Merkel soll bei S-Bahn nach Kaltenkirchen helfen

Kaltenkirchen macht bei der geplanten S-Bahn nach Kaltenkirchen Druck. Bürgermeister Henno Krause (CDU) hat Bundeskanzlerin Merkel in einem Brief um Hilfe für das Projekt gebeten.
Christian Hinkelmann
Fotomontage: S-Bahn auf AKN-Strecke am Haltepunkt Burgwedel in Hamburg
Fotomontage: S-Bahn auf AKN-Strecke am Haltepunkt Burgwedel in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Demnach bittet er die Kanzlerin um Zuschüsse aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), das im Jahr 2019 ausläuft. Eine Antwort aus Berlin gibt es laut Abendblatt noch nicht.

Anfang Oktober hatte Krause dem Zeitungsbericht zufolge bereits ähnliche Schreiben an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) geschickt und gefordert, dass die ersten S-Bahnen schon 2018 auf der bisherigen AKN-Strecke nach Kaltenkirchen fahren sollen. Als Antwort sei ihm laut Abendblatt mitgeteilt worden, dass mit einem Bau nicht vor 2020 zu rechnen sei.

Die Elektrifizierung der AKN-Stammstrecke und der Ausbau zu einer S-Bahn wird von Hamburg und Schleswig-Holstein, den beiden Hauptanteilseignern der AKN, seit Jahren geplant. Die Vorentwurfsplanung ist längst fertig, aktuell läuft eine Kosten-Nutzen-Analyse, deren Ergebnis immer wieder verschoben wurde und nun bis Jahresende vorliegen soll.

Wie NahverkehrHAMBURG vorab erfuhr, soll der Kosten-Nutzen-Faktor zwischen 1 und 2 liegen. Das Projekt wäre somit wirtschaftlich und für Fördergelder aus Berlin qualifiziert.

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Glastüren an der Bahnsteigkante und fahrerlose Züge: So soll die U5-Haltestelle in Bramfeld aussehen.

Trotz Corona und Ukraine: Hamburg will U5 weiterhin bauen

Senat hält am geplanten Bau von zusätzlichen U- und S-Bahn-Strecken fest und will trotz Corona-Krise und düsteren Wirtschaftsprognosen Milliarden dafür in die Hand nehmen. Diese Investitionen sind in den kommenden Jahren bei HVV und Radverkehr geplant.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.