ ein Kfz hat, sieht das anders aus.
Das räumlich viel kleinere Wien mit seinem K&K Altbauten ohne Parkplätze hat deutliche Vorteile.
Solche Strukturen gibt es in HH nur in wenigen Stadteilen.
Also erst Netz und Takt verbessern und die besonders für Querverbindungen veralteten Tarifzonen etwas entrümpeln, dann eine allgemeine Preissenkung diskutieren.

„Die 1€ Karte würde besonders den Verkauf von Einzelkarten verringern.“

Genau umgekehrt, der Verkauf von „einzelnen“ Fahrkarten (ich zähle mal Tageskarten hinzu) würde deutlich steigen. Derzeit haben ca. 70 Prozent der HVV-Kunden ein Abo, ProfiTicket usw. Die anderen ca. 30 Prozent nutzen Fahrkarten des Bartarifs, die HamburgCard, KombiTickets und vor allem auch einzeln erworbene Wochen- und Monatskarten. Mit 1€ pro Tag würden auf einen Schlag alle Abo-, ProfiTicket-Kunden kündigen, die Wochen- und Monatskartenkäufer keine Wochen- und Monatskarten mehr kaufen und alle auf den Kauf der Tageskarte für einen 1€ umsteigen. Es würden also vermutlich an die 90% der Kunden, die jetzt gar nicht jeden Tag ein Ticket erwerben, sondern nur das bereits vorhandene Ticket vorzeigen (oder in der Schnellbahn einstecken haben), nun für jeden Tag eine Karte kaufen! Fast jeder Kunde (ausgenommen Schwerbehinderte u.Ä.) würde morgens entweder über die App oder im Bus über PVS/HVV Card oder beim Busfahrer oder am Automaten (analog bei den anderen Verkehrsmitteln) sein Ticket erwerben wollen. Dafür sind die Systeme nicht ausgelegt. Das funktioniert nur wieder über Abo-Modelle.

Doch, würde sie, weil es ja nicht um eine 1€-Tageskarte geht, sondern um eine 365€-Jahreskarte, die heruntergerechnet einem 1€-Tagespreis entspricht.

Hier sieht man deutlich die Verlogenheit der Grünen!
Eigentlich sollten die Grünen dieses Ur-Thema ihrer Partei sofort aufgreifen und Lösungsansätze finden, statt Ausreden zu liefern.
Wären sie aktuell in der Opposition, würden sie anders argumentieren. Wetten?

Realität in Tonndorf:
An der Küperkoppel (nicht weit vom Tondo, der autofreundlichen Kreuzung Tonndorfer Hauptstraße / Jenfelder Allee aber auch vom Bahnhof) wurden vor ein paar Jahren viele neue Wohnblöcke im Rahmen der „Nachverdichtung“ gebaut. Durch mehrfache Berichte zu Kennzeichendiebstählen im Wochenblatt habe ich erfahren, dass es unter diesen neuen Häusern eine „riesige Tiefgarage“ gibt.
Das ist die aktuelle Baupolitik in Stadtteilen wie Tonndorf! Die Verkehrserschließung sozusagen „Steilshoop 2.0“, und zwar nicht in den 1970ern, sondern 2010ern.

Seien wir doch ehrlich: Trotz aller schönen Reden, und die können besonders gut die Hamburger SPD, ist ein ÖPNV doch gar nicht gewollt. Es wird doch nur so getan, als ob. Bei der Autolobby ist erst ein kurzes Stöhnen zu hören (als der Pseudo?-Antrag der Jusos ausgesprochen wurde), und dann ein erleichtertes Durchatmen (beim Gegenantrag der Antragskommission). Es besteht also keine Sorge, dass irgendwie der Autoverkehr in Hamburg, und sei es nur durch höhere Parkgebühren, eingeschränkt wird.
Ein sehr, sehr aufschlussreiches YouTube-Video dazu: „Wie der Norden den Nahverkehr vernachlässigt | Panorama 3 | NDR“ (will ich hier nicht verlinken, kann aber jede/r finden; der Link ist auch im Bahninfo-Forum zum Thema „Gutachten: Hauptbahnhof platzt aus allen Nähten“), darin die Sprecherin der Behörde für Wirtschaft im O-Ton (nach Minute 9:20): „…Wir wollen den Autoverkehr nicht zurückdrängen…“

Und bezüglich der Grünen vermute ich, dass es denen ausreicht, wenn ihre urbanen Szenequartiere lebenswert sind. Da interessieren dann Stadtteile mit „riesigen Tiefgaragen“ wie Tonndorf, und dass die Leute dort auch gern eine lebenswerte Stadt hätten, wenig.

Leute, ich darf Busse auswählen!!! Darauf habe ich schon immer gewartet.

Das Wienermodell hat noch einen weiteren finaziellen Aspekt, die “ sogenannten „Dienstgeberabgabe“.
Die 1970 eingeführte Steuer soll Unternehmen zur Mitfinanzierung der U-Bahn heranziehen. Unternehmen müssen für alle Mitarbeiter, die in Wien ihren Arbeitsplatz haben, einen Pauschalbetrag von 2 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderwoche, entrichten. Personen mit einem Alter von mehr als 55
Jahren oder einer Arbeitszeit von unter 10 Stunden pro Woche sind von der Abgabe befreit.

Die Abgabe soll der Stadt Wien ab 2013 Einnahmen von rund 60 Millionen
Euro pro Jahr bringen und ist für den U-Bahn-Bau zweckgebunden.
Q:
https://www.zukunft-mobilitaet.net/28179/analyse/finanzierung-des-oepnv-in-deutschland/
Da werden endlich mal die heimlichen Profitöre des gut ausgebauten ÖPNV zur Kasse gebeten.
So wie z.B. die Betriebe, die Hotelier, die Resturants, die Vermieter, Ärzte, Veranstalter usw alle profitieren von einem gut erreichbaren ÖPNV.

Vor gut einem Jahr habe ich mit einen Staatsrat aus der Wirtschaftsbehörde diskutiert,
Meine Meinung, endlich mehr für den Personen-Schienenverkehr in Hamburg zu tun, wurde vom Staatsrat abgewehrt.
Für ihn sei es mehr als nur wichtig, dass die Container aus dem Hafen raus und rein kommen.
Das hat Priorität 1 und dann käme erst mal gar nichts und dann komme noch mal Hafenbahn und LKW-Trassen für die Hafencontainer.
So fühlt sich Schiene, Bahnhöfe, Schienenfahrzeuge, Taktfrequenzen, Fahrkartenpreise auch in Hamburg an. Dazu noch mehr Autos über Carsharing für alle Automarken.
Das 365€ Ticket muss kommen, aber noch schneller eine 1€ Fahrt in die Innenstadt.
Von Altona bis Hbf. 2,20€ bis Berliner Tor 3,20€ das ist „Raub“ am Kunden.
Und wir brauchen eine politische Vorfahrt für Schiene und Fahrrad.
Was würde heute los sein, wenn die 4.Elbetunnel-Röhre mit einer S-Bahn von Altona durch die Elbe rüber nach Finkenwerder bis Neuwiedental.
Alle, die sich mit dem Auto oder den Buslinien 150 oder 250 durch die Elbtunnelröhren quälen müssen, würden länger leben, würden stressfreier in den Hafen und in die Finkenwerder/Altenwerder-Industriezonen kommen.

Eine Jahreskarte wird keinen Autofahrer auf einen Schlag für 365 Tage in den ÖPNV locken. Zielführender wäre da eine Tageskarte für 1 Euro zum Anfixen nach dem Motto „nicht immer, aber immer öfter“.

Das ist doch quasi das 365 Euro-Ticket. Das funktioniert nicht, jeder Abo-Kunde würde sofort kündigen und nur noch Tageskarten kaufen. Und dass auch nur an Tagen, an dem sie/er unterwegs ist, also vielleicht 250 tage im Jahr, also ist es quasi das 250-Euro-Ticket. Sie verlieren als Verkehrsunternehmen Millionen an Einnahmen, müssen mehr Automaten an möglichst alle Haltestellen aufstellen, damit auch alle Kunden jeden Tag morgens ihre Fahrkarte kaufen können, das Hintergrundsystem der HVV-App muss für den Ansturm gerüstet sein usw. Außerdem muss das Angebot deutlich ausgebaut werden. Sie erhöhen die Angebots- und auch gleichzeitig die Vertriebskosten enorm und senken dann auch noch die Einnahmen rapide. Da müssen die Gelddruckmaschinen der Stadt Hamburg dann aber Überstunden machen.

365 €/A kein problem…. der Senat muss nur einfach die Arbeitgeber in die Pflicht nehmen. Jeder Betrieb der nicht für 100% seiner Mitarbeiter PKW Stellplätze vorhalten kann muss den Mitarbeitern ein Profiticket für 31 € pro Monat anbieten.

Zu teuer. Mitarbeiter der Stadt zahlen für das Profiticket derzeit 81,30 €/Monat und die Stadt ist nicht in der Lage, auch nur ansatzweise allen Mitarbeitern einen Parkplatz anzubieten.

Das Argument, dass der Ausbau des ÖPNVs mit der Verbilligung einhergehen muss, ist logisch! Dennoch halte ich die Zielvorgabe (365€/Jahr) für wichtig und richtig, denn dadurch könnte sich der Größe Koalitionspartner SPD auf ihrem ureigenen Feld (Soziale Gerechtigkeit) profilieren! Die Umschichtung der Gelder sollte sukzessive erfolgen(wie in Wien oder Kopenhagen) , um den Modal Split in Richtung ÖPNV und Fahrrad zu verschieben! Dabei sollten die Frei werdenden Mittel sowohl dem Ausbau als auch der Vergünstigung gleichermaßen zu gute kommen!

Wir haben gerade wieder steigende Inflationsraten. Wie lange wird man wohl die so schön plakativen 365 Euro durchhalten, bis der Stadt die Finanzierung des Defizits davon läuft? 2, 3 oder 5 Jahre? Und was ist schon gerecht, eine sehr philosophische und subjektive Frage. Die SPD hat jahrelang geschlafen, bischen spät für Aktionismus. Parteien kommen und gehen, bei manchen dauert es halt ein wenig länger. Wer sich am Markt für Stimmenfang nicht mehr behaupten kann, hätte vielleicht schon vor Jahren einmal konsequenter und verlässlicher sein sollen, auch was das Thema Mobilität anbetrifft. Was hat denn das tolle Busbeschleunigungsprogramm gebracht, sind die Busse wirklich so viel pünktlicher, gibt es keine Pulkbildung mehr, sind die Busse gleichmäßiger ausgelastet, hat der Fahrgast eine spürbare Entlastung erfahren? Warum gibt es außerdem Gegenden in Hamburg, z.B. Hamm recht innenstadtnah, wo tagsüber nicht einmal alle halbe Stunde ein Bus fährt? Wie passt das zu einer „Weltstadt“?

Ich frage mich ebenfalls, wo die Hamburger Grünen stehen. Wo sind eure Pläne für eine Verkehrswende. Schaut mal nach Madrid, nach Wien, nach Amsterdam. Stattdessen hat man Angst vor zuviel Fahrgäste in den „Öffis“. Warum kann man auf Sankt Pauli für zwei Euro die Stunde parken und in vielen Straßen komplett umsonst, aber ein Einzelticket beim HVV kostet 3, 30 Euro? Wie lange muss noch rumdikustiert werden, bis entlich die Parkgebühren angehoben werden, das Geld liegt doch auf der Straße!.Da lässt sich Hamburg soviel Geld entgehen, mit dem es den öfftlichen Nahverkehr sowie die Rad Infrastruktur weiter ausbauen könnte +subventionieren. Wie es eben Wien vormacht.

Es ist schon erstaunlich, dass die SPD immer dann, wenn sie in der Opposition ist mit Innovativen Forderungen auftritt: Im Bayern-Wahlkampf hat die SPD das Wiener Modell für München und weitere bay. Großstädte gefordert. Das SPD Wahlergebnis in Bayern ist bekannt, denn der SPD glaubt man nicht mehr. Die Bestätigung siehe in dem Artikel.

Das ist die nackte Panik vor Verlust von gut dotierten Versorgungsposten nach der nächsten Wahl. Auf langfristige Lösungen durch alle Parteien zum Thema Verkehr warten wir in Hamburg schon seit mehreren Jahrzehnten. Bisher ist das alles Stückwerk, keine Zukunftsvision erkennbar und schon gar keine nachhaltige Finanzierung. Ist Wahl, gibt es im Vorfeld scheinbar sinnvolle Diskussionen und nach der Wahl scheitert es dann sehr schnell an selbst geschaffener Bürokratie wie Planungshorizonte von Jahrzehnten, Einspruchsmöglichkeiten für alles und jeden, ausufernden Projektkosten aufgrund langer Planungs- und Umsetzungzeiträume sowie ständigen Änderungswünschen seitens der Politik usw. Das kann man alles nicht mehr ernst nehmen.

Was ist denn die Lösung um Autos aus der Stadt zu verbannen als ein günstiger ÖNV? Die Mehrkosten müsste man sich von den Autofahrern holen mit einer Citymaut.

Wie geht das denn? Autos aus der Stadt verbannen und dann über eine City-Maut gegenfinanzieren? Wien macht es doch vor, erst einmal das Verkehrsangebot deutlich erhöhen, auch Tram (ich weiß, is nich, weil geht in Hamburg nicht), und zusätzlich flankierende Maßnahmen, Dienstgeberabgabe, erhöhte Parkgebühren, aber auch sinnvolle Umstiegsmöglichkeiten von Pkw zu ÖPNV mittels P+R-Plätzen zu günstigen Preisen für ÖPNV-Nutzer, dann Überarbeitung des Tarifs mit mehr Einfachheit und preisliche Absenkung für Dauerkunden, aber auch deutliche Qualitätssteigerungen durch aufgeräumte Bahnstationen (ohne Kioske, Werbung, mit mehr Licht, mit heilen Kacheln, geleerten Mülleimern usw.), bessere Takte, gesicherte Anschlüsse, höhere Pünktlichkeit, mit härteren Sanktionen von Schwarzfahrern/Menschen die ihren Dreck an jeder Station hinterlassen/Vandalismus usw.

Schon Mega-peinlich, dass die gerade die Grünen sich gegen eine 365 EUR-Jahreskarte für den HVV aussprechen! Die Gegenfinanzierung möglicher Einnahmeverlaust – wobei keiner diskutiert, wie viele zusätzliche Jahreskarten von Gelegenheitsfahrern gekauft werden, die die ständige Fummelei am Fahrkartenautomaten satt sind, aber in Summe vielleicht für weniger als EUR 365/Jahr den HVV nutzen. Die Angst vor zuviel Fahrgästen ist schon skuril! Wien hat zudem einen entfernungsunabhängigen Einzelfahrschein für Renter i.H.v. 1,50!
Wien hat mit dem Modell aber eines erreicht, wovon Hamburg meilenweit entfernt ist: einen Modalsplit-Anteil des ÖPNV von 44% (ungefähr gleichauf mit Kopenhagen und Amsterdam), in Hamburg liegt dieser unter 20%!!!
Wien hat auch intellligente Formen der Gegenfinanzierung möglicher Verluste gefunden: Dort gibt es eine Parkgebühr für Laternenparker von EUR 10,-/Monat und höhere Einzelparkgebühren. Aber an die parkenden Autos will der traditionell autofreundliche Senat nicht ran.
Zur Ehrenrettung des HVV muss allerdigns auch gesagt werden, die Touritstenmehrtagestickets sind genauso teuer wie in Hamburg und Touristen stellen sicher auch einen hohen Anteil der ÖPNV-Nutzer.

Hallo Michael Jung,
vermutlich noch nicht mit der S21 gefahren. Die ist voll. Weitere Fahrgäste durch niedrige Fahrpreise können leider nicht mitfahren. Ich würde wieder aufs Auto umsteigen, wenn das Gedrängel noch schlimmer wird. Deshalb Geld für bessere Qualität und nicht mehr Gedrängel in der Bahn.

Den Modal Split in HH erhöhen Sie nicht durch niedrigere Fahrpreise. Insofern ist Ihr Vergleich Wien/HH Unfug. Um die %-Zahl der zurückgelegten ÖPNV-Wege erhöhen zu können, müssen erst viel mehr Schienenkilometer her. Die Grünen haben das erkannt, so mancher Leser tut sich damit offenbar schwer.

Bei einer Einführung der 365-Euro-Jahreskarte würde der gesamte HVV wg. totaler Überlastung zusammenbrechen!! Es sei denn, der Bestand an U- und S-Bahnzügen, Bussen, Fahrern usw. würde vorher um mindestens 40-50% aufgestockt werden und auf allen Schienenstrecken würde tagsüber ein 2-Minuten-Takt sowie ein durchgehender Nachtbetrieb an allen Tagen eingeführt werden! Allein die Anschaffung neuer Züge und Busse in dieser Größenordnung würde aber hunderte an Millionen kosten – wer soll das denn überhaupt finanzieren?

Das ist bei Pkw auch so, die werden selten mehr als 1 Stunde am Tag bewegt und stehen die meiste Zeit rum. Die Menschen haben nun einmal einen rel. regelmäßigen Tagesablauf. Für die Arbeit oder soziale Kontakte sind bestimmte Regeln (ergo Zeiten) notwendig. Darauf muss sich das Angebot einstellen, kaum einer wird von sich aus gern regelmäßig nachts unterwegs sein, nur weil es dort so schön leer ist und dafür tagsüber schlafen und auf das Familien-, Vereinsleben usw. verzichten.

Ein wirklich schwieriges Thema. Einerseits wäre ich auch für das 365€ Modell, anderseits kann ich auch die Contra Argumente verstehen dass das Netz an vielen Stellen jetzt schon am Limit ist und erstmal ausgebaut werden muss. Aber als ich gelesen habe dass eine Jahreskarte im HVV 1.046,40 € kostet (ich vermute mal ohne Vergünstigung?) musste ich schon ein wenig staunen. Aber dann habe ich gerechnet wieviel das im Monat ist und es sind ~87€ … noch immer günstiger als ein Auto. Aber es geht bei der Diskussion und bei der Petition überwiegend um die Menschen, die sehr wenig Geld haben und sich das nicht leisten können. Evtl. kann man ja einen Zwischenschritt machen und die Jahreskarte erstmal ein wenig reduzieren (die ganzen Vergünstigungen wzB das Abo oder Proficard dementsprechend auch) … vllt so auf 70€ im Monat. Das wären 840€ im Jahr. Dann könnte man erstmal gucken wiesehr sich das schonmal auswirkt und dann die Statistik weiter extrapolieren (oder wie man das nennt). Und wenn ein Monat nur 10€ mehr kostet als die Schwarzfahrergebühr wäre die Hemmschwelle für die Jahreskarte nochmal etwas niedriger.
Was ich damit sagen möchte: Anstatt über beide „Extreme“ zu diskutieren (sehr günstig oder aktuell teuer) sollte man zumindest die Jahreskarte Stück für Stück günstiger machen um zu schauen wie sich das entwickelt. Die normal Ticketpreise stiegen in den letzten Jahren ja extrem … zumindest deutlich mehr als in den anderen deutschen Städten.

Die 1.046,40 € sind bereits der reduzierte Preis für Zeitkarte für den Geltungsbereich Hamburg AB im Abonnement für das ganze Jahr. Für zwölf Käufe einer Monatskarte käme man auf 1.279,20 Euro. Das ist schon happig. Allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass viele noch irgendwie anders vergünstigte Karten nutzen, Teilzeitkarten, Seniorenkarten, ProfiCards, SemesterTicket usw. Der Geltungsbereich Hamburg AB ist zwar stark nachgefragt, vermutlich von vielen Berufspendlern innerhalb Hamburgs, fährt man aber vor allem wohnortnah, dann können auch manchmal zwei oder drei Zonen ausreichend sein. Dass würde sich auch eine Reduktion des Abo-Preises zur Folge haben. Was viele bei der Diskussion auch immer vergessen ist, dass Hamburg in manchen Zonen genauso viel Verkehrsangebot hat, wie 100.000 Einwohnerstädte. Fährt man allerdings in einer Millionenstadt mit größeren Entfernungen, erwartet dichtere Takte usw., dann ist fraglich, wie dieser Mehraufwand bei einem Zuschussgeschäft wie dem ÖPNV geleistet werden soll. Da der ÖPNV in Deutschland generell defizitär ist, die Einnahmen aus Tickets nur so um die 60% bis 70% betragen, muss das Geld woanders herkommen, nämlich durch Ausgleichszahlungen des Aufgabenträgers, also der Stadt. Wird nun der Preis für die Fahrkarten abgesenkt und gleichzeitig das Verkehrsangebot aufgrund der steigenden Nachfrage ausgebaut, steigen die Kosten überproportional zu den Einnahmen. Die Gretchenfrage ist: Wer soll das finanzieren?

Nicht vergessen, dass der Kostendeckungsgrad nichts mit den Ticketpreisen zu tun hat. Die Hochbahn hat ja auch noch andere Einnahmen wie Werbung.

Auch wenn das gern so von Stadt, Hochbahn und HVV gegenüber den Kunden und Steuerzahlern suggeriert wird, es ist falsch. Ein Kostendeckungsgrad von 92,9% bedeutet nur, dass die Hochbahn selbst erwirtschaftet hat. Aber wie wird bilanziert, was bedeutet selbst erwirtschaftet?

Schauen wir doch einfach mal nach, Geschäftsbericht der Hochbahn 2017:
https://www.hochbahn.de/hochbahn/wcm/connect/de/eb1b907c-a495-4192-972a-b6ef19275233/180615_hbn_ub17_pflicht_d_save.pdf?MOD=AJPERES&CACHEID=ROOTWORKSPACE.Z18_JH8I1JC0L05M10AEB6TSP430A1-eb1b907c-a495-4192-972a-b6ef19275233-mgSH2U-

Seite 9 und 10:
– Gesamteinnahmen von 572,5 Mio Euro
– davon Verkehrseinnahmen = 440,4 Mio Euro sowie dann rechnerisch an dieser Stelle nicht ausgewiesene Einnahmen in Höhe von 132,1 Mio Euro aus Vermietung, Verpachtung, Werbeeinahmen, Verkäufen alter Fahrzeuge usw., z.B. bekommt die Hochbahn Einnahmen aus Verpachtung von Flächen an Kiosk- und Snackbetreiber in/an den Bahnsteigen, u.a. vom Mö-Grill
– Jahresfehlbetrag = 44,9 Mio Euro
– Gesamtaufwand = Gesamteinnahmen + Jahresfeldbetrag = 617,4 Mio Euro
– Kostendeckungsgrad = 92,9%

Der Kostendeckungsgrad errechnet sich, indem die Gesamteinnahmen ins Verhältnis zum Gesamtaufwand gesetzt werden. Was aber sind die Verkehrseinnahmen? Dies setzen sich zusammen aus Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen, Ausgleichszahlungen der Aufgabenträger (insbesondere Hamburg, aber winzig auch Niedersachsen und Schleswig-Holstein) für Schülerbeförderung (§ 45a PBefG) und Schwerbehindertenbeförderung (§ 148 SGB IX). Die Ausgleichszahlungen sollen etwa 9% von den Gesamteinnahmen betragen, also etwa 51,5 Mio Euro (Quelle: https://dialog.hochbahn.de/gute-fahrt/its-all-about-the-money-einnahmen-und-ausgaben-bei-der-hochbahn/).

Setzen wir die Verkehrseinnahmen zu dem Gesamtaufwand, ist der Kostendeckungsgrad nur noch 71,3%! Ziehen wir von den Verkehrseinnahmen noch die Ausgleichszahlungen ab, als Einnahmen aus Fahrkartenverkauf = 388,9 Mio Euro, dann beträgt der Kostendeckungsgrad aus dem Verkauf von Fahrkarten nur noch 62,9%!

Und jetzt muss man noch einmal darüber nachdenken, dass die Aufgabenträger noch Sozialkarten ausstellen, also dem berechtigten Kunden in Hamburg 21,10 Euro pro Monat auf Zeitkarten erlassen, die aber ebenfalls dem Verkehrsunternehmen/HVV ausgeglichen und beim Verkehrsunternehmen als Verkehrseinnahmen bei den Verkauf von Fahrkarten gebucht werden!

Hinzu kommt, dass diverse Investitionen durch Land und Bund bezuschusst werden oder Darlehen aufgenommen werden (Seiten 11 und 12). Die Hochbahn hat 243 Mio Euro in 2017 investiert, aber 150 Mio Euro an langfristigen Darlehen aufgenommen und schiebt Kreditverbindlichkeiten von 650,1 Mio Euro vor sich her. Aber was macht der Buchhalter? Der verbucht Darlehen und Kredite genauso wie die Ausgleichszahlungen richtigerweise als buchalterische Einnahmen!

Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: Der ganze ÖPNV ist stark defizitär, schiebt versteckte Schulden vor sich her und deckt höchstens 60 bis 70% der Einnahmen aus dem Verkauf von (subventionierten) Fahrkarten. Die Hochbahn ist im Vergleich mit anderen Verkehrsunternehmen mit diversen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sowie Werbung noch recht positiv gesegnet, das ist in Deutschland eher selten. Und dennoch sieht die Bilanz schlecht aus, wenn man alle Mittel des Staates einmal addiert, die allein die Hochbahn in Hamburg von der Stadt (ehrlicherweise ja von den hart arbeitenden Steuerzahlern, auch den notorischen Autofahrern) erhält. Dann wären da noch die S-Bahn, die VHH, die AKN usw., die ebenfalls alle viele Millionen an Steuergelder für Ausgleichszahlungen (§ 148 SGB IX, § 45a PBefG, Verlustausgleiche) sowie Investitionszuschüsse jedes Jahr bekommen.

Wenn man dann noch sieht, wo alles Geld unnütz verbraten wird. Über 10-Jahres Millionenprojekt HVV Card, Millionenprojekt Check-in/Be-out, Abermillionen für switchh, mit dutzenden besetzte Marketing- und Kommunikationsabteilungen bei allen (!) der großen Verkehrsunternehmen sowie zusätzlich beim HVV! Dazu kommen sechsstellige Beträge für die Agenturen hinter HVV „Sülzbrack“ oder den unternehmenseigenen Kampagnen.

Geld ist viel da, fragt sich nur woher und für wen. Die Busfahrer werden z.B. immer mehr belastet, Einstieg vorn, PVS, immer kürzere Umlaufzeiten usw., aber die Lohnschere zwischen diesen unteren Lohngruppen und den besserbezahlten (sich in sinnlosen und teuren Projekten verlierenden) Büroangestellten geht mit jeder Lohnerhöhung weiter auseinander. Hochbahn, HVV, Politik, habt ihr super hinbekommen!
Viel Spaß beim 365-Euro Projekt liebe SPD!!! Kosten für Angebotsausweitung weiter treiben, Einnahmen senken, Verlustausgleiche aus Steuermitteln in dann bald jährlicher Milliardenhöhe bei sich gerade eintrübender Wirtschaftsentwicklung für den gesamten HVV vom Steuerzahler abpressen, gleichzeitig wohl noch die Wahlfreiheit durch Fahrverbote usw. weiter einschränken. Verteilt mal schön Wahlgeschenke ihr Ankündigungsweltmeister.

Schon grotesk: Die Politik hat Angst vor mehr HVV-Nutzer_innen! Dann schafft endlich noch mehr Kapazitäten und lenkt den Verkehr durch günstigere Fahrten ausserhalb der Hauptverkehrszeiten. Und auch eine vernünftige, nachhaltige Stadtplanung ist notwendig. Mehr Nachverdichtung (auch wenn alle immer jammern: da geht noch deutlich mehr), mehr Gewerbe, Handel und Arbeitsplätze dort wie die Menschen leben – durch eine Stadt der kurzen Wege entsteht Verkehr nämlich erst gar nicht.

Nachverdichtung: Da klagen die „alteingesessenen“, sprich die dort ein paar Monate länger wohnenden.
Und welche Firma zieht schon freiwillig ins Wohngebiet, wo doch die Kläger schon warten. Selbst Gewerbegebiete, an die die Wohnbebauung immer näher rückt, sind doch vor dieser Klagespezies nicht sicher.
In welche Zeiten wollen Sie den denn den Verkehr leiten: wenn der Laden im 9 aufmacht, soll man dann um 7 schon los und 1,5 Stunden sich vor der Firma mit Kaffee die Zeit vertreiben?
Oder soll der Dienstleister, der für eine andere Frima, die 9to5 arbeitet, seine Türen erst um 18 Uhr öffnen, damit der Verkehr entlastet wird….

Ich finde schon, dass man mit günstigeren Preisen ausserhalb der Rushhour den Verkehr entzerren kann. Das funktioniert in der Touristikbranche sehr gut, bei Fluggesellschaften, der Bahn und den Fernbussen auch. Singapur setzt bei der Citymaut ebenfalls auf reduzierte Preise ausserhalb der Hauptzeiten. Aber klar: nicht alle Menschen werden davon profitieren.
Ansonsten glaube ich an buntgemischte Stadtteile der kurzen Wege. Wer alles füssläufig um die Ecke hat, muss sich weder in die Bahn noch ins Auto zu setzen um in die Innenstadt zu fahren. Reine Bürostandorte wie die City Nord oder City Süd sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäss.

In der Hauptverkehrszeit sind die Menschen in sehr vollen Verkehrsmitteln und überlaufenden Stationen unterwegs, nicht gerade sehr angenehm im ÖPNV. Sie zahlen in der Regel den Preis für eine Vollzeitkarte, also den Höchstpreis im HVV. Sie gehen arbeiten und finanzieren über die erarbeiteten Steuern auch die Zuschüsse (Verlustausgleiche) durch die Aufgabenträger für die stark subventionierten (oder vollsubventioniert) Tickets wie SemesterTicket, Sozialkarte, Seniorenkarte, Schwerbehindertenausweis. Soweit so gut. Jetzt aber sollen die Menschen, die mehr Freizeit haben, warum auch immer, oder die sehr flexibel agieren können, wer kann das schon mit einem 9-17 Stunden Arbeitstag und Familie, noch zusätzlich dafür belohnt werden (es gibt bereits günstige Teilzeitkarten oder 9-Uhr-Tageskarten), dass sie etwas später in deutlich weniger ausgelasteten Verkehrsmitteln unterwegs sind?

Es ist richtig, dass die Kapazitäten in Hamburg enger sind. Diese müssen erhöht werden. Leider sperrt sich der Senat seit Jahren gegen die naheliegende Erhöhung der Kapazität von (einzelnen) Metrobuslinien (z.B. 5, 4, 9), indem diese durch Stadtbahnen ersetzt werden, die eine weit höhere Kapazität bei gleichen Personalkosten haben (im Blick auf eventuelle Automatisierungen sind sogar geringere Personalkosten in den nächsten 10 Jahren denkbar). Das setzt natürlich hier Investitionen voraus. Meiner Einschätzung nach würden die U5-Milliarden hier mehr mehr Kapazitäten für Ersatz für individuelle Kfz-Fahrten schaffen.

Wichtig wäre vor allem, dass die Kosten für regelmäßige Fahrten auch bei Pkw-Besitz teurer sind als Fahrten mit dem HVV. Das ist aktuell nicht der Fall. Nach Möglichkeiten sollte das Parken (wenn nicht auch das Fahren (City-Maut) innerhalb der Stadtgrenzen bei Einwohnerdichte >1000 qkm nicht kostenlos sein und gestaffelt werden. Die Mehreinnahmen sollten in Angebotsverbesserung des ÖPNV _und_ günstigere Ticketpreise gehen.

Ein 365-€-Jahresticket (und eine 2-€-Einzelfahrkarte) wäre zu begrüßen, ein völlig kostenloser Nahverkehr ist eher ungünstig. Radverkehr und Fußverkehr, die ökologisch und ökonomisch noch sinnvoller sind, sollten nicht hierdurch reduziert werden.

Ich vermisse den Gesamtplan:
+ wo will HH 2025-2030 sein, Modal-Split beim Kfz, beim ÖPNV, beim Fahrrad, bei Fußgängern?
+ mit welchen Ausbauplänen sind die höchsten Kapazitätssteigerungen zu erreichen?
+ mit welchen Maßnahmen können Autofahrten reduziert werden (push & pull)?

Zu hoffen ist, dass die diskutierte Bezinsteuererhöhung in den ÖPNV fließen würde. Das würde einige Mittel freisetzen.

In Wien gibt es das Jahresticket, warum nicht in Hamburg. Zumindest sollten die Zonen abgeschafft werden, oft zahle ich für 2 Stationen mehr als für 6, das ist unfair. Der HVV ist viel zu teuer.

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