Lessingtunnel: Bauarbeiten verzögern sich – S-Bahn bleibt teilweise länger gesperrt

Die Bauarbeiten am Lessingtunnel in Altona verzögern sich. Der S-Bahn-Verkehr zwischen Altona, Holstenstraße und Diebsteich bleibt vier Tage lang länger gesperrt als geplant. Pikant: Ersatzbusse gibt es dann nicht mehr.
FOTO: BUEH
Die Julius-Leber-Straße ist unterhalb der Bahnbrücken - dieser Bereich wird Lessingtunnel genannt - komplett gesperrt. Erst im März 2020 wird der Bereich wieder komplett geöffnet sein.
Foto: Florian Büh

Die Großbaustelle an der Hamburger S-Bahn in Altona hat Verspätung. Der Neubau des so genannten Lessingtunnels (siehe hier) wird nicht pünktlich morgen Abend fertig. Das teilte die Deutsche Bahn gestern am späten Nachmittag mit.

Das bedeutet: Nach Ende der Hamburger Sommerferien bleiben die wichtigen S-Bahn-Verbindungen zwischen Altona und Holstenstraße sowie Altona und Diebsteich noch vier weitere Tage komplett unterbrochen.

Lediglich die S1 soll ab Donnerstagmorgen wieder normal zwischen Poppenbüttel/Airport und Wedel fahren können.

So fahren die S-Bahnen im Raum Altona bis Sonntag, 11. August

Diese Linien sind konkret betroffen:

Die S3 fährt bis Sonntagabend weiterhin nicht durch den Citytunnel, sondern wird über Dammtor und Sternschanze umgeleitet.

Die S31 fährt zwischen Altona und Harburg, bzw. Neugraben und nutzt dabei bis Sonntagabend außerplanmäßig den Citytunnel über Jungfernstieg.

Die Verstärkerlinie S11 fällt zwischen Berliner Tor und Blankenese bis Sonntagabend komplett aus und fährt nur auf der Teilstrecke zwischen Poppenbüttel und Berliner Tor.

Die Verstärkerlinie S2 wird bis Sonntagabend weiterhin über Dammtor umgeleitet und endet außerplanmäßig an der Sternschanze.

Deutsche Bahn

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9 Antworten auf „Lessingtunnel: Bauarbeiten verzögern sich – S-Bahn bleibt teilweise länger gesperrt“

Vermutlich liegt es daran, dass die zukünftige Erhöhung der Ticket-Preise für vergangene Ausschreibungen nicht ausgereicht hat, weil Diebsteich und überhaupt. Irgendwas mit HVV halt.

Aber mal ehrlich: wer sich ein wenig mit der Maßnahme ein wenig beschäftigt hat, wusste ja, dass es ein extrem sportlicher Zeitplan ist, den man lange durchgeplant hat, um mit quasi keinem Puffer so aufwendige Maßnahmen, an denen auch andere Unternehmen (u.a. Strom- und Wassernetz) beteiligt sind, durchzuführen, damit es mit aller Kraft in den Ferien durchgeführt werden kann. Wenn nun zwei Tage und ein verkehrsschwaches Wochenende auch hinzukommen… die Götter mögen es vergeben.

Und naja, die genannten Buslinien mögen überlastet sein, aber laut Text werden sie ja verstärkt, um diesen Zuwachs zu wuppen. Verstehe das “allerdings” daher nicht ganz, aber macht ja nichts. Die Kunden können aber auch gerne mal zu Fuß gehen oder mit einem E-Tretroller fahren. Die paar Meter sind ja nun nicht kriegsentscheidend.

Also der oberen Hälfte seines Kommentares kann ich dem Lokstedter ja durchaus zustimmen (auch wenn das reflexartig schwerfällt). Aber der untere Teil legt nahe, dass der Lokstedter auf seiner Arbeitsstelle offensichtlich nicht richtig gefordert wird, wenn er nach dem Arbeitstag noch richtig Bock hat auf `nen flotten Fußmarsch von Altona nach Holstenstrasse. Sind da noch Stellen frei?

Irgendwie bin ich schon gar nicht mehr überrascht über Verzögerungen bei der S-Bahn. Sehr schade, dass man nun noch länger auf den Busverkehr zur Holstenstraße angewiesen ist (ohne die meist weniger gefüllten SEV-Busse), aber angesichts des kurzen Puffers für Bauverzögerungen konnte man ja fast schon mit Verzögerungen rechnen.
Schön wäre es, wenn die Sperrzeiten für die Fahrradmitnahme nicht schon mit Ferienende wieder gelten würden, dann könnte man ja weiterhin mit dem eigenen mitgebrachten Fahrrad an der Baustelle vorbeifahren anstatt die Busse zu bevölkern (an die Einrichtung einer – vielleicht auch nur temporären – Stadtrad-Station am Bf. Diebsteich hat ja im Vorfeld der Bauarbeiten auch niemand gedacht).

Wer hätte was anderes erwartet? Hat die DB je mal ein Bauprojekt pünktlich fertiggestellt? Wer sich die Bauarbeiten vor Ort angesehen hat, der konnte schon vor Wochen sehen, dass die das nicht bis zu dem groß verkündeten Termin schaffen würden. Nun ja, wenn es denn am Ende der Tage wirklich bei den 4 Tagen bleibt und nicht ein jahr draus wird, wie beim S-Bahnhof Elbbrücken….. Ärgerlich nur, dass die Öffentlichkeit wie üblich erst 5 Minuten vor Zwölf informiert wird.
Und noch viel ärgerlicher ist, dass nur wieder halbe Arbeit gemacht wurde. Wenn man schon die Baustelleneinrichtung und die Großmaschinen vor Ort hat und offensichtoich in Serie die Brückenelemente woanders gegossen hat, warum wurde dann nicht gleich der östliche Teil des Lessingtunnels über die die Regional- und Fernbahngleise laufen, mitsaniert. Dieser ist viel maroder als der Tunnelabschnitt für die S-Bahngleise, der ja erst Ende der 1970er Jahre gebaut wurde!!!! Offensichtich lässt Diebsteich grüßen.

So vieles in ihrem Kommentar zeugt davon, dass sie leider trotz ganz viel Meinung keinerlei Ahnung habe . Schade, dass sie ihre Zeit mit dem Schreiben und ich meine mit dem Lesen dieses überflüssigen Kommentars verschwendet haben.

Die DB hat diverse Projekte pünktlich fertig gestellt, aber mit platter Polemik startet es sich natürlich gleich viel besser.

Und als „Blicksachverständiger“ dem sich auch komplizierte Konstruktionen und Bauwerke und deren Bau durch bloßes Hinsehen sofort gänzlich erschließen hat keiner auf ihre Expertise gehört? Nichtmal die Lügenpresse?

Ärgerlich, dass die Öffentlichkeit erst informiert wird, wenn alle Fakten genau bekannt und geklärt sind. Ich hätte mir auch von der DB lieber etwas substanzloses, wie Ihren Kommentar ein Par Tage früher erhofft.

Aber beim letzten Punkt haben sie sich wenigstens selbst die Antwort auf ihren völlig Sinnlosen Vorwurf gegeben.

Lassen sie doch sowas in Zukunft. Setzen sie sich auf ne Parkbank und nörgeln da, dass früher alles besser war. Aber solche substanzlosen Kommentare wie ihren braucht hier kein Mensch.

Lieber Christian P.,
das hat alles keinen Sinn zu argumentieren, ein Dialog ist prinzipiell nicht gewünscht. Es geht nur um Diiiiiebsteiiiiich! Das habe ich bei seinen Einlassungen zur S4 schon mehr als einmal erlebt.

Ansonsten habe ich das ganze S-Bahn-Bashing einfach nur noch leid. Es geht hier um 2(!) Werktage, an denen ein Teil der Einschränkungen weiter besteht. Aber niemand will sehen, was in der relativ kurzen Zeit, dazu mit engem Zeitpuffer, alles gewuppt wurde. Passend dazu, dass sich hier niemand bisher darüber aufgeregt hat, dass sich auch die U3-Baumaßnahme verzögert. (Hochbahn ist eben “hanseatisches Lebensgefühl”, die S-Bahn der “Bundesbahn-Fremdkörper”. 😉 )

Aber unser Micha Jung ist vermutlich in Altona mit S-Bahn schon so übersättigt, dass er schon gar nicht mehr weiß, wie gut er’s hat. Was sehne ich mich nach einer S-Bahn in unseren Stadtvierteln!

“…
Diese Linien sind konkret betroffen:
Die S3 fährt bis Sonntagabend weiterhin nicht durch den Citytunnel, sondern wird über Dammtor und Sternschanze umgeleitet.
Die S31 fährt zwischen Altona und Harburg, bzw. Neugraben und nutzt dabei bis Sonntagabend außerplanmäßig den Citytunnel über Jungfernstieg.
…”
Bisher fuhr die S3 doch auf normalem Weg (Citytunnel) verkürzt bis Altona und die S31 war bis Pinneberg verlängert.
Ändert sich das ab morgen, so dass die S3 über Dammtor fährt und die S31 durch den Tunnel nach Altona?

“Ändert sich das ab morgen, so dass die S3 über Dammtor fährt und die S31 durch den Tunnel nach Altona?”
Ja, auch laut S-Bahn-HP ist das so geplant. Das hängt vermutlich mit der geänderten Gleisbelegung in Altona zusammen, da die S1 wieder durchgängig verkehrt. Was ich übrigens auch vernünftig finde, dass der Inselbetrieb als erstes beendet wird, denn der verursachte die meisten Einschränkungen.

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