Hochbahn stellt zehn neue Hybridbusse in Dienst

"Brennstoffzellenhybridbus", "Dieselhybridbus" und jetzt auch noch "Doppehybridbus". Die Hochbahn experimentiert weiter mit neuen Antriebstechniken und präsentierte gestern zehn neue Fahrzeuge des Herstellers Volvo. NahverkehrHAMBURG erklärt, wie sich die neuen Busse von den bisherigen Hybridfahrzeugen unterscheiden.
Christian Hinkelmann
Hybridbus der Innovationslinie 109 am Dammtor in Hamburg
Ein Hybridbus der Innovationslinie 109 am Dammtor in Hamburg

Die Hamburger Hochbahn vergrößert ihre Hybridbus-Flotte. Gestern präsentierte das Unternehmen zehn so genannte „Parallelhybridfahrzeuge“, die mit einem Elektro- und einem Dieselmotor ausgestattet sind. Die Treibstoffersparnis soll bei 20 Prozent liegen.

Die Busse vom Typ „Volvo 7700 Hybrid“ sind so konzipiert, dass der Dieselmotor an Ampeln und Haltestellen ausgeschaltet bleibt. Das Anfahren übernimmt der Elektromotor. Erst ab einer Geschwindigkeit von 15-20 Km/h startet der Diesel automatisch und treibt den Bus vorübergehend zusammen mit dem E-Motor an und übernimmt dann ganz.

Vorteile: Das Anfahren der Busse ist dank des E-Motors kaum noch zu hören, außerdem stoßen sie weniger Kohlendioxid aus und verbrauchen weniger Treibstoff. Laut Hochbahn liegt die Ersparnis bei zwei Testfahrzeugen, die seit vergangenem Sommer in einem Tochterunternehmen eingesetzt werden, bei deutlich über 20 Prozent. Der Hersteller Volvo wirbt auf seiner Website allerdings mit einer Kraftstoffersparnis von bis zu 35 Prozent.

Hochbahn-Chef Günter Elste: „Wir verfolgen auch weiterhin konsequent unser Zie…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Diese Brücke hinter dem S-Bahn-Zug darf nicht mehr befahren werden - Ausfädelung der Bahnstrecke nach Diebsteich am S-Bahnhof Holstenstraße. (Foto: Christian Hinkelmann)

Holstenstraße: S-Bahn bleibt noch lange gestört

Marode Brücke an der Holstenstraße muss laut Bahn abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dass die DB dazu keinerlei Zeitplan nennt, lässt wenig Gutes erwarten.

Ein zugeparkter Radfahrstreifen zwingt Radfahrende zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Solche Alltagssituationen sieht die Initiative als Beispiel dafür, dass Hamburg bei der Verkehrswende zu wenig Fortschritte macht. (Foto: Christian Hinkelmann)

„Die Zeit der Diplomatie ist vorbei“

Eine Initiative wirft dem Senat vor, die Verkehrswende auszubremsen und neue rechtliche Spielräume bewusst nicht zu nutzen. Ihre Vertreter:innen kündigen eine härtere Gangart an, erklären, welche Behörde aus ihrer Sicht blockiert und wollen kommende Woche mehr als 11.900 Unterschriften im Rathaus übergeben.

Abgeschaltet wegen Erfolglosigkeit: HVV Any. (Foto: Christian Hinkelmann)

HVV Any: Warum das automatische Ticket wirklich sterben musste

Der HVV nennt das Deutschlandticket als Grund. Doch Daten zeigen: Woanders boomen ähnliche Systeme. Das waren die eigentlichen Hintergründe für das Ende von HVV Any und deswegen wurden durch eine bestimmte Technik-Wahl möglicherweise Millionen verschwendet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner